Ferienwohnung in Berlin-Neukölln: 29 BesetzerInnen festgenommen
Die Ferienwohnung wurde besetzt, um gegen Wohnungsnot zu protestieren. Die Polizei räumte und nahm BesetzerInnen sowie SympathisantInnen fest.
afp | Bei einer Protestaktion gegen Wohnungsnot haben Demonstranten in Berlin zeitweise eine Ferienwohnung besetzt. Wie die Polizei in der Hauptstadt am Mittwoch mitteilte, wurden bei dem Vorfall im Bezirk Neukölln am Vortag insgesamt 29 Menschen vorläufig festgenommen. Anzeigen seien unter anderem wegen Hausfriedensbruchs erfolgt.
Den Angaben der Polizei zufolge hatten sich etwa 50 Demonstranten vor dem Wohnhaus versammelt, einige drangen in die Wohnung im vierten Obergeschoss vor und erklärten diese für besetzt. Die per Notruf alarmierten Beamten räumten die Wohnung und nahmen dort 14 Menschen fest.
Deren Sympathisanten vor dem Haus versuchten der Polizei den Zugang zu versperren, wurden aber „mittels einfacher körperlicher Gewalt“ abgedrängt.
In Berlin und anderen Großstädten boomt das Geschäft mit der Vermietung privater Ferienwohnungen über Internetportale. Dies gilt als Faktor, der den Wohnungsmarkt zusätzlich belastet. Berlin hatte deshalb erst zum 1. Mai sein sogenanntes Zweckentfremdungsgesetz verschärft. Vermieter benötigen nun eine Sondererlaubnis.
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