Wegen Unbeliebtheit von Kanzler Merz: CDU sagt Präsidiumsklausur in Magdeburg ab
Kurz vor der Wahl in Sachsen-Anhalt wollte sich die Spitze der Bundes-CDU in Magdeburg treffen. Daraus wird nichts – auf Wunsch von Ministerpräsident Schulze.
dpa/taz | Die CDU hat eine für Ende August in der sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg geplante Präsidiumsklausur abgesagt. Eine Parteisprecherin bestätigte einen entsprechenden Bericht des Spiegels, ohne Gründe für die Entscheidung zu nennen.
Das Magazin schreibt unter Berufung auf Parteikreise, Hintergrund sei ein Wunsch von Ministerpräsident Sven Schulze (CDU), den Fokus auf den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt zu legen. Demnach gab es in Schulzes Landesverband wegen der Unbeliebtheit der Bundesregierung von Kanzler Friedrich Merz Bedenken, ein solches Treffen könne der CDU vor Ort eher schaden. Weiter heißt es, Merz werde Schulze aber im Wahlkampf unterstützen.
In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt. Laut aktuellen Umfragen könnte die AfD dort mit über 40 Prozent der Stimmen rechnen und unter Umständen sogar die absolute Mehrheit der Landtagssitze holen. Die CDU liegt deutlich dahinter mit 24 bis 26 Prozent.
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Auf den weiteren Plätzen folgt aktuell die Linke mit 12 bis 13 Prozent und die SPD mit 6 bis 7 Prozent, die damit gefährlich nah an der 5-Prozent-Hürde taxiert wird. Grüne, FDP und BSW liegen noch darunter und würden den Einzug in den Landtag verpassen.
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