: „Baerbocks politische Karriere ist sicher nicht vorbei. Peinlich für die Meute“
Tanja Tricarico
Die misogyne Meute hat in dieser Woche mal wieder ihr Lieblingshassobjekt entdeckt. Annalena Baerbock, Ex-Außenministerin, noch Präsidentin der UN-Generalversammlung, Grüne. Wenn Baerbocks Amtszeit regulär am 8. September in NewYork zu Ende geht, wird sie an der ColumbiaUniversity lehren. Und dann auch noch als Professorin für GlobalLeadership.
Der Hassmotor lief in Deutschland nach dieser Nachricht auf Hochtouren: in den sozialen Medien und, ja, auch in Beiträgen verschiedenster Medienprodukte. Keine wissenschaftliche Qualifikation, katastrophales Englisch, überhaupt dieses Outfit und der unfassbare Schaden, den Baerbock international angeblich fabriziert habe, hieß es da.
Foto: Elke Seeger
Tanja Tricarico ist Redakteurin im Auslandsressort und schreibt über Außen- und Sicherheitspolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit.
Es ist der Neid, der aus so vielen, meist Männern, spricht – auch der neue FDP-Chef Wolfgang Kubicki tummelte sich in der Riege der Anti-Baerbockler: auf eine Frau, die die erste Außenministerin Deutschlands war, geschickt in PR ist, den Altersdurchschnitt der Macht senkt.
Und es schwingt Furcht mit. Denn Baerbocks politische Karriere ist sicher nicht vorbei. Peinlich, peinlich für die Meute.
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