+++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Wadephul will Verhandlungen vorantreiben
Außenminister Wadephul will mit seinem US-Amtskollegen Rubio Gespräche führen. Großbritannien kündigt an, die Produktion von Raketen zu unterstützen.
Foto: Michael Fischer/d/dpa
Bundesaußenminister Johann Wadephul will nach eigenen Angaben am heutigen Montag mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefonieren und ihm Eindrücke seiner jüngsten Reise in die Ukraine schildern. Er wolle Rubio bitten, im Sinne der Ukraine persönlich aktiv zu werden, sagt der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Die US-Diplomatie sei in dieser Hinsicht bisher im Wesentlichen in den Händen der US-Gesandten Jared Kushner und Steve Witkoff gewesen.
„Möglicherweise kann ich ihn (Rubio) selber auch veranlassen, dort noch mehr zu machen, aber wir werden auch auf anderen Wegen versuchen, jetzt Gespräche anzustoßen.“ Es gebe eine Reihe anderer Länder wie die Türkei, viele Golfstaaten und Ägypten, die „einen engeren Gesprächskontakt als praktisch alle Europäer zu Russland haben“. Mit diesen Ländern spreche die Bundesregierung. Es sei an der Zeit, parallel zur anhaltenden Unterstützung der Ukraine auch diplomatisch einen neuen Anlauf zu nehmen. (rtr)
Nordkorea will mehr Truppen nach Russland schicken
Nordkorea bereitet nach südkoreanischen Erkenntnissen die Entsendung weiterer Truppen nach Russland vor. Es gebe jedoch keine Anzeichen dafür, dass eine solche Verlegung unmittelbar bevorstehe, teilt das Verteidigungsministerium in Seoul auf Anfrage eines südkoreanischen Abgeordneten mit.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Russland vor gut zwei Wochen vorgeworfen, den Kriegseinsatz Zehntausender nordkoreanischer Soldaten vorzubereiten. Demnach sollten 30.000 bis 50.000 Nordkoreaner auf russischem Territorium stationiert werden. Die Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, hatte Selenskyjs Angaben zurückgewiesen. Nordkorea und Russland haben ihre militärische Zusammenarbeit seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine Anfang 2022 vertieft. So entsandte Nordkorea 2024 rund 14.000 Soldaten, um an der Seite Russlands in der Grenzregion Kursk zu kämpfen. Dort waren überraschend ukrainische Truppen einmarschiert. (rtr)
Tote durch Drohnentrümmer in Russland
In der südrussischen Stadt Krasnodar sind nach Angaben des örtlichen Gouverneurs zwei Kinder durch herabstürzende Drohnentrümmer ums Leben gekommen. Neun weitere Menschen, darunter sieben Kinder, seien verletzt worden, als die Trümmerteile in der Nacht eine private Kindertagesstätte trafen, teilt Gouverneur Weniamin Kondratjew über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem stürzten Trümmer auf Wohnhäuser und lösten einen Brand in Lagerhallen aus. Auch in der russischen Region Dagestan im Nordkaukasus verursachten herabstürzende Drohnentrümmer einen Brand in Lagerhallen, wie die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf regionale Behörden meldet.
Nach einem Drohnenangriff ist in einem Logistikzentrum des russischen Online-Händlers Ozon in der südrussischen Stadt Krasnodar ein Großbrand ausgebrochen. Der Betrieb sei eingestellt worden, teilt das Unternehmen über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Nach vorläufigen Erkenntnissen gebe es keine Opfer. (rtr)
Milliardenhilfen aus Norwegen
Norwegen plant für das Jahr 2027 weitere Finanzhilfen für die Ukraine in Höhe von 85 Milliarden norwegischen Kronen (9,2 Milliarden Dollar). Das teilt die Regierung in Oslo mit. Die Summe entspreche den Zuwendungen des Jahres 2026 und sei für militärische sowie humanitäre Zwecke vorgesehen, erklärt Ministerpräsident Jonas Gahr Støre bei einem Besuch in Kyjiw.
Unabhängig davon vereinbaren Finnland und die Ukraine eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Produktion von unbemannten Systemen, wie das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mitteilt. Geplant ist unter anderem ein Gemeinschaftsunternehmen für unbemannte Überwasserschiffe. (rtr)
Burnham will bei Langstreckenraketen helfen
Der britische Premierminister Andy Burnham kündigt vor seinem Antrittsbesuch in der Ukraine Unterstützung für die dortige Produktion von Langstreckenraketen an. „Die Sicherheit der Ukraine ist unsere Sicherheit“, erklärte Burnham. Großbritannien erlaube dem europäischen Raketenhersteller MBDA, geheime Informationen über britische Bauteile des Marschflugkörpers Scalp weiterzugeben, teilt Burnhams Büro mit.
Dies solle Frankreich und der Ukraine helfen, lokale Produktionslinien für die Waffe aufzubauen. Burnham wird in Kyjiw unter anderem mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zusammentreffen und eine Sitzung der sogenannten Koalition der Willigen leiten, einer Gruppe von Unterstützerstaaten der Ukraine. (rtr)
Russland greift Charkiw an
Bei einem russischen Angriff am Stadtrand von Charkiw im Nordosten der Ukraine wurden nach Angaben des regionalen Gouverneurs drei Menschen getötet. Rettungskräfte hätten acht Personen geborgen und in Sicherheit gebracht, von denen einige verletzt seien, teilt Gouverneur Oleh Synjehubow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Die Suche nach weiteren möglichen Opfern dauere an. (rtr)
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