Krieg mit den Huthis: Mindestens ein Dutzend Verletzte in Saudi-Arabien
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz greift im nördlichen Nachbarstaat an. Die Kämpfe zwischen jemenitischen Regierungstruppen und Huthis halten an.
afp | Bei neuen Angriffen der pro-iranischen Huthis im Jemen gegen Saudi-Arabien sind nach Angaben einer von Riad angeführten Militärkoalition mehr als ein Dutzend Menschen verletzt worden. Die Miliz habe Angriffe auf zivile Ziele in den Städten Chamis Muschait, Abha und Taif mit mehreren ballistischen Raketen und Drohnen ausgeführt, teilte die Militärkoalition am Dienstag im Onlinedienst X mit. Dadurch hätten 13 Zivilisten leichte bis mittelschwere Verletzungen erlitten. Zudem seien sieben Häuser und zwei Autos beschädigt worden.
Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen eine groß angelegte Offensive gestartet und bei Kämpfen gegen die jemenitischen Regierungstruppen die gesamte Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.
Die Huthis kontrollieren bereits weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Die Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudi-arabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen.
Saudi-Arabien unterstützt die jemenitischen Regierungstruppen im Kampf gegen die Huthis, die wiederum von Iran unterstützt werden. Am Freitag hatte Saudi-Arabien die wichtige Ost-West-Pipeline nach den Drohnenangriffen vorübergehend geschlossen.
Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hatte ab 2015 die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 kamen die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz weitgehend zum Erliegen. Nach den neuen Gefechten ist diese Feuerpause nun praktisch hinfällig.
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