Podiumsdiskussion: Schaffen andere Worte andere Wirklichkeiten?

Diskriminierungsfreiere Sprache in den Medien

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Menschen „aus Einwandererfamilien“ statt „mit Migrationshintergrund“ und „Rassismus“ statt „Fremdenfeindlichkeit“? Übertriebene Political Correctness, finden die einen. Notwendig, um Lebensbedingungen von einzelnen Gruppen zu verbessern, sagen KritikerInnen.

Wie wichtig ist eine diskriminierungsfreiere Sprache in den Medien für das Leben von minorisierten Gruppen in Deutschland? Kann man noch über „Fremdenfeindlichkeit“ schreiben, wenn eine Person diskriminiert wird, die seit Jahren hier lebt? Oder haben Medien sowieso keinen Einfluss darauf, wie mit minorisierten Gruppen in Deutschland umgegangen wird? Weil immer neue Worte dazu führen, Diskriminierungen zu verdecken und sich nicht auf dem Blatt, sondern erst in den Köpfen etwas ändern sollte? Dahinter steckt die große Frage, ob Sprache wirklich Strukturen verändern kann und welche Rolle JournalistInnen dabei spielen.