Ausschreitungen in Indien

Protest wegen Massenvergewaltigung

„Hängt die Vergewaltiger“: In Neu-Delhi ist es bei einem Protest nach der brutalen Vergewaltigung einer Studentin zu schweren Ausschreitungen gekommen.

Sie wollen Gerechtigkeit für die Studentin, die immer noch in Lebensgefahr schwebt: Demonstranten in Neu Delhi.  Bild: reuters

NEU-DELHI afp | Nach der Vergewaltigung einer Studentin in einem Bus durch eine Gruppe betrunkener Männer kommt Indien nicht zur Ruhe. Die Polizei ging am Samstag in der Hauptstadt Neu Delhi bei einer Kundgebung mit tausenden Teilnehmern mit Tränengas und Wasserwerfern gegen wütende Demonstranten vor.

taz paywall

Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?

Mehr Infos

taz.de

Zu den Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften kam es, als eine Gruppe aus überwiegend jungen Frauen und Männern versuchte, Polizeiabsperrungen zu durchbrechen und zum Haus des Staatspräsidenten vorzudringen.

Am vergangenen Sonntag hatte eine Gruppe von sechs Männern in einem Bus in Neu Delhi eine Studentin vor den Augen ihres Freundes mehrfach vergewaltigt und mit einer Eisenstange schwer verletzt. Danach warfen die Täter das Paar aus dem fahrenden Bus. Die junge Frau schwebte am Samstag noch immer in Lebensgefahr.

„Kein Weg, einen Dialog zu beginnen“

„Wir wollen Gerechtigkeit“ und „Hängt die Vergewaltiger“, forderten Demonstranten bei den Protesten, die den sechsten Tag in Folge andauerten. Die Demonstranten verlangten bei der Kundgebung landesweit bessere Sicherheitsmaßnahmen für Frauen und eine schärfere Strafverfolgung von Vergewaltigern.

Die Regierung rief die Demonstranten zur Ruhe auf. „Das ist keine Art zu protestieren“, sagte Innenministeriumsvertreter R.P.N. Singh dem Sender CNN-IBN. „Der Versuch, Gebäude zu stürmen und Barrikaden niederzureißen, ist kein Weg, um einen Dialog zu beginnen.“

 

Um einen Kommentar zu schreiben, registrieren Sie sich bitte.

Bitte halten Sie sich an unsere Netiquette.

Sie finden Ihren Kommentar nicht?

Ihren Kommentar hier eingeben