Sicherheitslücke bei PHP : KI kann auch eine Freundin sein
Die weltweite Sicherheitslücke bei PHP wurde erst dank KI entdeckt. Würde KI besonnen eingesetzt, könnte sie Daten schützen.
D as Problem ist riesig – und es liegt nicht bei der KI: Sicherheitslücken bei der Programmiersprache PHP betreffen Websites weltweit. PHP ist das technologische Fundament für einen Großteil der Webdienste, seine Schwachstelle hätte Einfallstor für Kriminelle werden können. In Gefahr wären dadurch nicht nur die Betreiber*innen der Websites, sondern auch alle Menschen, die dort Daten hinterlassen haben. Und die könnten erbeutet worden sein: E-Mail-Adressen, Passwörter, Kontodetails – sei es im Online-Shop oder bei einem Bürgerportal. Deswegen schalteten viele Betreiber*innen ihre Seiten ab und spielten Updates auf, die die Sicherheit wiederherstellen sollten.
Wenn Politiker*innen wie Marc Heinrichmann von der CDU, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums für Geheimdienste, Alarm schlägt, liegt er nicht falsch. Wir stehen tatsächlich an einem „Wendepunkt“. Auch dass KI jene Schwachstellen, deren Ausnutzung bisher als unwahrscheinlich gegolten hatte, in kurzer Zeit zu „echten Einfallstoren“ machen würde, ist nicht verkehrt. Tatsächlich häuften sich die Angriffe auf Seiten extrem, nachdem die Sicherheitslücke bekannt geworden war. Vermutlich waren viele davon auch durch KI unterstützt. Doch die eigentliche Rolle dieser Technologie ist in dem Fall eine andere, eine positive: Es war eine KI, die angezeigt hat, wo das Problem liegt.
Denn aufgedeckt wurden die Lücken laut unabhängigen Cybersicherheitsfirmen mithilfe von KI. Ohne sie wäre es vermutlich nicht möglich gewesen, die Sicherheitslücke zu finden. Die Software, mit der wir in nahezu allen Bereichen des Lebens arbeiten, ist inzwischen so komplex und die Menge der Anwendungen so riesig, dass es schwerfällt, sie ohne eine KI zu sichten und zu untersuchen.
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Die Lösung ist also nicht KI-Panik, sondern der besonnene Einsatz dieser Technologie. KI ist ein Werkzeug, das Kriminelle nutzen können. Aber ebenso auch all jene, die die Sicherheit unserer Daten wahren wollen – und damit unser Zusammenleben.
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