Grüngasquote für fossile Heizungen : Teures Täuschungsmanöver
Die Bundesregierung hat eine Grüngasquote für Heizbrennstoffe eingeführt. Stattdessen sollte sie eine Abwrackprämie für fossile Heizungen anbieten.
Foto: Wolfgang Maria Weber/imago
U mwelt- und Verbraucherverbände warnen mit Nachdruck vor dem Irrweg, den die schwarz-rote Bundesregierung mit der Einführung der sogenannten Grüngasquote geht – und sie haben völlig recht. Diese Quote sieht vor, dass ab 2028 Gas und Öl für fossile Heizungen einen bestimmten Anteil angeblich klimafreundlicher Brennstoffe enthalten müssen, etwa Bio-Methan. Die „grünen“ Gase oder Öle verdienen diesen Namen aber nicht. Denn sie sind nicht so klimafreundlich, wie die Bezeichnung suggeriert, und sie führen zu erheblichen ökologischen Schäden, weil die erforderlichen Pflanzen in Monokulturen angebaut werden.
Die Einführung der „Grüngasquote“ fürs fossile Heizen ist eine üble Finte der schwarz-roten Bundesregierung bei der Abwicklung des Heizungsgesetzes der Ampel. Sie will den Eindruck erwecken, dass die Klimaziele eingehalten werden können, auch wenn der Betrieb von Gas- und Ölheizungen unbegrenzt möglich bleibt. Doch das wird die Grüngasquote nicht erreichen – schon weil sie für die Industrie als Großverbraucher nicht gilt. Zudem ist völlig ungewiss, woher die gewaltigen Mengen an „grünen“ Brennstoffen überhaupt kommen sollen. Sicher ist dagegen, dass sie sehr teuer sind.
Den Preis für dieses Täuschungsmanöver zahlen künftige Generationen, die mit den dramatischen Folgen der Erderhitzung klarkommen müssen. Verbraucher:innen werden schon in wenigen Jahren mit den absehbar immens steigenden Kosten fürs Heizen mit Gas oder Öl kämpfen. Besonders bitter ist das für Mieter:innen, die keinen Einfluss auf die Art ihres Heizens haben, und jene, die sich von der Regierung blenden lassen. Im ersten Halbjahr 2026 wurden, trotz Klimakrise und Warnungen etwa von Verbraucherschützer:innen, immer noch mehr als 130.000 neue Gasheizungen verkauft.
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Dass angeblich grüne Brennstoffe keine Lösung sind, kann nur eins heißen: Die Bundesregierung muss sich korrigieren. Sie sollte eine Abwrackprämie für Öl- und Gasheizungen einführen, statt den Bürger:innen Sand in die Augen zu streuen.
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