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Anschlag gegen Flüchtlinge in ChemnitzUnbekannte werfen Brandsätze

Unbekannte haben in der Nacht zum Mittwoch einen Anschlag auf eine bewohnte Unterkunft verübt. Die Brandsätze konnten gelöscht werden.

afp | Unbekannte Täter haben am späten Dienstagabend einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Chemnitz verübt. Sie schleuderten insgesamt drei Molotowcocktails in Richtung von zwei Häusern der aus mehreren Gebäuden bestehenden Anlage, sagte eine Sprecherin der Polizei in Leipzig.

Die Behälter mit den Brandbeschleunigern seien aber drei bis vier Meter vor den Gebäuden auf eine Grünfläche gefallen und hätten keinen Schaden angerichtet.

Wie die Sprecherin sagte, ergaben unmittelbar nach der Alarmierung durch den Wachdienst eingeleitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen keine Ergebnisse. Unter anderem sei ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen, zudem ein Fährtenhund und zahlreiche Streifenwagen.

Die Flüchtlingsunterkunft im Chemnitzer Stadtteil Einsiedel wird vom Deutschen Roten Kreuz betrieben. Dessen Präsident Rudolf Seiters zeigte sich „entsetzt und zutiefst bestürzt über die verabscheuungswürdige Tat“. Die Täter hätten bewusst das Leben von Flüchtlingen und Helfern aufs Spiel gesetzt. Laut Seiters leben im gesamten Komplex 95 Menschen, darunter 27 Kinder im Alter von unter zwölf Jahren.

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