19. Okt. - 3. Nov. 2013 (fällt aus)

China

Reiseleiterin Jutta Lietsch in Kooperation mit Felix Lee

Die Skyline von Shanghai.  Bild: Archiv

Peking – Chongqing – Yangzi-Schluchten – Hangzhou – Shanghai

Themenschwerpunkt dieser Reise: Chinas große Urbanisierung. Das Land erlebt einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung – und überall wachsen Hochhäuser in den Himmel. Denn das Riesenreich steht vor enormen Herausforderungen: In den nächsten 15 Jahren sollen 350 Miiionen Menschen urbanisiert werden. Das entspricht der Bevölkerung der gesamten Europäischen Union.

PROGRAMM

PREISE UND LEISTUNGEN

 

Preis: 3.380 € (DZ/HP/Flug)

Veranstalter: Eine-Welt-Reisen, Berlin, Tel: 030- 2504 4578

info@eineweltreisen.org

Die Reise kann nur beim Veranstalter gebucht werden.

Riesiges Reich, riesige Herausforderungen

Jutta Lietsch, taz-Redakteurin, Sinologin; war von 2001 bis 2012 taz-Korrespondentin in Peking 

Felix Lee, China-Korrespondent der taz in Peking seit 2012

So manche China-Reisende bekommt den Eindruck, das Reich der Mitte will um jeden Preis auch städtebaulich zum modernsten Land der Welt werden. Leider zuweilen auch ohne Rücksicht auf historisch gewachsene Stadtstrukturen. Doch wer nun denkt, die Bauwut der Chinesen sei ganz allein ihrem Größenwahn geschuldet, der täuscht sich.

Denn das Riesenreich steht vor enormen Herausforderungen. Will ein sich entwickelnder Staat seiner Landbevölkerung zu einem ähnlich hohen Wohlstand verhelfen wie den Menschen in den Städten, dürften nicht mehr als 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung von der Landwirtschaft leben.

Der Yangzi Fluss vor der Kuimin-Schlucht  Bild: Archiv

Doch trotz der großen Landflucht, die es seit zwei Jahrzehnten bereits gibt, leben in China noch immer knapp 50 Prozent der Menschen auf dem Land. Urbanisierung lautet darum das große Stichwort. Und da viele der bereits existierenden Großstädte mit 20 oder mehr Millionen Einwohnern bereits an ihre infrastrukturellen Grenzen stoßen, schafft die Regierung landesweit neue Städte.

Allein in den nächsten 15 Jahren sollen weitere 350 Millionen Menschen urbanisiert werden. Das entspricht der Bevölkerung der gesamten Europäischen Union.

Um diese große Flut an Menschen zu „Städtern“ zu machen, wird deswegen eifrig gebaut: Hochhäuser, Großsiedlungen, U-Bahnnetze, Flughäfen, Eisenbahnschienen, Autostraßen. Diese Herausforderung, „Chinas große Urbanisierung“, haben wir daher zum Thema dieser taz-Bildungsreise gewählt, die vor allem für Architekten und Städteplaner, aber auch einfach  städtebaulich Interessierte konzipiert ist.

Wie sich das Land dieser großen Herausforderung der Urbanisierung stellen möchte, werden Sie auf dieser abwechslungsreichen Reise mit Jutta Lietsch und Felix Lee erkunden.

Chongqing - überall wachsen Hochhäuser aus den alten Vierteln  Bild: Archiv

Die größte Stadt der Welt

Ausgangspunkt der Reise ist die Hauptstadt Peking, die trotz ihrer rasanten Modernisierung städtebaulich zumindest in ihren Grundzügen immer noch den Plänen der alten Kaiserstadt folgt.

Per Flugzeug geht es anschließend ins Landesinnere, wo die eigentliche Urbanisierung stattfindet. Von Chongqing, der mit über 30 Millionen Einwohner größten Stadt der Welt, am großen Fluss Chinas, dem Yangzi, gelegen, fahren wir auf einem Schiff den Fluss abwärts zum Dreischluchten-Staudamm. Im Zuge der Stauung wurden hier über zwei Millionen Menschen in höhere Gebiete umgesiedelt und ganze Großstädte neu errichtet.

Mit dem Nachtzug durchqueren wir schließlich das Land bis Hangzhou – der Stadt, die Marco Polo bereits als die schönste Stadt Chinas bezeichnete. Die Reise endet in der alten und neuen Hafen- und Wirtschaftsmetropole Shanghai – der Stadt, in der Chinas „Urbanisierung“ am weitesten gediehen ist und erlebt werden kann.

Der West-See in Hangzhou  Bild: Archiv

Die taz-Bildungsreise wird angereichert mit zahlreichen Experten-gesprächen zum Thema Architektur und Städtebau, mit vor Ort ansässigen Architekten, die einen Einblick in die aktuellen Chancen und Probleme des aufstrebenden Riesenreichs gewähren werden.