Pendler und Familienticket: Bahn macht Monatskarten im Fernverkehr billiger
Um ein Viertel sollen die Preise für Fernpendler sinken. Außerdem wird das sogenannte Familienticket für bis zu fünf Reisende neu aufgelegt.
Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa
Besitzer von Monatskarten im Fernverkehr der Deutschen Bahn können sich auf eine Preissenkung freuen. Das Unternehmen senkt ab dem 21. Oktober die Preise für die Zeitkarten. „Die Monatskarte kostet dann 25 Prozent weniger als bisher“, kündigt der zuständige Bahnvorstand Michael Peterson an. Damit biete die Bahn den Kunden, die auf tägliche Fernfahrten angewiesen sind, weiter bezahlbare Mobilität.
Eine weitere Neuerung kann ebenfalls Kosten sparen. Die Monatskarten sowie die Schülerzeitkarten werden nur noch ohne Abo angeboten. Das bringe den Fahrgästen mehr Flexibilität, erläutert das Unternehmen. So würden zum Beispiel im Urlaub keine Ausgaben für ein ungenutztes Abo mehr anfallen. Zu den beliebtesten Verbindungen für Fernpendler zählen die Fahrten zwischen München und Ingolstadt oder Augsburg sowie von Düsseldorf nach Köln und zwischen Frankfurt und Mannheim.
Angesichts der Gesamtzahl an Passagieren im Fernverkehr betrifft die Preissenkung nur relativ wenige Fahrgäste. Etwa 10.000 Pendler nutzen die Monatskarten. Allen anderen Kunden bleibt der Trost, dass Bahnchefin Evelyn Palla die sonst übliche Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel im Dezember ausgesetzt hat. Bis zum Mai 2027 bleiben die Ticketpreise damit stabil.
Zudem führt die Bahn das ursprünglich auf die Sommermonate begrenzte Familienticket wieder ein. Bis zu fünf Personen können damit für 99,99 Euro in ganz Deutschland hin und zurück reisen. Die einfache Fahrt kostet 59,99 Euro. Die Platzreservierung ist inbegriffen. Gebucht werden können die Tickets dauerhaft ab dem 26. Oktober für Fahrten ab dem 1. November.
Anzahl der Familientickets beschränkt
Das Familienticket ist aber an Voraussetzungen gebunden. So muss wenigstens ein Erwachsender ab 15 Jahren mit bis zu vier Kindern reisen, oder zwei Erwachsene mit bis zu drei Kindern. Es besteht auch eine Zugbindung. Gegen einen Aufpreis kann eine Nahverkehrsstrecke dazu gebucht werden. „Das Ticket ist kontingentiert“, schränkt die Bahn das Angebot ein. So werde sichergestellt, dass auch ausreichend viele Sitzplätze vorhanden sind. Genauere Angaben zur Anzahl der verfügbaren Familientickets macht die Bahn nicht.
Die Digitalisierung beim Ticketverkauf schreitet weiter voran. Die Flextickets werden ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember auch in den Reisezentren nur noch als personalisiertes, digitales Ticket angeboten. Auch wenn die klassische Fahrkarte auf dickerem Papier nicht mehr erhältlich ist: „Auf Wunsch können die Tickets weiterhin ausgedruckt werden“, versichert die Bahn. Eine Mailadresse oder ein Smartphone benötigen die Fahrgäste dafür auch nicht. Sie nennen beim Kauf nur ihre Namen.
Eine weitere Vereinfachung führt das Unternehmen bei der Buchung von Gruppenreise ein. So wird es die Möglichkeit geben, den Sparpreis Gruppe kostenlos und unverbindlich für zwei Wochen zu reservieren. Auch die Stornofrist wird erweitert. Bislang können Gruppenreise bis sieben Tage vor der Abfahrt abgesagt werden, künftig ist das bis zum Vorabend des ersten Geltungstages der Fahrscheine möglich.
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