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+++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++Rauchwolken über der russischen Hauptstadt

Ukraines Präsident rechtfertigt den Großangriff auf Moskau. Dabei wurde eine wichtige Raffinerie getroffen. Der Kreml meldete die Abwehr von 555 Drohnen.

Selenskyj hofft auf Signalwirkung des Großangriffs

rtr | Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Großangriff auf Moskau als Druckmittel für Verhandlungen über ein Kriegsende dargestellt. Der umfassende Drohneneinsatz gegen die russische Hauptstadt sei Teil der Bemühungen, Kremlchef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu zwingen, erklärte er am Donnerstag. Die Zeit für ein Ende des Krieges sei gekommen. Russland müsse die notwendigen diplomatischen Schritte ergreifen.

„Dies ist eine vollkommen gerechtfertigte Reaktion auf russische Angriffe auf unsere Städte und Gemeinden und ein weiteres wichtiges Resultat der Arbeit unserer Krieger gegen Einrichtungen, die Russlands Kriegsmaschinerie am Laufen halten“, erklärte Selenskyj auf der Plattform X.

In einer Sprachnachricht an einen Gruppenchat mit Journalisten ergänzte er: „Wenn Putin diesen Krieg nicht beenden und ihn fortsetzen will, werden wir nicht still dasitzen – wir werden reagieren.“

Größter Angriff auf Moskau seit Jahren

afp | Die Ukraine hat am Donnerstag den größten Drohnenangriff auf Moskau seit Jahren ausgeführt und dabei auch eine wichtige Ölraffinerie getroffen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten von riesigen schwarzen Rauchsäulen über der russischen Hauptstadt. Bewohner mussten evakuiert und alle Moskauer Flughäfen zeitweise geschlossen werden.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sprach von einem „Großangriff“. Im Onlinedienst Telegram räumte er mit Blick auf die Ölraffinerie ein: „Mehrere Drohnen haben es geschafft, (die Raffinerie) MNPZ zu treffen.“

Staatliche Medien zeigten auf Geheiß der russischen Behörden zunächst keine Bilder der Attacken. Den Angaben auf der Internetseite zufolge deckt die Raffinerie mehr als ein Drittel des Treibstoffbedarfs der russischen Hauptstadt ab.

Der Nachrichtenagentur Tass zufolge waren die Angriffe auf Moskau die größten seit mindestens zwei Jahren. Während Bürgermeister Sobjanin die Zahl der von der Moskauer Luftverteidigung abgewehrten ukrainischen Drohnen mit 180 angab, teilte das russische Verteidigungsministerium mit, in der Nacht zu Donnerstag seien landesweit mehr als 500 Drohnen zerstört worden.

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Putin sagt nichts

afp | Die Attacken auf Moskau erfolgten wenige Stunden vor Beginn eines Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der südostasiatischen Asean-Staaten in Kasan, das etwa 700 Kilometer östlich von Moskau liegt. Gastgeber war Putin. In seiner Eröffnungsrede erwähnte er die Angriffe mit keinem Wort.

CDU-Außenpolitiker Laschet plädiert für diplomatischen Dialog mit Russland

afp | Der CDU-Außenpolitiker Armin Laschet hat die EU-Staats- und Regierungschefs vor ihrem Gipfel in Brüssel aufgefordert, Russland einen diplomatischen Dialog anzubieten. Die Europäer sollten Moskau ihre Forderungen sowie ein Konzept vorlegen und klar machen: „Wir sind bereit, in den Dialog einzutreten“, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag dem Fernsehsender Phoenix am Donnerstag. „Möglicherweise kommen wir da heute auf dem Gipfel in Brüssel einen Schritt weiter“.

Die Aufnahme eines Dialogs mit Russland wäre „ein großer Schritt“, sagte Laschet. Dabei sei es wichtig, dass auch Länder wie die baltischen Staaten oder Polen dafür Rückendeckung geben würden. Es müssten „alle 27 sagen: ‚Ja, jetzt ist der Zeitpunkt da‘“.

Rauchsäulen über der russischen Hauptstadt

afp | Die Ukraine hat am Donnerstag den umfangreichsten Drohnenangriff auf Moskau seit Jahren gestartet. Videos in Onlinediensten zeigten große schwarze Rauchsäulen über der Stadt. „Mehrere Drohnen haben es geschafft, MNPZ zu treffen“, erklärte Bürgermeister Sergej Sobjanin auf Telegram mit Verweis auf eine große Raffinerie in der russischen Hauptstadt. Seinen Angaben zufolge fing die Luftverteidigung der Hauptstadt über Nacht 180 Drohnen ab.

„Luftverteidigungseinheiten wehren weiterhin einen großangelegten Angriff ab“, fügte Sobjanin hinzu. Dem Bürgermeister zufolge wurden die Straßen in der Nähe der angegriffenen Raffinerie gesperrt. Er machte keine weiteren Angaben zu möglichen Schäden an der Anlage. Russische Medien berichteten jedoch, dass sie in Flammen stand.

Flugbetrieb an Moskauer Flughäfen nach Drohnenangriff ausgesetzt

rtr | Nach einem ukrainischen Drohnenangriff ist der Flugbetrieb an allen großen Moskauer Flughäfen aus Sicherheitsgründen vorübergehend eingestellt worden. Dies teilt die russische Luftfahrtbehörde mit. Behörden haben den Abschuss von 180 ukrainischen Drohnen über der Hauptstadt gemeldet.

Russland meldet Abschuss von 555 Drohnen

rtr | Die russische Luftabwehr hat nach Angaben der Regierung in der Nacht 555 ukrainische Drohnen über mehreren Regionen abgefangen und zerstört. Etwa 180 Drohnen im Anflug auf Moskau seien abgeschossen worden, erklärt der Bürgermeister der russischen Hauptstadt, Sergej Sobjanin. Nach Berichten über Drohnenangriffe wurde der Verkehr auf der Moskauer ‌Ringstraße nahe einer Ölraffinerie gestoppt, meldet die Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Innenministerium.

Russische Angriffe auf Kyjiw

rtr | Nach Angaben ukrainischer Behörden greift Russland die ukrainische Hauptstadt Kyjiw erneut mit Raketen an. In fast der ganzen Ukraine herrscht Luftalarm. „Der Feind greift die Hauptstadt ⁠mit ballistischen Raketen an. Bleiben Sie an sicheren Orten, bis der Luftalarm endet!“, schreibt der Leiter der Militärverwaltung von Kyjiw, Tymur Tkatschenko, auf Telegram. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Reuters hörte laute Explosionen in Kyjiw. In der Stadt Sumy ‌im Nordosten der ‌Ukraine ist örtlichen Behörden zufolge eine Person bei einem Drohnenangriff getötet worden.

Selenskyj redet mit Trump

rtr | Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilt auf Telegram mit, er habe zum Abschluss des G7-Gipfels in Évian mit US-Präsident Donald Trump und dem französischen Präsidenten ‌Emmanuel Macron gesprochen. „Es war ein wichtiges koordinierendes Gespräch, ‌das viel verändern könnte.“ In einem weiteren Beitrag erklärt Selenskyj, er habe in Brüssel auch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte über die Ergebnisse des G7-Gipfels gesprochen. „Die Hauptsache ‌ist, an der Stärkung unserer Verteidigung zu ⁠arbeiten und US-Lizenzen für die Produktion von ‌Luftabwehrsystemen zu erhalten“, schreibt Selenskyj.

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