Kommentar von STEPHAN KOSCH
Noch sind nicht alle Details geregelt, aber schon die am Mittwoch vom Kabinett verabschiedeten Eckpunkte zur Bankenregulierung zeigen: Die deutsche Finanzwirtschaft kommt glimpflich davon. Dies gilt insbesondere für die privaten Banken - allen voran die Deutsche Bank - und die Versicherungskonzerne. Letztere müssen nämlich gar nicht in den neuen Krisenfonds einzahlen, obwohl zum Beispiel auch der Allianz-Konzern munter mitgezockt hat bei den substanzlosen Geschäften, die die Weltfinanzkrise ausgelöst haben.
Doch genau diese Fragen interessieren die Bundesregierung nicht. Ihr geht es - anders als zum Beispiel US-Präsident Obama - eben nicht darum, den Verursachern der Krise die Rechnung für ihre Rettung zu präsentieren und sich das Geld des Steuerzahlers zurückzuholen. Sie beschränkt sich allein auf die Vorsorge für die Zukunft. In Anbetracht der sich abzeichnenden Verteilungskämpfe um den Staatsetat ist diese Bescheidenheit fahrlässig.
Ebenso problematisch ist es, dass Bundesfinanzminister Schäuble gemeinsam mit der Einführung der Bankenabgabe die Bemühungen um eine globale Steuer auf alle Finanzgeschäfte mal eben ins Reich der schönen Wünsche verabschiedet.

Stephan Kosch ist Redakteur im Ressort Wirtschaft und Umwelt bei der taz. Foto: taz
Dabei könnte nur sie alle verantwortlichen Akteure zur Kasse bitten und gleichzeitig die langfristig orientierten Anleger belohnen - ganz abgesehen davon, dass die Einnahmen daraus gewiss deutlich über den 1,2 Milliarden Euro pro Jahr lägen, die durch die Bankenabgabe hereinkommen sollen. Wenn es bei diesen Peanuts bleibt, dauert es an die 500 Jahre, bis jene Summe erreicht ist, die die Regierung auf dem Höhepunkt der Krise für den staatlichen Rettungsfonds Soffin mobilisiert hatte. So lange wird die nächste Krise nicht auf sich warten lassen.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
01.04.2010 17:50 | Amos
Dieses gekaufte Gesindel muss endlich weg. Bei dieser Politik kommt nichts gescheites mehr heraus. Man hat regelrecht angst ...
01.04.2010 10:09 | Klaus H
Was für "Quadratdeppen" hocken bei uns im Finanzministerium, oder sind sie doch nur noch Anhängsel einer "Iron Lady von Ack ...
31.03.2010 21:20 | Eberhard Frost
"Maßvolle Abgaben", sicher für die Banken - da hat unser Bundesfinanzminister schon recht! Augenwischerei für uns normal v ...