Wirtschaftsprognose für Deutschland : Erster Lichtblick
Die Wirtschaft in Deutschland wächst wieder. Bei allen Herausforderungen, vor denen wir stehen, ist das Grund für etwas Optimismus.
Foto: Wolfgang Maria Weber/imago
D ie Wirtschaft in Deutschland ist wieder auf Wachstumskurs. Die Ökonomen korrigieren ihre bisherigen Prognosen deutlich nach oben. Nun ist auch der Internationale Währungsfonds (IWF) optimistisch und rechnet mit einem Wachstum von 1,3 Prozent in diesem Jahr. Es wird Zeit, das Jammertal zu verlassen und auch die Stärken der hiesigen Wirtschaft anzuerkennen.
Zur Wahrheit gehört auch, dass die schuldenfinanzierten Sonderprogramme die Konjunktur beleben. Doch wer lieber ein halb volles Glas als ein halb leeres sieht, erkennt auch positive Anzeichen in der Wirtschaft selbst. In vielen Industriezweigen von der Chemie über die Bahnhersteller bis zum Maschinenbau und zu industrieller KI laufen die Geschäfte wieder besser. Das macht Hoffnung auf eine auch mittelfristige Stabilisierung der seit Beginn der Coronakrise dümpelnden deutschen Wirtschaft.
Doch ein Selbstläufer ist der zuversichtliche Ausblick natürlich nicht. Dazu gehören auch Reformen, die den Namen tatsächlich verdienen und nicht alleine der Kürzung von Ausgaben dienen. Bislang hat die Koalition aus Union und SPD nicht viel mehr als Ankündigungen hervorgebracht. Es wird Zeit, insbesondere die Sozialsysteme an die Gegebenheiten einer alternden Gesellschaft anzupassen.
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Konjunkturdämpfer aus dem Ausland
Und auch der Arbeitsmarkt steht vor Herausforderungen. Künstliche Intelligenz und veränderte Wettbewerbsbedingungen werden viele Jobs vernichten. An ihre Stelle können andere Tätigkeiten rücken, für die Arbeitnehmer auch vorbereitet werden müssen. Die Arbeit geht nicht aus, sie verändert sich aber rasant. Und die Unternehmen sind gefragt, nicht mehr nur zu meckern und zu fordern, sondern mehr Kraft in die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen zu stecken.
Außer Frage steht trotzdem auch: Die nächsten Jahre werden herausfordernd bleiben. Die internationalen Rahmenbedingungen sind so schlecht wie lange nicht. Gegen die aus den Kriegen und Krisen ins Land schwappenden Konjunkturdämpfer kann keine Regierung viel ausrichten. Und wie diese sich weiterentwickeln, bleibt leider höchst ungewiss.
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