Kommentar von RALPH BOLLMANN
Am meisten dürfte Jürgen Rüttgers jetzt ärgern, dass er an einem Wahldebakel selber schuld sein wird. Bis Mitte Februar galt es als ausgemacht, dass eine schon damals absehbare Niederlage von Schwarz-Gelb ausschließlich auf den Einfluss der Bundespolitik zurückzuführen wäre, auf den Dauerstreit zwischen der Union und Guido Westerwelle. Rüttgers freute sich wohl schon darauf, mit einer schwarz-grünen Landesregierung das zukunftsträchtige Gegenmodell zum Bund zu etablieren. Doch Glamour wirds für ihn nicht mehr geben.
Sponsoring und Umwegfinanzierung haben sogar das Zeug dazu, die schwarz-grüne Perspektive ernsthaft zu gefährden. Zunächst einmal schlicht arithmetisch. Wenn Rüttgers CDU zu sehr schwächelt und es für Rot-Grün gleichwohl nicht reicht, bleibt am Ende womöglich nur eine große Koalition von CDU und SPD - für die Grünen der denkbar undankbarste Wahlausgang. Aber selbst wenn es so weit nicht kommt, wird es für die grüne Parteispitze mit jeder Affäre schwieriger, die eigene Basis von einem Bündnis mit dem als anrüchig empfundenen Ministerpräsidenten zu überzeugen. Und schließlich wird es einem angeschlagenen Rüttgers auch in der eigenen Partei immer schwerer fallen, für die nötigen Kompromisse in der Energie- oder Bildungspolitik zu werben.
Gleichwohl zeigen sich die nordrhein-westfälischen Grünen entschlossen, sich von der Affäre in der örtlichen CDU-Zentrale nicht allzu irritieren zu lassen. Zwar üben die Spitzenkräfte der Partei die obligate Kritik am Gebaren des CDU-Landesvorsitzenden. Doch vermeiden sie dabei tunlichst jede Einlassung, die eine spätere Koalition erschweren könnte. Tagespolitische Irrungen sollen strategische Perspektiven nicht verbauen.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
04.05.2010 12:28 | Amos
Wir hatten ein schönes Deutschland, als die Politiker noch nicht bestechlich waren-, und das liegt lange zurück. Bei all de ...
03.05.2010 10:22 | reblek
"Gefährdet werden" kann nur etwas, das Gutes verspricht. Eine "linke" Zeitung sieht eine Regierungskoalition "gefährdet", a ...
02.05.2010 23:15 | Hannes
Es wird nicht eng für Schwarz-Grün, sondern es wird nicht stattfinden. Jedenfalls glaube ich, dass die Stimmen für die Link ...