Streit um Linken-Chef: Durchhalten, Pantisano! Kopernikus hat auch Zeit gebraucht
Früher oder später wird sich das Weltbild des neuen Linken-Chefs schon durchsetzen. Und dann kommt nach dem AfD-Verbot auch das Aus für die Union.
D er arme Luigi Pantisano! Immer noch hacken alle auf dem neuen Linken-Chef herum, nur weil er als Erster ausgesprochen hat, was niemand wahrhaben will: „Letztlich gibt es gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst.“ Dabei wäre die Lage vor den Landtagswahlen im September damit doch ganz einfach: Wenn die CDU, die AfD „oder die Faschisten selbst“ alle gleich schlimm sind, kann es uns auch völlig wurscht sein, wer von denen bald in Sachsen-Anhalt und Meck-Pomm regiert.
Auf die erstaunliche Empörung der Union hat Pantisanos linke Chefkollegin Ines Schwerdtner richtig reagiert: mit Empörung über die Empörung der Union. Statt über Pantisano solle die Union lieber über Sozialpolitik sprechen. Also wahrscheinlich so wie Pantisano, dem es ja auch nur um Sachthemen ging. Das Einzige, was ihm vorgeworfen werden kann, ist seine feige Entschuldigung für seine messerscharfe Analyse. Statt vor dem ignoranten Mainstream einzuknicken, hätte der Einäugige unter den Farbenblinden standhaft dabei bleiben müssen, dass Schwarz, Blau und Braun dasselbe sind.
Das leuchtet vielleicht nicht jedem sofort ein. Aber so ist das immer, bis neue Erkenntnisse anerkannt werden. Früheren, ähnlich scharfsinnigen Geistesgrößen wie Kopernikus und Galilei haben sie auch nicht sofort geglaubt. Heute ist erst recht Kondition gefragt. Nur wenn sich Pantisanos Weltsicht durchsetzt, kann es neben dem AfD-Verbot auch das überfällige CDU-Verbot geben.
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Da die linken Faschismusvorwürfe vor allem mit der Migrationspolitik begründet werden, sollten auch SPD, FDP und die Grünen verboten werden, die das jetzt eingeführte europäische Asylsystem zu Ampelzeiten zusammen mit allen anderen EU-Regierungen ausgehandelt haben. Und das BSW sowieso.
Kleiner Haken: Auch der Linken droht dann ein Verbot, weil sie die faschistischen CDU-Regierungen in Thüringen und Sachsen stützt. Damit gäbe es gar keine Parteien mehr. Das passt zum aktuellen Trend der Expertenkommissionen, wäre aber doch ein bisschen schade. Auch nach der Social-Media-Kommission und der Rentenkommission gibt es durchaus noch Ansätze für Kritik und Vorschläge von links. Da wäre es schon bedauerlich, wenn sich die Linke selbst verbietet.
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