20. März - 2. April 2016

China

Reiseleitung: N.N. in Kooperation mit Felix Lee (Die Reise 9. - 22. Oktober 2015 fällt aus)

Chongqing - überall wachsen Hochhäuser aus den alten Vierteln   Bild: Archiv

Kanton (Guangzhou) – Kunming – Chengdu – Chongqing

Sie erleben ein Land im Aufbruch: Heute ist Kanton (Guangzhou) eine blühende Industriemetropole. Früher reisten aus der südchinesischen Provinz Guangdong (dessen Hauptstadt Kanton/Guangzhou ist) Millionen Chinesen in die Welt, um ihr Glück als Kaufleute, Seefahrer und Arbeitskräfte zu machen - bis die Region selbst mit ausländischen Investitionen zur Werkbank der Welt wurde.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

LITERATUR ZUM EINLESEN

 

Preis: 3.570 € (DZ/HP/Flug)

Veranstalter: Eine-Welt-Reisen, Berlin, Tel: 030- 2504 4578

info@eineweltreisen.org

 

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Mit dem Boom hat sich hier im letzten Jahrzehnt wie in allen Metropolen eine junge Mittelschicht entwickelt, die inzwischen auch beginnt, sich wieder um das traditionelle Erbe zu kümmern, die sich aber vor allem für eine gesündere Umwelt und für lebenswerte Städte einsetzt.

Felix Lee, China-Korrespondent der taz in Peking seit 2012

In Kanton besuchen wir örtliche Initiativen, die sich für einen besseren Schutz des Trinkwassers und für die Begrünung der Städte stark machen, (urban gardening) und den Ort Kaiping erhalten wollen, den die UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt hat.

Über 1000 Flugkilometer (1600 Eisenbahnkilometer) weiter westlich liegt Kunming, die Hauptstadt der Provinz Yunnan - einer Region, die traditionell vom Zusammenleben ethnischer Volksgruppen geprägt ist. Die an Vietnam grenzende Provinz mit ihren Bergketten, Flüssen, Staudämmen gehört zu den schönsten Regionen des Landes. 

Örtliche Initiativen, die wir besuchen, bemühen sich unter anderem darum, die Biodiversität zu erhalten und einen umweltfreundlichere Landwirtschaft zu fördern - etwa durch die Verwendung von weniger schädlichen Pestiziden und Düngemitteln.

Wie alle Orte in China hat sich auch die Millionenmetropole Chengdu, Hauptstadt der noch weiter westlichen Provinz Sichuan, durch den Zuzug von Millionen Wanderarbeitern vom Land in den vergangenen Jahren gründlich verändert. Wie kommen die neuen Städter mit der neuen Situation zurecht? Wir besuchen einen Wanderarbeiter-Verein und Kunsthandwerkerinnen, die sich auf die traditionellen Erzeugnisse ethnischer Minderheiten als Grundlage für aktuelle Manufakturen stützen.

In Chongqing am großen Fluss Yangtse endet die Reise. Die Megametropole mit über 30 Mio Einwohnern gilt als größte Stadt der Welt. Der beste Ort, um mit örtlichen Architekten über moderne chinesische Stadtentwicklung und neue Modelle der Urbanität zu sprechen. 

China heute: die große Urbanisierung

Denn die erforderliche Urbanisierung des Riesenreichs stellt China vor enorme Herausforderungen. Will es seiner Landbevölkerung zu einem ähnlich hohen Wohlstand verhelfen wie den Menschen in den Städten, dürften nicht mehr als 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben.

Doch trotz der großen Landflucht, die es seit zwei Jahrzehnten bereits gibt, leben in China noch immer knapp 50 Prozent der Menschen auf dem Land. Und da viele der bereits existierenden Großstädte mit 20 oder mehr Millionen Einwohnern bereits an ihre infrastrukturellen Grenzen stoßen, schafft die Regierung seit Jahren landesweit neue Städte.

Und in den nächsten 15 Jahren sollen weitere 350 Millionen Menschen urbanisiert werden. Das entspricht der Bevölkerung der gesamten Europäischen Union.

Um diese große Flut an Menschen zu „Städtern“ zu machen, wird eifrig gebaut: Hochhäuser, Großsiedlungen, U-Bahnnetze, Flughäfen, Eisenbahnschienen, Autostraßen. Die Metropole Kanton am Rande der boomenden Region am Pearl-River-Delta wird dies gleich zu Beginn der Reise verdeutlichen.