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Sprengstoff-Anschlag auf Linkspartei„Weitere Stufe des Eskalation“

Unbekannte Täter greifen in Gera ein Büro der Linkspartei mit Sprengstoff an. Die Linke vermutet einen größeren Zusammenhang und ein Täternetzwerk mit rechtsradikalem Hintergrund.

GERA/ERFURT dpa | Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag einen Sprengstoffanschlag auf ein Büro der Partei Die Linke im thüringischen Gera verübt. Dabei wurden zwei Fenster und eine Tür beschädigt, Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Sprengsatz aus selbst gebastelten Böllern bestand.

Die Linke vermutet einen Zusammenhang mit der Vorführung des Dokumentarfilms „Blut muss fließen“ über Konzerte der gewalttätigen Neonazi-Szene am Montag in Gera und einem Anfang Juli in der Stadt geplanten Musikfestival von Rechtsextremen. „Das ist eine weitere Stufe der Eskalation bei der Bedrohung und Einschüchterung von demokratisch gewählten Abgeordneten und unserer Partei“, erklärte der Vorsitzende der Thüringer Linken, Knut Korschewsky.

Er forderte Behörden und Landesregierung auf, entschlossen gegen Neonazismus und rechte Gewalt vorzugehen und die Büros von Abgeordneten besser zu schützen. In dem betroffenen Haus sind die Büros der Landtagsabgeordneten Margit Jung und Dieter Hausold sowie des Bundestagsabgeordneten Ralph Lenkert untergebracht. Vor allem in ostdeutschen Bundesländern waren in der Vergangenheit Politiker-Büros immer wieder Ziel von Anschläge, die vielfach Rechtsextremisten zugeschrieben wurden.

Nach früheren Angaben des Erfurter Innenministeriums hatte es allein in Thüringen im Vorjahr 24 solcher Anschläge gegeben. Der überwiegende Teil der Angriffe sei politisch motiviert gewesen, zehn wurden der rechtsextremen Szene zugeordnet. Täter wurden aber bei all diesen Vorkommnissen nicht ermittelt.

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5 Kommentare

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  • C
    Crank

    Das bringt den Linken Zulauf! Und das ist gut so! Je dämlicher die Rechten, desto stärker werden die Linken. Typisch Nazzi, die Schwachen "verhauen" und mit den Starken kollaborieren. Dass die Linken von Verfassungsschutz observiert werden, gibt den Rechten noch Wind in die Segel. Ist das so gewollt?

  • E
    emil

    mauer hoch und gut.

  • W
    Weinberg

    Ist auszuschließen, dass der Verfassungsschutz des Freistaats Thüringen demnächst (nach der Auswertung der Informationen seiner Spitzen-V-Leute) zu der Erkenntnis gelangt, dass die Linkspartei den Sprengstoffanschlag selbst initiiert hat?

  • M
    Marc

    Es könnten aber auch versprengte Anhänger des Lafontaine gewesen sein. Ich würde es denen in ihrem Fanatismus zutrauen.

  • PA
    Peter Adam

    Und da sind se wieder ! Die dumpfbraunen Gesinnungstäter. Nichts aus der Geschichte gelernt und vollkommen Intelligenzbefreit.

    Ich für meinen Fall sehe zu das Ich diesem Land so schnell wie möglich den Rücken kehren werde, denn schon einmal hat meine Familie unter braunem Terror gelitten. Mein Großvater, ehemals kommunistischer Partisan im griechischen Widerstand verlor sein Leben durch die Hand der Deutschen. Ich bin den Menschen dieses Volkes bis auf die erwähnten Ausnahmen nicht gram. Ich habÍhn bedauerlicherweise nicht gekannt, doch Ich rufe jeden anständigen Menschen des deutschen Volkes zu: " Wehret den Anfängen !!" Zeigt einmal das Ihr Eier in der Hose habt.