Die fehlende Gerechtigkeit in Niebels Personalpolitik wird intern als Skandal empfunden. Die Gleichstellungsbeauftragten sorgen sich um die Glaubwürdigkeit der Entwicklungsdienste.von MARVIN OPPONG

Hat die Gleichstellungsbeauftragten gegen sich: Entwicklungshilfeminister Niebel. Bild: dpa
BERLIN taz | Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) gerät wegen seiner Personalpolitik bei der Zusammenlegung dreier Entwicklungsorganisationen intern stark unter Beschuss.
Der Plan, sieben Geschäftsführerposten nur mit Männern zu besetzen, werde von vielen KollegInnen "aufgrund der fehlenden Geschlechtergerechtigkeit als Skandal empfunden", schreiben die Gleichstellungsbeauftragten der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) und der Weiterbildungsagentur Inwent in einem Brief.
Das Schreiben, das der taz vorliegt, ist an den zuständigen Staatssekretär im Ministerium gerichtet. Die Beauftragten schreiben weiter, sie hätten "zahlreiche Rückmeldungen empörter Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen" bekommen. Sie sorgten sich um die Glaubwürdigkeit der künftigen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).
Schließlich bemühten sich die Organisationen seit Jahren um Geschlechtergerechtigkeit in Partnerländern von Deutschland. Zwei Posten müssten deshalb mit Frauen besetzt werden. Niebel möchte GTZ, DED und Inwent im kommenden Jahr zusammenlegen, um Geld und Stellen zu sparen. Die Behörde soll sieben männliche Vorstände haben, zwei mehr als bisher.
In ihrem Videocast fordert Kanzlerin Merkel einen schnellen Ausbau der deutschen Stromnetze. Um den Windstrom von den Norden in den Süden zu schaffen, sind Tausende neue Netzkilometer nötig.

Starre Rituale, öde Debatten, ein Haus der Langeweile? Nicht in der Ukraine! Hier werden Parlamentsdebatten noch mit Leidenschaft, Herzblut und handfesten Argumenten geführt!

Echte Stars, begeisterte Fans, prima Shopping-Tipps - wir freuen uns auf die Fußball-Europameisterschaft.

Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
27.11.2010 17:39 | Niebelwerfer
Vor allem Niebels Posten sollte neu besetzt werden. Der Interessiert sich einfach nicht für die gesellschaftlichen Fortschr ...
26.11.2010 17:28 | Mulle
Diese Prsonalpolitik ist ja nur ein kleines Mosaiksteinchen in dem großen Bild seiner einseitigen Interessenpolitik. Mir sc ...