Podiumsdiskussion: Das Patriarchat brechen

Das Engagement der Frauen und der jungen Generation in Tunesien

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Tunesien. Frühjahr 2015. Der tunesische Frühling ist nicht im Chaos versunken. Das Land hat eine neue Verfassung ausgearbeitet, eine neue Regierung gewählt. Stärkste Partei mit 37 Prozent der Stimmen ist die säkulare Partei Nidaa Tounes.

Es ist ein demokratischer Fortschritt in der von Terror und Bürgerkrieg zerissenen arabischen Welt. Doch noch längst hat das Land seine Probleme nicht im Griff: Hohe Jugendarbeitslosigkeit, heruntergewirtschaftete Kommunen und alte Strukturen bremsen den Optimismus. Auch die alten Eliten greifen wieder nach der Macht. Was in den letzten Jahren nach der Revolution wirklich zählte und die Veränderung tatkräftig fortführte, war die Achtsamkeit und der Widerstand der Zivilgesellschaft. Frauen standen dort in den ersten Reihen. Wir haben zu unserem taz-Kongress am 25. 4. zwei Mitstreiterinnen aus der tunesischen Zivilgesellschaft eingeladen. Die Physikerin Faouzia Charfi und die Aktivistin Amira Yahyaoui.

Diese Veranstaltung findet in französischer Sprache statt, Simultanübersetzung über Kopfhörer möglich.