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Personaldebatte um Bas und Klingbeil Trügerische Sehnsucht nach neuen Gesichtern

Kersten Augustin

Kommentar von

Kersten Augustin

Die Kritik am SPD-Führungsduo ebbt nicht ab. Doch die Personaldebatten lenken davon ab, dass die Partei ein inhaltliches Problem hat.

S ollte die SPD ihre Vorsitzenden austauschen? Noch wird diese Forderung nur von geltungsbewussten Genossen der dritten Reihe laut ausgesprochen. Mehria Ashuftah und Orkan Özdemir, Vorsitzende der SPD-Arbeitsgruppe Migration und Vielfalt, wollen nun einen Sonderparteitag im Herbst. Ex-Minister Karl Lauterbach hat dies als „falsche Frage zur falschen Zeit“ zurückgewiesen. Und damit gleichzeitig recht und unrecht.

Natürlich ist es für die SPD kurz vor drei Landtagswahlen schlecht, wenn sie über ihre Vorsitzenden diskutiert. Die Partei wirkt so noch schwächer, als sie ohnehin ist. Andererseits wurden Lars Klingbeil und Bärbel Bas schon bei ihrem Amtsantritt als Minister dafür kritisiert, dass sie glaubten, sie könnten die Partei im Nebenjob aus der Krise führen. Klingbeil wurde dann mit einem schlechten Ergebnis wiedergewählt, er war also gewarnt.

Zudem wird eine Frage nicht falsch, weil sie manchen gerade ungelegen kommt. Den richtigen Zeitpunkt für die Frage, wer der SPD neues Leben einhauchen könnte, gibt es nicht. Im Herbst würde wohl auf die Reformen verwiesen werden, die dringend beschlossen werden müssten und die leider keine Personaldebatten zuließen. Die SPD ist in einem schlechten Zustand, sie wird bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt und Berlin voraussichtlich sehr schwach abschneiden, mit oder ohne Personaldebatten. Spätestens danach dürfte es für die SPD-Spitze nicht mehr weitergehen.

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Spekuliert wird, dass nach den Landtagswahlen Manuela Schwesig den Parteivorsitz übernehmen könnte – wenn sie es schaffen sollte, Mecklenburg-Vorpommern gegen die AfD und gegen den Trend ihrer Partei zu verteidigen.

Doch wer glaubt, dass Schwesig die Rettung für die SPD wäre, schlägt auch Cem Özdemir als Chef der Grünen vor. Die beiden verbindet, dass sie als Landesfürsten auch deshalb erfolgreich sind, weil sie sich in Abgrenzung zu ihrer jeweiligen Bundespartei in Berlin profilieren können. Sobald Manuela Schwesig als Parteivorsitzende den Kurs der Regierung Merz verteidigen müsste, wäre es mit ihrer Beliebtheit schnell vorbei.

Auch Schwesig würde alt aussehen

Die SPD ist mit ihrer Sehnsucht nach neuen Gesichtern nicht allein. Auch in der Union wird in diesem Sommer über ein Ende von Friedrich Merz als Bundeskanzler geraunt. Der Wunsch ist verständlich, aber er ist trügerisch.

Und so hat Lauterbach mit seiner Aussage doch recht: Die Frage nach dem Vorsitz ist die falsche. Die SPD, aber auch die Union, haben in erster Linie kein Personal-, sondern ein politisches Problem. Ihre Koalition steht für einen sozial ungerechten, selbst auferlegten Sparzwang, bei gleichzeitiger Rekordverschuldung zum Zweck der Aufrüstung. Zudem steckt die Wirtschaft in der Krise, und als einzige Alternative zu dieser Koalition der schrumpfenden Mitte lauert nur die AfD auf ihre Chance.

Gegen diese geballten Probleme sehen auch neue Gesichter ziemlich schnell ziemlich alt aus.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Kersten Augustin

Kersten Augustin Ressortleiter Inland

Kersten Augustin leitet das innenpolitische Ressort der taz. Geboren 1988 in Hamburg. Er studierte in Berlin, Jerusalem und Ramallah und wurde an der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München ausgebildet. 2015 wurde er Redakteur der taz.am wochenende. 2022 wurde er stellvertretender Ressortleiter der neu gegründeten wochentaz und leitete das Politikteam der Wochenzeitung. In der wochentaz schreibt er die Kolumne „Materie“. Seine Recherchen wurden mit dem Otto-Brenner-Preis, dem Langem Atem und dem Wächterpreis der Tagespresse ausgezeichnet.
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34 Kommentare

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  • felis faber

    Echt, Sparzwang?



    Für die Körperschaftsteuersenkung ist genug da, und das merken die Wähler doch, wie hier Wohltaten und Zumutungen verteilt werden.

  • Andreas Flaig

    Nichts in dieser Welt wird die SPD zurück bringen wofür sie einmal stand.



    Die politische Orientierung hat sich dem bitter bösen Neoliberalismus angepasst, weit weg von der damaligen Arbeiter Partei, hin zur Lobbyisten und Ausbeuter Gesellschaft.

  • Philippo1000

    Klar, es stehen Wahlen vor der Tür und als „irgendwie links“ ist es nicht Aufgabe, gegen die „afd“ zu argumentieren.



    Das wäre ja auch schwierig,



    es ist doch viel einfacher, Andere für das Erstarken der „afd“ verantwortlich zu machen und zu kritisieren.



    Die wenigen Beiträge von Fachleuten zum Thema in der taz der letzten Wochen lauten, dass Diejenigen, die gegen Faschismus sind zusammenarbeiten müssten.



    Doch warum sollte man*frau sich ( geistig) bewegen?



    Untätig bleiben und Meckern ist schließlich der Deutschen hervorstechenste Eigenschaft.



    Das können Linke genauso gut, wie Rechte.

  • Duplozug

    Ein Austausch bringt rein gar nichts. Und das Problem der SPD ist nicht, dass sie aus Sicht der "Linken" zu wenig Links ist.

    • Sole Mio

      @Duplozug:

      Korrekt 👍

  • Bürger L.

    Natürlich wäre es naiv zu erwarten, dass die ehemals SOZIAL-Demokratische -Partei nur durch das Austauschen der Führungsspitze zu retten wäre.

    Um auch nur ansatzweise zu den sozialdemokratischen Wurzeln zurück kehren zu können, bedarf es allerdings einer Neuausrichtung, die auch durch die entsprechenden Köpfe an der Parteispitze repräsentiert wird.

    Es wäre unrealistisch zu erwarten, dass dies in einem kurzen Neustart und Sprint zu erledigen ist. Notwendig ist eher ein Marathon, der möglicherweise anfangs auch von nicht so profilierten Politiker*innen angeführt wird.



    Darauf zu warten, dass irgendeine charismatische linksorientierte Persönlichkeit aus dem Nichts auftaucht, verkennt die Dramatik der momentanen Situation der SPD.

    Notwendig ist jetzt eine klare Trennung von Parteivorsitz und Minister*innen Amt, eine selbstbewußte Annäherung an einzelne Positionen der Linkspartei , verbunden mit einem klar ökologischen Kurs.



    Das wäre dann zwar ein neue Sozialdemokratische Partei, aber sie wäre für Wähler*innen wieder klar erkennbar.



    Einen schnellen einfacheren Weg aus der Misere gibt es nicht.

  • Chaos-NRW

    Das Problem der SPD ist, dass die Funktionäre auf nahezu allen Ebenen völlig den Kontakt dazu verloren haben, was die eigenen Wähler wollen. Und auch wenn das hier wahrscheinlich keiner lesen will, das ist ausdrücklich kein weiterer Linksrutsch.

    Die SPD hat ihre Hauptwählerschaft eigentlich in der arbeitenden Bevölkerung. Und die will keinen weiter ausufernden Sozialstaat, die will sich von ihrer Arbeit endlich wieder mehr leisten können. Nicht ohne Grund verliert die SPD den Großteil der Wähler nach rechts.

    • nihilist

      @Chaos-NRW:

      Mehr Netto vom Brutto wollen die Arbeiter! Dass da noch keiner drauf gekommen ist. Damit könnte die SPD sicher schnell wieder 18 Prozent anvisieren.

    • Bürger L.

      @Chaos-NRW:

      So so, die Wähler*innen wollen also ihrer Meinung nach keinen "weiteren Linksrutsch".... wann war denn der letzte Linksrutsch der Partei?



      Ich kann mich daran garnicht mehr so richtig erinnern.



      Mein Eindruck ist eigentlich, dass die SPD, seit sie ihre Liebe zur "Mitte" entdeckt hat, eher immer weiter von links in die umgekehrte Richtung gewandert ist.

      • Chaos-NRW

        @Bürger L.:

        Wenn Ihr Eindruck richtig wäre, wie erklären Sie dann, dass die Wählerwanderungen bei den letzten Wahlen eigentlich immer klar Richtung CDU und AfD ging? Das mit einem Linksruck zu beantworten scheint mir nicht logisch.

    • Schmetterling

      @Chaos-NRW:

      Die arbeitende Bevölkerung will weniger Rente und Kürzung der Krankenkassenleistungen? Ich glaube fast, da kennen wir unterschiedliche Arbeiter*innen

      • PeWi

        @Schmetterling:

        Die "arbeitende Bevölkerung" hier im Dorf will solche Kürzungen bei jenen, die nie Renten- oder Krankenkassenbeiträge gezahlt haben, also Bürgergeldbeziehern oder Flüchtlingen. Dabei spielt es dann keine Rolle, ob sie das nicht können, weil unsere Vorschriften für Flüchtlinge und Asylbewerber ihnen das verbieten.

        Und seltsamerweise kennt hier auf dem Land fast jeder jemand, der/die vom Bürgergeld lebt, obwohl er/sie arbeiten könnten. Wenn dann noch festgestellt wird, dass die zuständige Behörde da nicht einschreitet, dann öffnen sich die Ohren für die Parolen der AfD noch etwas mehr.

        Ich kann schon nachvollziehen, dass es Leute ärgert, wenn sie für eine neuen Waschmaschine sparen müssen, während andere, die nicht arbeiten, sie auf Kosten der Steuerzahler bekommen.

        Und diese Leute wollen eben auch nicht, dass die "Superreichen" höhere Steuern zahlen müssen, um all das problemlos finanzieren zu können, sondern sie wollen, das Leistungen gekürzt, oder gar gestrichen werden, die sie als ungerecht empfinden.

        Dennoch sind die Leute sehr hilfsbereit, wenn jemand in Not ist. Man kümmert sich um alte Verwandte und erledigt Einkäufe oder putzt für die Nachbarn, die es nicht mehr können.

  • Reinero66

    Die Aufrüstung ist nicht der Hauptpunkt der Verschuldung, das ist der Sozialbereich. Leider fehlt das Geld in der Infrastruktur,



    Dies merken auch die Bürger und schieben Frust.



    Da nützen neuer Gesichter auch nichts.

    • nihilist

      @Reinero66:

      Die Renten werden doch gekürzt. Das ist auch der einzige Weg, den Sozialetat spürbar zu entlasten - bei den Totalverweigerern waren ja leider doch keine Milliarden zu holen und die Kürzungen bei Geringverdienern und Familien tragen auch nicht weit.

      Da müsste doch jetzt eigentlich Frohlocken bei den Bürgern herrschen

  • Nachtsonne

    Die Analyse erscheint unvollständig. Die SPD-Basis ist mit dem Thema Migration reichlich unzufrieden, aber aus anderen Gründen, als im Artikel postuliert wird. Spätestens wenn Lars K. den Haushaltsentwurf für 2027 verkündet mit Rekordneuverschuldung laufen auch die CDU-Waehler zur AFD ueber. Die Sozies haben bekanntlich schon längst über die Brandmauer gemacht. Unfassbar, wie man mit der Theorie versucht die reale Welt zu widerlegen. Die AFD-Spitze schickt demnächst Präsentķörbe an die Grünen, die SPD und Hr. Merz als Kanzler der Reste-CDU.

  • Donni

    Juristin und Politikwissenschaftler, genau das, was die SPD dringend braucht.



    Macht doch mal einen VW-Arbeiter oder eine Aldi-Kassierin zum Chef! Da besteht wenigstens die Möglichkeit, dass der/die weiß, was so in der Bevölkerung gewünscht wird.

    • Philippo1000

      @Donni:

      Die SPD ist historisch betrachtet, die Partei, die Menschen aus dem Arbeitermilieu fortgebildet hat und den Aufstieg ermöglichte.



      Bärbel Bas ist das beste Beispiel dafür.

      • Donni

        @Philippo1000:

        Mag ja sein, aber lesen Sie mal deren Biographie.

        Ausbildung, Weiterbildung und Politik. So wirklich gearbeitet, jenseits der Politik und den Weiterbildungsmaßnahmen hat die kaum.



        Ihre Karriere ist bewundernswert und zeugt von Fleiß, Ausdauer und Zielstrebigkeit, nur als Arbeiterbeispiel taugt sie nichts.

  • THu

    Überinterpretiert! Selbstverständlich ist das Sachproblem der SPD gleichzeitig ihr Personalproblem. Die Parteispitze ist es doch wohl, die seit vielen Jahren genaue diese inhaltliche Ausrichtung praktiziert und verteidigt. Das Gegenteil grenzt an einen Verschwörungsglauben.

    Richtig ist hier sicherlich die Aussage von der ungelegenen Personaldiskussion. Aber wer immer aufschiebt, wird irgendwann eingeholt.

    Nichts ist hier neu oder aufregend. Im Gegenteil, die SPD ist eine lahme Ente, weil sie es so will.

  • hedele

    Der Fehler von CDU und SPD liegt meines Erachtens darin, dass sie davon träumen, dass alles wieder wie zu Hochzeiten der fossilen Wachstumsexzesse in der Jugend ihrer Vertreter in den 80er Jahren wird: Die CDU träumt von geistig-moralischer Wende mit Deregulierung und Aktienboom. Die SPD möchte den Sozialstaat in allen Facetten richtig ausgestalten.



    Die Wahrheit ist aber, dass beide zu ihren Gründungswuzeln zurückmüssen: Die CDU muss ein christliches wertkonservatives Weltbild gegen die faschistoiden Revoluzzerträume der AfD und ihrer Hetze auf Menschen setzen. Die SPD aber muss Marx wieder herauskramen und darf sich nicht zu fein sein, gegen die aggressive Vernichtungsstrategie Chinas mit massiver staatlicher Forschungsförderung und Verstaatlichung gefährdeter Betriebe anzugehen. Sie muss dabei, wie Peking, einen in sich konsistenten Plan generalstabsmäßig und ressourcenschonend (ja, auch mit Enteignungen!) verfolgen. Wenn Menschen dies verstehen, wissen sie auch wieder, wofür die SPD steht und was man bekommt, oder eben auch gerade nicht bekommt, wenn man sie wählt.

  • Jalella

    Die Frage ist: sind es nur wenige in der sPD, die neoliberale Politik ihrer Parteispitze stützen? Dann sollte die sPD sich an demokratische Prinzipien erinnern und sie in die Wüste schicken.



    Sind es nur wenige, die Kritik an der Spitze haben? Dann ist die sPD sowieso verloren. Dann sollten die letzten verbliebenen echten Sozialdemokraten zur Linken wechseln, die ja sowieso das ist, was die SPD mal war (als man das "S" noch nciht klein schrieb).

    Statt "bis an die Grenze dessen, was das Grundgesetz hergibt" arme Menschen in Not noch mehr zu drangsalieren, sollte man vielleicht man Immobilienkonzerne "bis an die Grenze dessen, was das GG hergibt" behandeln (Artikel 15) und sie vergesellschaften. Das würde viel Wohnraum bezahlbar machen. Es würde das Wohngeld senken, ohne arme Menschen noch ärmer zu machen, indem die Mieten sinken. Und es würde viel Kaufkraft freimachen, um die Wirtschaft anzukurbeln, die ja ein Nachfrageproblem hat.

    Kaufkraft schaffen durch herabgesetzte Mieten (Vergesellschaftung plus Mietendeckel? Genau. Überlegt mal, welch riesiger Teil des Gehalts der 53% Menschen, die in Deutschland zur Miete wohnen, reiche Vermieter noch reicher macht.

  • Don Geraldo

    Der Niedergang der SPD begann am Wahlabend 2005.



    Es gab damals keine Mehrheit, um Kanzler Schröder abzuwählen. Der hätte bequem als Kanzler einer Minderheitsregierung im Amt bleiben können, während die CDU sich ob ihrer Niederlage zerfleischt hätte. Eine Neuwahl zum passenden Zeitpunkt hätte Schröder klar gewonnen.



    Oder die SPD hätte die rot-grün-rote Mehrheit genutzt, dann halt ohne Schröder.



    Stattdessen wurde Schröder trotzdem geopfert, und die Funktionäre hinter ihm machten es sich als Juniorpartner der CDU bequem und retteten damit Merkels Karriere.



    Auch 2013 wurden die SPD-Funktionäre lieber Juniorpartner als schwarz-gelb mit rot-rot-grün abzulösen.



    2021 hatten die Leute Merkel und ihre CDU so satt, daß der SPD die Kanzlerschaft ganz von selbst zuviel. Aber die wurde in der Ampel verspielt, weil mittlerweile viele SPD-Funktionäre mehr grün als rot waren.

    Die SPD ist mittlerweile unabhängig von Wahlergebnissen, überall findet man mittlerweile gescheiterte SPD-Funktionäre in Führungspositionen. Nahles (Bundesagentur für Arbeit). Fahimi (DGB), Schäfer-Gümbel (GIZ) sind nur die Spitze des Eisbergs.



    Klingbeil und Bas sind absolut passend für die heutige SPD.

    • Hildebrand Felixflash

      @Don Geraldo:

      🙏

  • Irgendwasdazwischen

    "bei gleichzeitiger Rekordverschuldung zum Zweck der Aufrüstung", was ist denn das für ein realitätsfremde Aussage? Wenn es denn wenigstens so wäre und man die Landesverteidigung überhaupt wieder gewährleisten könnte. In Wirklichkeit wird der absolute Großteil der Schulden wieder dafür hergenommen, um Konsum in Form von Sozialprogrammen und Klientelpolitik jedweder Farbe zu finanzieren. Infrastrukturausgaben werden vom regulären Haushalt in die "Sondervermögen" verschoben, um die ausufernden Konsumausgaben zu finanzieren.

    • RosaLux

      @Irgendwasdazwischen:

      Das ist nicht realitätsfern, das bestätigen sogar Medien, denen man wahrlich nicht vorhalten kann, links zu stehen:



      www.stern.de/news/...tung-37353544.html



      Hören Sie also bitte auf mit so einer Propaganda. Der Sozialstaat wird gerade an allen Ecken und Enden geschröpft.

  • Sole Mio

    Frau Schwesig und Herr Özdemir sind gute Beispiele dafür was in der Politik falsch läuft.

    Beide wurden gewählt, da sie sich von ihrer Bundespartei und deren Politik deutlich abgrenzen. Özdemir hat sich sogar noch Boris Palmer ins Team geholt, den die Grünen teilweise verteufeln.

    Und was machen die Bundesparteien?



    Sie gehen weiter stur Ihren Weg, ohne groß darüber nachzudenken, ob sie nicht selbst auch etwas ändern müssten. Das dann die Wähler ausbleiben ist dann immer wieder eine Überraschung, statt Einsicht erzählt man dann, dass sie ihre Politik nur nicht richtig rüberbringen konnten.

  • StevenK

    Es wird gesagt, die Wirtschaft stecke in einer Krise. Dabei gründen sich viele Start-Up's und die BRD ist eine der wirtschaftstärksten Nationen.

    • FriedrichHecker

      @StevenK:

      Die Start-Ups müssen nicht nur gegründet werden, sondern auch nachhaltig Erfolg haben.

      Im Gegenzug sind übrigens in manchen Gegenden deutlich mehr als die Hälfte der inhabergeführten Handwerks- und Kleinbetriebe mittelfristig in der Existenz gefährdet, wenn man das Alter des Betriebsinhabers und den Status der Nachfolgeregelung betrachtet...

    • Dietmar Rauter

      @StevenK:

      Die Start ups kommen von nicht mejr in der Großindustrie erwünschten Hochschulabsolventen, die aber als Mitarbeiter gerade in Zeiten von Chat-GBT zu teuer geworden wären. Dabri sind die Ideen und Neuerungen der Start Ups gerade diejenigen, die uns hierzulande groß´werden ließen. Wenn sie zum Wohle einer Gesellschaft und für alle unterwges sind und nicht für Unternehmen, die die Erkenntnisse global verhökern und letzt lich im Globalismus scheitern, könnten wir wieder einig und ein reiches Land werden/bleiben, wenn alle gleichermassen davon profitieren, Wirtschaften und Arbeiten für ein Gemeinwohl !

    • Reinero66

      @StevenK:

      Start Ups haben so gut wie keinen Effekt in D, die meisten gehen im ersten Jahr Pleite. Das ist kein Bereich, der außerhalb von Berlin oder Leipzig funktioniert.

  • Okay

    Meine Güte, über die SPD einen Kommentar zu schreiben – das muss aber frustrierend sein.



    Eine Partei, die sich selbst zerlegt, weil sie weder Persönlichkeiten noch ein Konzept für die Gegenwart hat, geschweige denn für die Zukunft. Deren Anhängerschaft in dieser Form schon lange nicht mehr existiert.

  • EchteDemokratieWäreSoSchön

    Der Autor hat recht, dass das Problem sowohl der SPD als auch der Regierung als Ganzes nicht in erster Linie die Personen sind (Klingbeil, Bas, Merz), sondern die Politik, die von einem Großteil der Bevölkerung als ungerecht und schlecht empfunden wird. Über 80% sind unzufrieden damit.



    Daher würde es der SPD nicht viel nützen, nur die Gesichter an der Spitze auszutauschen. Dies hat die SPD seit Schröder oft getan. Aber der Niedergang von 40% 1998 auf nun noch 12% war fast stetig, nur kurz unterbrochen, weil Laschet sich so dumm angestellt hat.



    Dabei liegt es eigentlich auf der Hand, was geändert werden müsste. 80% der Bevölkerung sind für eine höhere Besteuerung von Milliardären und Superreichen (>100 Mio. $). Deren Vermögen hat seit 2024 um 400 Mrd. $ zugenommen. Eine um 50-100 Mrd. € höhere Besteuerung würde die Politik ermöglichen, die von 80-90% der Menschen wieder als gerecht empfunden würde. Man müsste nicht mehr versuchen, aus den kleinen Leuten an allen möglichen Stellen noch den letzten Euro herauszupressen. Wenn die SPD eine solche Politik durchsetzen würde, würde es sowohl ihr als auch der Demokratie nützen. Ob die neuen Gesichter die Kraft dazu haben, das ist die Frage

    • Reinero66

      @EchteDemokratieWäreSoSchön:

      Schön wäre es auch, wenn sich die SPD wieder den Arbeitern zu wenden würde und nicht den Transferempfängern.



      Und Dinge, wie sie scheinbar in Köln passiert sind (500 verhinderte Abschiebungen) , nicht ahnten sondern beschwichtigen.

      • EchteDemokratieWäreSoSchön

        @Reinero66:

        Von den 500 verhinderten Abschiebungen weiß ich nichts. Aber die SPD müsste in jedem Fall eine Politik machen, bei der Arbeiter sich nicht unfair behandelt fühlen - weder gegenüber Migranten und Bürgergeldempfängern noch gegenüber Reichen und Unternehmen.