Rockband gegen Werbespot: White Stripes besiegen US-Luftwaffe
Die Rockband White Stripes hat die weitere Ausstrahlung eines Werbespots der amerikanischen Air Force gestoppt. Die unautorisierte Verwendung ihrer Musik darin sei eine "Beleidigung".
WASHINGTON afp/taz | Die US-Luftwaffe hat einen Werbespot für das Fernsehen zurückgezogen, nachdem die Rockband White Stripes gegen die Verwendung eines ihrer Lieder protestiert hatte. Der in der Vorwoche zum ersten Mal ausgestrahlte Rekrutierungsspot werde nicht mehr gezeigt, sagte Luftwaffensprecher Leslie Pratt am Donnerstag in Washington.
Die Rockgruppe hatte am Vortag Protest eingelegt. Sie beschuldigte die Streitkräfte des Missbrauchs ihrer Musik "für die Rekrutierung zu Zeiten eines Kriegs, den wir nicht unterstützen" und sprach von einer "Beleidigung". Die Band erläuterte, sie unterstütze die Armee dieser Nation, "zu Hause und in Zeiten wenn unsere Nation sie braucht und von ihr abhängig ist". Die Band wolle jedoch kein "Radzahn im gegenwärtigen Konflikt" sein. Zur rechtlichen Lagen teilte die Band mit: "Wir sind der Auffassung, unser Song wurde neu aufgenommen und ohne Erlaubnis der White Stripes, unseres Managements oder Verlags verwendet".
Der Luftwaffensprecher sagte, es sei den Streitkräften zunächst nicht klar gewesen, dass die Produktionsfirma den Spot mit einer Gitarrenmelodie von den White Stripes unterlegt habe. "Unser Ziel war lediglich, die besten und klügsten Amerikaner für den Dienst in der Luftwaffe zu gewinnen."
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert