+++ Nachrichten im Irankrieg +++: Irans Revolutionsgarden greifen Militärbasis in Syrien an
Das US-Militär verübt Luftschläge gegen wichtige Brücken im Süden des Iran. Trump spricht von großen Erfolgen. Das Mullah-Regime wiederum attackiert Ziele in der gesamten Golfregion und darüber hinaus.
Foto: reuters/U.S. Central Command
Irans Revolutionsgarden greifen Militärbasis in Syrien an
afp | Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens den Militärstützpunkt Al-Tanf in Syrien angegriffen. Bei dem „Überraschungsangriff“ sei das Kommandozentrum „des Feindes“ in der Region attackiert worden, erklärte das Staatsfernsehen am Freitag im Onlinedienst Telegram mit. Es handele sich um einen Vergeltungsangriff nach der Tötung von iranischen Soldaten in Iranschahr im Südosten des Landes.
Irans Revolutionsgarden: Zwei US-Radaranlagen im Oman zerstört
afp | Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben zwei Radaranlagen der USA im Oman angegriffen und „zerstört“. Die Attacke sei eine Vergeltung für die US-Luftangriffe auf den Iran, erklärten die Revolutionsgarden am Freitag. Sie hätten das Radar zur Überwachung der Seefahrt in der Region Salamah und das Radar zur Luftüberwachung in der Region Ghanam ins Visier genommen.
Jordanische Armee wehrt iranischen Angriff ab
afp | Die jordanische Armee hat nach eigenen Angaben erneut einen iranischen Angriff abgewehrt und drei Raketen abgefangen. Die Flugabwehr sei am Freitagmorgen aktiviert worden, nachdem die Raketen in den jordanischen Luftraum eingedrungen seien, erklärte die Armee. Es wurden keine Opfer oder Sachschäden gemeldet. Jordanien war in den vergangenen Tagen bereits mehrfach vom Iran angegriffen worden.
Trump spricht von großen Erfolgen im Iran
dpa | US-Präsident Donald Trump hat in einer Rede an seine Nation behauptet, im Iran erziele man „große Erfolge, und Sie werden die Früchte dieser Arbeit schon sehr, sehr bald sehen.“ Mehr sagte er zu dem Konflikt nicht. Am Mittwoch hatte er dem Iran erneut Angriffe auf zivile Infrastruktur angedroht. Nächste Woche würden alle Kraftwerke und Brücken zerstört, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch und verhandeln“, sagte er dem Sender Fox News.
Der iranische Parlamentspräsident und Chefverhandler Mohammed Bagher Ghalibaf hatte am selben Tag in einer teilweise im Fernsehen verlesenen Stellungnahme die Position seines Landes abermals bekräftigt, dass der Iran die Kontrolle über die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge beanspruche. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth schrieb dagegen auf X, der Iran kontrolliere die Straße von Hormus nicht.
Wegen des Streits um die wichtige Meerenge ist der Konflikt wieder eskaliert. Ghalibaf ließ zwar die Tür für neue Verhandlungen offen. Er mahnte aber zugleich, dass man keine Angst davor haben dürfe, kriegerisch eigene Interessen durchzusetzen.
US-Militär: Jüngste Angriffswelle auf den Iran abgeschlossen
rtr | Das US-Militär schließt nach eigenen Angaben seine jüngste Angriffswelle auf den Iran ab. Die von US-Präsident Donald Trump angeordneten Schläge markieren die sechste Nacht in Folge mit amerikanischen Angriffen. „US-Streitkräfte, darunter Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe, haben mit Präzisionsmunition Dutzende iranische Militärziele wie Küstenüberwachungs- und Luftverteidigungsanlagen, militärische Logistikinfrastruktur und maritime Einrichtungen getroffen“, teilt das US-Zentralkommando mit.
US-Angriffe bringen Kontrollturm im Hafen von Tschahbahar zum Einsturz
ap | US-Luftangriffe haben am Freitag US-Angaben zufolge einen Kontrollturm im iranischen Hafen Tschahbahar am Golf von Oman zum Einsturz gebracht. Der Hafen gilt als wichtige Handelsverbindung für Afghanistan. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth veröffentlichte ein Bild, das den offenbar einstürzenden Überwachungsturm zeigt. Das Bild war zuvor bereits über soziale Medien von Aktivisten verbreitet worden.
Der Hafen von Tschahbahar war wiederholt Ziel von US-Luftangriffen. Die iranischen Staatsmedien bestätigten eine dritte Angriffswelle auf die Anlage – zunächst ohne den Einsturz des Turms zu bestätigen. Der Iran erklärte, der Turm habe der Überwachung des kommerziellen Schiffsverkehrs im Hafen gedient. Allerdings betreibt auch die paramilitärische Revolutionsgarde des Landes Einrichtungen in Häfen im gesamten Iran.
US-Luftschläge gegen Brücken nahe der Hafenstadt Bandar Chamir
rtr/dpa | Bei US-Angriffen auf Brücken nahe der südiranischen Hafenstadt Bandar Chamir wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna sieben Menschen getötet. Die Agentur beruft sich dabei auf Informationen der Universität für medizinische Wissenschaften in der Provinz Hormusgan, die im Iran auch als regionale Gesundheitsbehörde fungiert. Mit den Luftschlägen gegen die Brücken sollten Nachschubwege zu einem iranischen Marinestützpunkt an der Straße von Hormus unterbrochen werden, berichtete das Wall Street Journal unter Berufung auf einen US-Beamten.
Mindestens neun weitere Menschen seien bei den Angriffen in Hormusgan verletzt worden. Irans UN-Botschafter erklärt demnach, die US-Attacken auf zivile Infrastruktur stellten Kriegsverbrechen dar. Das US-Militär erklärte dagegen, man habe Dutzende „militärische Ziele“ mit Präzisionsmunition getroffen, darunter Flugabwehrsysteme und Radaranlagen zur Küstenüberwachung.
Das Ziel der Angriffe sei gewesen, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen“, teilte das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf X mit. Sie seien nun beendet, hieß es am frühen Morgen deutscher Zeit. Die iranische Nachrichtenagentur Fars hatte unter Berufung auf amtliche Angaben gemeldet, dass unter anderem die Kahurestan- und die Gariveh-Brücke auf Verkehrsachsen in Hormusgan getroffen worden seien.
Die Straße zwischen der Hafenstadt Bandar Abbas und den Städten Chamir und Lar sei vollständig gesperrt ebenso wie eine zweite Verbindung in der Region, hieß es. Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die Hafenstadt Bandar Abbas mit der Stadt Schiras weiter nordwestlich verbindet und gilt laut der US-Zeitung New York Times als eine wichtige Route zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren des Irans.
Bandar Abbas beherberge einen Marinestützpunkt der mächtigen Iranischen Revolutionsgarden und sei von entscheidender Bedeutung für die Fähigkeit des Irans, in der Straße von Hormus Macht auszuüben, schrieb das Wall Street Journal. Laut dem iranischen Staatssender Irib wurde auch der Flughafen in Iranschahr in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan getroffen. Laut Press TV schlug mindestens ein Geschoss ein. Die dabei ausgebrochenen Brände seien inzwischen gelöscht, die Stromversorgung am Flughafen sei jedoch unterbrochen, berichtete ein Irib-Korrespondent. Tote gebe es nicht.
Kind bei iranischem Raketenangriff auf Katar verletzt
rtr/ap | Bei der Abwehr eines iranischen Raketenangriffs auf Katar wurde nach Angaben des Innenministeriums ein Kind durch Trümmerteile verletzt. Es werde medizinisch versorgt, teilt die Behörde auf der Plattform X mit. Die Raketenabwehr sei erfolgreich gewesen, teilt das Verteidigungsministerium mit. In der Hauptstadt Doha waren einem Augenzeugen zufolge mehrere Detonationen zu hören. Die Regierung hatte wegen der Angriffe Warnmeldungen an Mobiltelefone verschickt.
Katar gilt gemeinsam mit Pakistan als wichtiger Vermittler in den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran. Die Angriffe auf die katarische Hauptstadt Doha gelten als weiteres Zeichen für das Scheitern des Rahmenabkommens, das den Weg zu einem Ende des Kriegs mit dem Iran ebnen sollte.
Iranische Drohnenangriffe auf US-Logistik in Kuwait
rtr | Die iranische Armee greift nach eigenen Angaben Truppenstützpunkte und Logistikzentren der USA in Kuwait mit Drohnen an. Dies berichten staatliche iranische Medien. Der iranische Sender Press TV meldet, dass US-Radaranlagen und Raketenabschussrampen in Brand geraten seien. Die kuwaitische Armee teilt mit, im Land sei die Flugabwehr wegen Raketen- und Drohnenbeschuss im Einsatz.
Iranische Armee greift US-Stützpunkt in Bahrain an
rtr/dpa | Die iranische Armee greift nach eigenen Angaben US-Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge auf dem Stützpunkt Sakhir in Bahrain mit Drohnen an. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Das Innenministerium von Bahrain hatte zuvor auf X Sirenenalarm gemeldet.
US-Sprecherin: Iran weiter an Abkommen interessiert
dpa/afp | Nach Darstellung von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt ist Teheran weiter an einem Abkommen mit Washington interessiert. „Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte Leavitt am Donnerstag vor der Hauptstadtpresse in Washington. Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife, erklärte die Sprecherin.
Die Angriffe erfolgen zu einem Zeitpunkt, da die USA wieder eine Seeblockade gegen iranische Häfen durchsetzen. Das US-Militärkommando Centcom veröffentlichte Fotos, die zeigen, wie US-Marinesoldaten ein Handelsschiff entern und durchsuchen. Das Schiff „M/T Wen Yao“ sei aufgebracht worden, „um die strikte Einhaltung der laufenden US-Seeblockade zu gewährleisten“.
Bereits am Mittwoch hatte ein US-Kampfflugzeug Raketen auf einen unbeladenen Öltanker abgefeuert, der laut Centcom die Seeblockade durchbrechen wollte. Es war das erste Mal, dass die US-Armee seit der Wiedereinsetzung der Blockade iranischer Häfen am Dienstag ein Schiff gewaltsam stoppte. Zudem seien „drei Handelsschiffe umgeleitet worden, die versuchten, die Blockade zu umgehen“, teilte Centcom am Donnerstag weiter mit.
Die Angaben zur Durchsetzung der Seeblockade erfolgten zeitgleich zu neuen US-Angriffen auf den Iran. Deren Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten Irans weiter zu schwächen“, erklärte Centcom. Nach Angaben iranischer Staatsmedien wurden bei den US-Angriffen auch zwei Brücken und ein Flughafen getroffen.
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