Sicher wird sich so manche® Raucher(in) von diesem Verbot angegriffen fühlen, aber betrachtet man mal ganz objektiv die Sachlage, so stellt sich schnell heraus, dass ein solches Verbot mehr Vor- als Nachteile hat:
- Es schützt die Natur vor herumliegenden Zigarettenresten (gerade eine bekennende Grüne, wie die von mir bis vor kurzem noch sehr geschätzte Frau Seeliger, müsste davon doch eigentlich geradezu begeistert sein)?
- Es schützt Kleinkinder (man sieht immer wieder wie rauchende Mütter mit dem Kinderwagen unterwegs sind obgleich seit langem bekannt ist, dass der blaue Dunst nicht nur von dem Kind eingeatmet wird, sondern sich auch in der Kleidung und dem Stoff des Kinderwagens absetzt und so selbst noch dann eingeatmet wird wenn die Zigarette längst abgebrannt ist.
- Es schützt sogenannte Passiv- (also Nicht-)raucher deren Gefahr an Lungenkrebs zu erkranken nachweislich höher ist, als bei regelmäßigen Tabakkonsumenten.
- Es macht der Illusion ein Ende, das sogenannte Raucherzonen / Nichtraucherzonen wirklich funktionieren und stellt stattdessen eine EFFEKTIVE Gegenmaßnahme dar.
- Es schwächt die Tabakindustrie (maßgeblich einer der Initiatoren dieser Anti-Rauchverbotkampagne) und setzt somit ein Zeichen, dass die Gesellschaft eine Industrie ächtet, die nicht nur bewusst abhängig macht, sondern auch den Mitmenschen und der Natur schwere Schäden zufügt.
- Es reduziert die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken, da man genau weiß wo man hingehen kann ohne zugequalmt zu werden.
- Es verringert die Schadstoffbelastung der Luft und die damit verbundene CO2 Emission.
- Es schützt Ungeborene (es ist doch hinreichend bekannt und belegt, dass Zigarettenrauch eine negative Wirkung auf Ungeborene hat und z.B. zu Fehlgeburten führen kann).
- Wussten sie das Zigarettenrauch bis zu 12.000 verschiedene Giftstoffe die nachweislich sowohl neurotoxische, karzinogene (hochgradig krebserregende), toxische und reizende Wirkungen beinhaltet? Haben sie eine Vorstellung davon welche Auswirkungen diese auf ihr zerebrales Nervensystem haben? Ich spreche hier nicht nur von Krebsbildung.
- Es senkt die Belastungen der Krankenkassen enorm, die entstehen würden wenn die ersten Folgeschäden des Rauchens auftreten, für die dann die Gesellschaft (inkl. der Nichtraucher) aufkommen muss. Warum soll die Gesellschaft für diejenigen zahlen, die ihre Gesundheit wissentlich ruiniert haben, obwohl sie sich der Folgen bewusst waren? Ist das noch solidarisch und sozial oder nicht in gewisser Weise sogar eine Art Schmarotzerei, die auf purem Egoismus und Verantwortungslosigkeit gegenüber dem Rest der Gesellschaft basiert?
Ich möchte hier niemanden denunzieren oder persönlich angreifen auch liegt es mir fern, hier alle über einen Kamm zu scheren (wie es heutzutage 'en Vogue zu sein scheint), aber wenn man als rational denkender Mensch Schaden und Nutzen dieses Verbotes miteinander abgleicht, überwiegt der Nutzen m.E. eindeutig. Zwar bin ich selbst auch kein Freund von Verboten, dennoch können diese u.U. gerechtfertigt sein, nämlich wenn dadurch Unschuldige, in diesem Fall Nichtraucher (zu denen auch Ungeborene, Kleinkinder und die Natur an sich zählt), effektiv vor Schaden bewahrt werden können.
Zu den (gar nicht so sehr) rhetorischen Fragen:
- Wer zwingt mich in Raucherlokale zu gehen?
Vielerorts gibt es für Familien womöglich keine Alternativen.
- Wer zwingt Wirte alle überall rauchen zu lassen?
Es gibt so gut wie keine kostengünstige Möglichkeit, um Räume derart abzuschotten, dass Zigarettenrauch nicht hinein kommt, Wirte werden aber gerade jede Stammgäste die gerne mal eine Zigarette am Tresen / Tisch rauchen um sich zu entspannen, nicht allzu gerne gehen lassen (senkt ja auch den Umsatz), können sich jedoch die teuren Lösungen die ansatzweise funktionieren oftmals nicht leisten da diese Umbaumaßnahmen erforderlich machen würden. Wären effektive Maßnahmen bekannt und verfügbar, würde sonst nichts dagegen sprechen.
- Wer zwingt mich Industrie- und Autoabgase einzuatmen?
Das passiert zwangsläufig, davor kann man sich genauso wenig schützen wie ein Nichtraucher davor geschützt ist, den blauen Dunst einzuatmen sobald sich ein Raucher die Zigarette anzündet. Die Industrie rudert hier aber bereits seit einiger Zeit zurück und verringert die Kohlenmonoxid sowie Kohlendioxid - Emissionen mit jedem Jahr mehr. Bereits nächstes Jahr will der Automobilhersteller Toyota beispielsweise ein Wasserstoffauto auf den Markt bringen (bei Wasserstoff Fahrzeugen entstehen keinerlei für die Umwelt und Bevölkerung gefährlichen Emissionen sondern lediglich Wasser), welches genauso schnell wie die heutigen mit öl/Benzin betriebenen PKWs sein wird.
Ein letztes Argument über das man vielleicht nachdenken sollte:
Der menschliche Körper hat einen Selbsterhaltungsmechanismus, so warnt er beispielsweise einen instinktiv davor, was schlecht für einen ist. Die erste Zigarette die man raucht verursacht Übelkeit und oftmals auch Erbrechen, dies ist eine Warnung des Körpers "Das ist nicht gut für Dich, lass es bleiben!" Nikotin verringert jedoch mit jedem Konsum immer mehr die Effektivität dieses Mechanismus, wodurch dem Körper quasi Schritt für Schritt ein Gift "antrainiert" wird. Ist es rational erklärbar, dass man sich in regelmäßigen Abständen Gift zuführt das nicht nur einem selbst sondern sogar noch anderen schadet?
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