+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Geplante US-Iran-Verhandlungen am Freitag fallen aus
Die in der Schweiz geplanten Verhandlungen über eine Friedensvereinbarung sind „verschoben“. Vance hatte Kommen abgesagt. Israel greift Ziele im Libanon an.
Bern: Für Freitag in der Schweiz geplante US-Iran-Verhandlungen „verschoben“
afp | Die für Freitag geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran über eine umfassende Friedensvereinbarung sind nach Angaben der Schweizer Regierung vorerst „verschoben“ worden. Die Schweiz sei „weiterhin bereit, diese Gespräche zu moderieren, die entsprechenden Vorbereitungsarbeiten werden fortgesetzt“, teilte das Außenministerium in Bern am Freitag zudem der Nachrichtenagentur AFP mit. Einzelheiten zu einem neuen Termin für Gespräche wurden zunächst nicht genannt.
Delegationen der USA und Irans sowie der Vermittlerstaaten Katar und Pakistan sollten am Freitag eigentlich im Luxusresort Bürgenstock für den Auftakt der Verhandlungen zusammenkommen. Zuvor hatten beide Seiten ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Irankriegs unterzeichnet, den die USA und Israel Ende Februar mit Angriffen auf den Iran begonnen hatten. Das Abkommen sieht vor, innerhalb von 60 Tagen ein endgültiges Abkommen für einen Frieden und ein Ende des iranischen Atomprogramms zu schließen.
Vance sagt Reise zu Gesprächen ab
rtr US-Vizepräsident J. D. Vance hat seine geplante Reise in die Schweiz bereits am Donnerstagabend abgesagt. Dort sollte er mit iranischen Unterhändlern über die Umsetzung des 14-Punkte-Rahmenabkommens sprechen, teilte ein Sprecher des Weißen Hauses mit. Vance und die US-Delegation seien bereit zur Abreise gewesen, sobald die Pläne für die Gespräche abgeschlossen seien, heißt es in einer Mitteilung des Weißen Hauses. Die Logistik dieser Verhandlungen sei jedoch nie einfach oder vorhersehbar gewesen.
Eine unmittelbare Reaktion der iranischen Regierung lag zunächst nicht vor. Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete jedoch bereits am Donnerstag, die iranischen Unterhändler müssten von den USA erst Anzeichen für die Umsetzung des Rahmenabkommens sehen, bevor die nächsten Runden der Gespräche beginnen könnten.
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Israel bestätigt Angriffe auf Libanon
ap | Bei israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA mindestens 16 Menschen getötet worden. Das israelische Militär teilte am Freitag mit, es seien Ziele im Süden des Nachbarlandes angegriffen worden. Auch die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah berichtete von schweren Gefechten in dem Gebiet.
Die israelische Militärpräsenz im Südlibanon und die anhaltenden Kämpfe mit der Hisbollah sind ein wichtiger Streitpunkt in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran, der mit der Miliz verbündet ist. Al-Majadin, ein der Hisbollah nahestehender Sender, hatte berichtet, Teheran zögere die Entsendung seiner Delegation in die Schweiz wegen der anhaltenden israelischen Militärkampagne im Libanon hinaus.
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