Der Atomkonzern Tepco gibt zu, dass die Kernschmelzen im März 2011 hätten verhindert werden müssen. Die Sicherheitsvorkehrungen waren unzureichend.

In einem Bericht räumte das Tepco ein, 2011 nicht auf das Erdbeben und den anschließenden Tsunami vorbereitet gewesen zu sein. Bild: dpa
TOKIO ap/taz | Der japanische Atombetreiber Tepco gibt sich die größte Schuld an der Katastrophe im havarierten Atomkraftwerk Fukushima. In einem am Freitag veröffentlichten Bericht räumte das Unternehmen ein, nicht auf das Erdbeben und den anschließenden Tsunami vorbereitet gewesen zu sein, der im März 2011 mehrere Kernschmelzen in der von Tepco betriebenen Atomanlage zur Folge hatte. Tepco hatte bisher erklärt, der Tsunami sei größtenteils an der Atomkatastrophe schuld.
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In dem Bericht heißt es nun, Ausrüstung und Sicherheitsvorkehrungen in der Anlage seien unzureichend gewesen. Die Kernschmelzen hätten verhindert werden müssen. Tepco habe auch nicht versucht, die Öffentlichkeit über Gefahren und Probleme in der Atomanlage aufzuklären. Der Bericht ist Teil einer internen Untersuchung, die Tepco vergangenes Jahr in Auftrag gegeben hatte.
Bereits im Oktober 2012 war der Atomkonzern von der Darstellung abgerückt, dass die Katastrophe unvermeidbar gewesen wäre. Tepco räumte ein, man hätte die Anlage an der japanischen Küste besser gegen die Naturkatastrophe hätte sichern können.
Im Dezember letzten Jahres sprach der Fukushima-Betreiber dann von „schlechten Angewohnheiten“. Erneut bekannte man sich zu einem mangelndem Sicherheitsbewusstsein im Vorfeld des Unglücks. Es war bis dahin das klarste Schuldeingeständnis des staatlichen Konzerns Tepco.
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