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Prämien für Teslas E-Mobilität weiter fördern!

Susanne Schwarz

Kommentar von

Susanne Schwarz

Wegen guter Absatzzahlen wird die E-Auto-Prämie infrage gestellt. Auch weil vor allem Tesla profitiert. Doch ihre Abschaffung würde die Falschen treffen.

E s gibt nicht viel, für das man Schwarz-Rot loben kann, erst recht nicht in der Klimapolitik. Die E-Auto-Prämie ist aber so ein Fall. Die Ampel-Regierung hatte sie abgeschafft, die E-Auto-Zulassungen krachten zusammen, die aktuelle Regierung führte zu Jahresbeginn wieder eine Zahlung ein. Dass jetzt diskutiert wird, sie wieder zu streichen, ist ein Fehler.

Im Juli waren fast 30 Prozent aller Neuwagen in Deutschland vollelektrisch. Der Ökonom und Mobilitätsexperte Ferdinand Dudenhöffer zweifelt angesichts der Absatzzahlen nun am Sinn der Förderung. Dudenhöffer steht nun wirklich nicht im Verdacht, der Elektromobilität schaden zu wollen, vielmehr ist er ein langjähriger Verfechter. Er sorgt sich eher um das Steuergeld und dass die Prämie ausländische Unternehmen statt die kriselnde deutsche Branche begünstige.

Das stimmt zwar – ist aber sogar ein positives Symptom der sozial gestaffelten Prämie. Fast die Hälfte der Bewilligungen entfällt auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro. Diese Personen entscheiden sich tendenziell für kleine E-Autos, wie es sie vor allem von chinesischen Anbietern gibt. Ihnen macht die Prämie die Elektromobilität erst zugänglich.

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Die deutschen Hersteller haben gepennt

Die deutschen Hersteller haben das Segment verpennt. Das ist ein Problem für den Industriestandort und für die Menschen, deren Arbeitsplätze in einer lange sicher geglaubten Branche nun auf dem Spiel stehen. Fürs Klima aber ist es egal, aus welchem Land ein E-Auto kommt. Relevant ist, dass es kein Verbrenner ist.

Die Kehrseite: Die bislang meistgeförderte Marke ist Tesla. Es ist davon auszugehen, dass deren Käu­fe­r*in­nen dieses Geld nicht gebraucht hätten. Ist das Verschwendung von Steuergeldern? Vielleicht. Trotzdem gibt es viel wichtigere Baustellen. Der Staat finanziert klimaschädliche Zwecke wie etwa das Diesel-Privileg mit rund 65 Milliarden Euro im Jahr, unter Schwarz-Rot dürfte es noch mehr werden. Dort sollte die Regierung sparen, bevor sie jeden halbwegs klimafreundlichen Euro doppelt und dreifach umdreht.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Susanne Schwarz

Susanne Schwarz Leiterin wirtschaft+umwelt

Jahrgang 1991, leitet das Ressort Wirtschaft + Umwelt und schreibt dort vor allem über die Klimakrise. Hat ansonsten das Online-Magazin klimareporter° mitgegründet.
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37 Kommentare

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  • Sole Mio

    Ich bin gespannt wo wir in 10 Jahren stehen und wie wir dann das Thema beurteilen.

    Wenn man hochrechnet wie viel Seltene Erden und Kupfer wir benötigen, wenn wir voll elektrisch unterwegs sein werden, kommen einem trotz 90%Recyclingquote viele Bedenken.

    Wie die Abbaugebiete jetzt teilweise schon aussehen, wieviel Grundwasser verseucht wurde, in China jetzt schon ein riesiger Stausee vorhanden ist in dem Säure und radioaktive Abfälle aus deren Gewinnung ungehindert versickern. Menschen und Tiere massiv unter Fehlbildungen und Krebserkrankungen leiden.

    Ich bin mir sicher, die Zukunft wird größtenteils elektrisch sein. So wie jetzt dürfen wir das jedoch nicht skalieren! Wir müssen unbedingt die Produktionskette verfolgen und diese auch mit einpreisen!

  • Sole Mio

    Und was tut der Staat für diejenigen, bei denen es mit dem Elektroauto nicht funktioniert?

    Grundsätzlich sollte eine solche Förderung direkt an den Köufer gehen. Beispielsweise vom Staat geförderte/bezuschusste Versicherung, oder eine definierte Summe für Ladekosten, die steuerlich absetzbar sind. Dann geht das Geld nicht nach China, USA,…

  • Theo Weyers

    Wichtiger als die Förderung der E-Autos ist in meinen Augen die Förderung der Ladeinfrastruktur, vor allem in Mehrfamilienhäusern. Ich konnte erfreulicherweise meine Miteigentümer vor ein paar Wochen überzeugen, dass wir die Hauselektrik so aufrüsten und die Stellplätze/Garagen so verkabeln, dass sich jeder Eigentümer, der das möchte, eine Wallbox installieren kann. Ich bin mir nicht sicher, ob die Miteigentümer ohne die in Aussicht stehenden Fördermittel zugestimmt hätten, einen großen Haufen Geld auszugeben, damit in erster Linie ich mein Auto laden kann. Es gibt zwar einen Rechtsanspruch, der ist in der Praxis aber nicht sonderlich hilfreich.

    Die sehr unterschiedlichen Interessen der Eigentümer sind häufig ein Problem in Eigentümergemeinschaften. Manche haben vermietet, manche wohnen selber in der Wohnung. Die finanziellen Möglichkeiten sind häufig auch unterschiedlich. Das ist auch etwas absurd beim Förderprogramm für Wärmepumpen: Vermietende Eigentümer kriegen maximal 30% Förderung, selbst nutzende bis zu 80%. Vermietende Eigentümer haben zusätzlich auch weniger Nutzen von einer Wärmepumpe, weil die Energiekosten in erster Linie von den Mietern bezahlt werden.

  • Mondschaf26

    Die Mineralölsteuer sollte so lange erhöht werden bis es keine mehr gibt. Doch wie wird der Finanzminister diesen dramatischen Rückgang kompensieren?

    • Zippism

      @Mondschaf26:

      Auch ich bin natürlich unbedingt dafür, die Mineralölsteuer so lange zu erhöhen, bis es keine mehr gibt. Dass damit nicht nur Autofahrer, sondern über die Transportkosten auch Lebensmittel, Handwerk, Baustoffe und praktisch sämtliche Waren teurer werden und damit ausgerechnet Menschen mit geringem Einkommen besonders stark getroffen werden, ist dabei nur ein kleines Detail.

      Aber schön, wenn man soziale Gerechtigkeit konsequent so versteht, dass man die Armen und sozial Schwachen möglichst breitflächig belastet. Hauptsache, die klimapolitische Gesinnung stimmt.

    • Marcelo

      @Mondschaf26:

      Wenn das passiert ist die aktuelle Regierung schneller weg, als sie gucken kann! Was Sie in ihrer Aussage nicht bedacht haben, was alles teurer wird wenn die Mineralölsteuer immer weiter erhöht wird, das betrifft nicht nur das private Auto sondern sehr viel mehr.

  • Tom Tailor

    "Fast die Hälfte der Bewilligungen entfällt auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro. Diese Personen entscheiden sich tendenziell für kleine E-Autos, "

    Tatsächlich? Ich bin mir sehr sicher dass die überwiegende Anzahl der Haushalte mit diesem Einkommen gar keinen Antrag stellen sondern sich einen Gebrauchten kaufen, davon überwiegend Verbrenner.

    • Karl Schmidt

      @Tom Tailor:

      Dann ist es doch schön, dass die Prämie dafür sorgt, dass insbesondere solche Haushalte aufgrund der Prämie sich für die Anschaffung eines neuen BEV entscheiden konnten. Genau das hat die die Prämie bezweckt.

  • Tom Tailor

    Tesla? War das nicht vor einem Jahr noch das l'enfant terrible unter den E-Autos?

  • gyakusou

    Die deutschen Hersteller haben das E-Kleinwagen-Segment nicht verpennt. Es ist einfach mit den Standortbedingungen in Deutschland schwierig bis unmöglich, mit günstigen E-Autos Gewinne zu machen.

    • nihilist

      @gyakusou:

      Was für eine Tragödie, dass die Autohersteller so schlechte Standortbedingungen zum Herstellen von Autos vorfinden.

  • sutrebe

    Aktuell spricht sich herum (siehe Entscheidung von Rossmann zur Firmenflotte), dass gebrauchte E-Mobile kaum verkäuflich sind.

    Jeder, der ein neues Smartphone dann mehr als ein oder zwei Jahre nutzt, der kennt den Effekt; was die effektiv nutzbare Kapazität der Batterie angeht ...

    • Hugo

      @sutrebe:

      Hab ma kurz bei ner Autobörse geguckt, bis 10.000 Tacken 500 Kisten, tw. 13+ Jahre. Die Schüsseln sind gebraucht schlicht und einfach noch zu teuer und bei den aktuellen Leasingangeboten für E-Autos nageln sich wenige ne alte Karre ans Bein.

    • Kahlschlagbauer

      @sutrebe:

      Das ist nicht so. Checken Sie einfach mal, was sich auf dem Markt für gebrauchte EVs abspielt. Die Batterien halten länger als der Rest des Autos, und das spricht sich tatsächlich herum.

  • T-Rom

    Eine Kaufprämie für e-Autos scheint mir der falsche Weg um e-Mobilität zu fördern.



    Das größte Problem ist im Moment die fehlende Ladeinfrastruktur, wenn man über kein Eigenheim mit eigener Wallbox verfügt. Laden an öffentlichen Ladestationen ist unbequem (Verfügbarkeit, Parkzeitbegrenzung usw) und teuer. Um e-Mobilität für breitere Gruppen attraktiv zu machen, sollte man daher zuerst in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investieren.



    Im Moment ist das eine Zweiklassengesellschaft, wo Besitzer von Eigenheimen doppelt profitieren - günstig und bequem laden plus die Kaufprämie.



    Zumal man weiss dass Kaufprämien oft in den Taschen der Händler / Hersteller landen, da diese die Preisgestaltung entsprechend anpassen.

    • Kahlschlagbauer

      @T-Rom:

      Die Ladeinfrastruktur in Deutschland ist ausgezeichnet und der Nachfrage derzeit voraus.

      • T-Rom

        @Kahlschlagbauer:

        Wenn man damit zufrieden ist, dass man nach langem Suchen 1km von der Wohnung eine Ladesäule findet, wo man dann nach 4 Stunden das Auto wieder entfernen muss, und dafür dann noch mehr als doppelt so viel für die kWh zahlt, wie jemand mit eigener Wallbox - dann ist die Ladeinfrastruktur hier wohl wirklich OK.

  • Jörg Schubert

    Mich wundert, dass bei Kleinwagen immer nur von chinesischen die Rede ist. In unserem Nachbarland ist das anders. Renault hat schon drei Kleinwagen plus Dacia Spring im Angebot. Und die verkaufen sich gut.



    Es geht also auch in Europa - wenn man will...

  • Frauke Z

    Wenn E-Autos eine wirtschaftliche Chance auch für deutsche Hersteller sein sollen, dann muss der Markt auch irgendwann selbst funktionieren. Nur aus Subventionen entsteht auf Dauer keine Wertschöpfung. Vielmehr kann das nur ein Einstieg sein, damit der Angebot und Nachfrage überhaupt zustande kommt.



    Wenn E-Autos schon einen hohen Marktanteil haben, weshalb müssen sie bei hohem Marktanteil eigentlich immer noch gefördert werden?



    Wenn der Markt jedoch auch in Zukunft nicht allein funktioniert, dann liegt etwas im Argen, was sich mit Kaufprämien nicht reparieren lässt.

    • Momo33

      @Frauke Z:

      Deutsche Autobauer sorgen für Förderung, was glauben denn Sie, wen VW und BMW anrufen. Da kann dann der Polo mit 35000 angesetzt werden.

    • Kahlschlagbauer

      @Frauke Z:

      Das ist ein richtiges Argument. Allerdings sind die Subventionen für fossile Brennstoffe in Europa so hoch, daß dadurch ein Ungleichgewicht entsteht. Wenn das einmal weg ist, braucht es keine Prämie mehr.

      • Zippism

        @Kahlschlagbauer:

        Wenn man fossile Energien stärker belastet, sollte man das offen als Verteuerung von Mobilität und Transport diskutieren – und nicht so tun, als würden dadurch nur irgendwelche „Subventionen“ verschwinden.

  • SGouldo

    "Fast die Hälfte der Bewilligungen entfällt auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro. Diese Personen entscheiden sich tendenziell für kleine E-Autos, wie es sie vor allem von chinesischen Anbietern gibt."



    Das ist leider nicht ganz richtig. Auffällig viele Einkommen mit bis zu 45.000 € entscheiden sich für große, teure Autos. Es wird vermutet, dass das System wieder ausgenutzt wird und Rentner, also Menschen mit formal wenigem zu versteuerndem Einkommen, die maximale Förderung für ihre Kinder/Enkelkinder einstreichen. Deswegen profitiert auch vor allem Tesla.



    Das E-Auto wird sich auch so durchsetzen und braucht keine Förderung mehr. Neuwagen gibt es bereits ab ca. 16.000 € und werden weiter billiger (hier pennen die deutschen Hersteller tatsächlich). Neue Modelle kommen.



    Das verschwendete Steuergeld sollte lieber in die Ladeinfrastruktur gesteckt werden.

  • Momo33

    Nein. Es hält die Preise hoch, auch wenn Leapmotor so seinen Platz findet.



    Mit geringem Einkommen kauft man gebraucht. Das kann man dann anders belohnen.

  • Philippo1000

    Ja, das Management der deutschen Autobauer hat schon eine ganze Latte an Fehlleistungen zu verantworten.



    Der Dieselskandal hat Made in Germany insgesamt in Verruf gebracht.



    Die Fixierung auf den Chinesen Markt sorgt nun für Probleme, nachdem der für deutsche Fahrzeuge zusammen gebrochen ist.



    Betrachtet man die Krise als Chance, so haben die Manager jetzt die Gelegenheit, in kleine, bezahlbare E Autos zu investieren.



    Dieses Segment zu vernachlässigen, war ein weiterer Management Fehler.



    Kommt er noch, der Elektrovolkswagen, oder ist die deutsche Autoindustrie reformunfähig?



    Der Politik ist die Entwicklung jedenfalls nicht anzukreiden.

  • Janix

    Nö. Keine Belohnung von immer noch ökologisch Schädlichem!



    Sondern angemessen die externen Kosten von Verbrennerautos (und E-Autos) einfordern.



    Die Autoindustrie hat große Teile unseres Volkseinkommens jahrzehntelang weggelöffelt, jetzt reichts!

    • Bommel

      @Janix:

      Janix, ich glaube Sie verwechseln hier was. Die deutsche Autoindustrie hat in der Vergangenheit für große Teile des Volkseinkommens gesorgt (Wachstum, Steuerzahlung, hohe Löhne etc) und es nicht weggelöffelt. Schauen Sie sich mal an, in welchem Verhältnis die von mir genannten Parameter bspw. zur Abwrackprämie stehen. In Summe ein gutes Geschäft für den Staat, d.h. auch fürs Volkseinkommen.

    • Troll Eulenspiegel

      @Janix:

      Janix, da musst du noch viel weiter gehen, wenn du es ernst meinst. Komplettes Verbot des Individualverkehrs, zum Beispiel. So, wie autofreie Städte es tun.

      • Hans Dampf

        @Troll Eulenspiegel:

        Wenn Menschen die in Städten mit gutem ÖPNV leben und vom Leben am Land keine Ahnung haben, dann kommt es zu solch verdrehten Kommentaren wie dem Ihren. Hier haben viele Orte ab 20 Uhr nicht mal mehr einen Bus und sie reden von Verbot für Individualverkehr - aua.

      • Tom Tailor

        @Troll Eulenspiegel:

        Autofreie Städte? Nennen Sie mir eine. Und ich meine die ganze Stadt, nicht solche in denen lediglich autofreie Bezirke existieren.

        • Troll Eulenspiegel

          @Tom Tailor:

          Rom in der Antike, London bis ins 19. Jahrhundert und Zermatt in der Schweiz gilt als Stadt.

          Wenn aber "Stadt" definiert ist, dass das Auto immanent ist, dann sollten wir am Besten Konzepte überlegen, wie eine Stadt ohne Individualverkehr funktioniert. Mondlandungsargument: Wenn wir das können, schaffen wir andere Dinge auch.

          • Zippism

            @Troll Eulenspiegel:

            Rom hatte keine Autos, London bis ins 19. Jahrhundert ebenfalls nicht und auf dem Mond gibt es auch keine. Damit ist eigentlich alles bewiesen.

            Die Römer hatten übrigens auch kein Internet, keine Müllabfuhr, keine ICEs, keine Krankenhäuser mit MRT und keine Supermärkte. Der Amazonas hatte jahrtausendelang keine Autobahnen. In der Antarktis gibt es bis heute kaum Individualverkehr. Und auf dem Mount Everest fährt bekanntlich auch niemand mit dem SUV zum Gipfel.

            Konsequent weitergedacht müssten wir jetzt eigentlich nur noch herausfinden, wie die Römer ihre E-Mails verschickt haben. Dann haben wir das Verkehrskonzept der Zukunft endgültig geknackt.

          • warum_denkt_keiner_nach?

            @Troll Eulenspiegel:

            "Rom in der Antike"

            Weil es noch keine Autos gab. Individualverkehr gab es aber jede Menge. Besonders beliebt waren Sänften, die von Sklaven getragen wurden. Wollen wir da wieder hin?

      • Oleg Fedotov

        @Troll Eulenspiegel:

        Ein komplettes Verbot des Individualverkehrs kann es doch niemals geben.



        Denn dann hätte der Staat, als Gegenleistung ja sicherzustellen, das jeder/jede zu jeder geforderten zeit pünktlich an seinem Arbeitsplatz/Schule/Sportverein zu sein hat. Von Verwandtenbesuchen mal ganz abgesehen. Und nicht jeder dieser Termine ist mit dem Rad oder zu Fuß zu erreichen.



        Und das dann in einem Land, wo der ÖPNV nur durch Verspätungen und Ausfälle glänzt? Na Mahlzeit.



        Da kann man nur froh sein, das es noch Individualverkehr gibt.



        Denn warum sollte ich eine Autofreie Stadt aufsuchen, wenn dies nur mit dem zwang möglich ist, mich an einen Fahrplan zu halten? Denn in einer wirklich autofreien Stadt, dürfen ja auch keine E-Autos mehr fahren.

    • Axel Schäfer

      @Janix:

      Das sollte ja eine Lenkungswirkung haben, um von dem noch Schädlicherem weg zu kommen und nicht jeder in diesem Land kann auf persönliche Automobilität verzichten. Materialtransporte sind im ÖPNV, z.b. wenn überhaupt vorhanden, ziemlich schwierig.

      • Janix

        @Axel Schäfer:

        Die Lenkungswirkung erziele ich auch, wenn das noch Schädlichere endlich den großen Schaden auch selbst trägt und nicht sogar belohnt wird.



        Dann könnte es auch fahren und parken, wie es lustig ist. Nur dann. Räumen wir die Straßen wieder für die wirklich nötigen Fahrten, das wird auch die Stadtplanung wieder verbessern.

      • nihilist

        @Axel Schäfer:

        Materialtransporte macht man ja auch gemeinhin nicht im Privat-Pkw.