Kommentar von MATTHIAS LOHRE
Noch vor neun Monaten galt die FDP als Musterbeispiel politischer Werbung. Ihre Botschaft prägte sich selbst jenen Bürgern ein, die nichts von den Freidemokraten wissen wollten. Ihre Zielgruppe war klar umrissen und wurde mit einer einfachen Botschaft geködert: "Wir sind die einzige nicht sozialdemokratische Partei im Land."
Doch seit ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl taumelt die FDP von Krise zu Krise. Auch ihrer am Montag zu Ende gegangenen Krisenklausur wird kein tiefgreifender Wandel folgen. Verantwortlich hierfür ist die thematische und personelle Verengung aus Oppositionszeiten. Nun fehlt es an neuen Botschaften und Köpfen, die eine Öffnung der FDP überzeugend vertreten könnten.

Matthias Lohre ist Parlamentskorrespondent der taz. Foto: taz
Ausgerechnet der Hauptverantwortliche hierfür, Parteichef Guido Westerwelle, profitiert derzeit von der miserablen Lage der FDP. Weil kein Nachfolger für den omnipräsenten Frontmann bereitsteht, sah sich die Parteiführung genötigt, ihn demonstrativ zu stützen.
Damit hat sich die FDP nur eine Atempause verschafft. Spätestens im Herbst, wenn der Wahlkampf in ihrer Hochburg Baden-Württemberg einsetzt, müssen ihre Umfragewerte wieder bei 8 bis 10 Prozent liegen. Sonst wird die Nachfolgedebatte erneut aufflammen. Doch eine wahre Öffnung der Partei für Bildungsthemen, Umweltschutz und soziale Belange wird so oder so ausbleiben. Es fehlt der FDP eine ganze Generation, die sich hierfür kraftvoll einsetzen könnte. Auch dafür hat der schneidig wirtschaftsliberale Parteichef gesorgt. Zugleich fürchtet die FDP, sie könne den "sozialdemokratischen" Parteien bald allzu sehr ähneln und so ihre noch verbliebenen Wähler vergraulen. Die Krisen-Klausur hat kein Problem der Partei gelöst, sondern nur das Ausmaß ihres Dilemmas offenbart.
Die Linkspartei braucht eine Führung, die Streit moderieren kann und Autorität hat. Das Duo Schwabedissen/Kipping wäre ein Zeichen für eine Neuerfindung. von Stefan Reinecke
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
30.06.2010 17:55 | Mau- Mau
Die FDP kann nur wählen, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, oder jemand, der anderer Leute Zähne zieht. Für diese P ...
30.06.2010 13:40 | altahastemanefluppe
@ Timm - Da kannste es mal wieder sehen: man kann schwul und trotzdem ein Idiot sein. ...
29.06.2010 10:18 | Timm Johannes
Der Autor täuscht sich über die Rolle der FDP und ihr Wahlklientel. ...