Tödliches Virus in Westafrika: Erneuter Ebola-Fall in Liberia
Im Juni ist ein Jugendlicher in Liberia an Ebola gestorben. Zuvor galt das Land offiziell als „ebolafrei“. Noch ist unklar, wie sich der 17-Jährige angesteckt hat.
ap | Seit fast zwei Monaten galt Liberia offiziell als ebolafrei – nun ist das tödliche Virus erstmals wieder bei der Leiche eines jungen Mannes festgestellt worden. Dies teilte der für die Ebola-Bekämpfung zuständige stellvertretende Gesundheitsminister Tolbert Nyenswah am Montag mit.
Der 17-Jährige sei am 24. Juni gestorben und am nächsten Tag beigesetzt worden, erklärte Nyenswah. Wie er sich angesteckt habe, sei nicht bekannt. Einen Grund zur Panik gebe es nicht, sagte Nyenswah. Es seien keine weiteren Fälle bekanntgeworden.
Die Weltgesundheitsorganisation hatte Liberia am 9. Mai für ebolafrei erklärt, nachdem 42 Tage lang keine neuen Fälle bekanntgeworden waren.
Durch die tödliche Krankheit sind knapp 11.100 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen in Westafrika. Krankheitsfälle gibt es weiter in Guinea und Sierra Leone.
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