Podiumsdiskussion: Fragile Männlichkeit

Cowboys, Macker, Hengste – eine politische Stilkritik

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Die Frauen machen den Männern Konkurrenz auf ihrem ureigenen Terrain. Umgekehrt werden einst als weiblich definierte Tugenden wie
Teamfähigkeit und Lust zur Kommunikation jetzt auch von Männern
gefordert. Männer müssen empfindsamer werden, was vielen entgegenkommt, einige ängstigt.

Das althergebrachte Bild des Manns befindet sich in Auflösung. Die
Frauen akzeptieren es nicht mehr, die Männer finden sich darin nicht
mehr wieder. Männer wollen empfindsamer werden, Väter wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen. Wieder andere haben Angst vor mächtigen Frauen. Männlichkeit ist ein fragiler Zustand geworden. Seyran Ateş, Ilka Quindeau, Michael Staack und Nils Pickert diskutieren darüber. Seyran Ateş vertritt als Rechtsanwältin und Publizistin die Rechte muslimischer Frauen. Ilka Quindeau beschäftigt sich als Psychoanalytikerin mit neuen Formen der Männlichkeit. Michael Staack erforscht die Soziologie des (männlichen) Körpers. Nils Pickert trägt hin und wieder einen Rock – seinem Sohn zuliebe.