Kommentar von ROLF LAUTENSCHLÄGER
Es ist Volkszählung - und keinen interessiert's. Proteste, wie beim Zensus 1987? Fehlanzeige. Dabei gehen die Fragen tiefer als vor 25 Jahren. Von allen Grundstücksbesitzern sowie den Bewohnern von Gemeinschaftseinrichtungen werden die Daten gesammelt. Mehr als eine Million Menschen in Berlin und in der Region betrifft die Erhebung direkt, die über Einwohnerzahlen, Einkünfte, Geschlecht, Bildung, Gebäude und Infrastruktureinrichtungen Auskunft geben soll.
Berlin braucht Daten für seine politische Zukunftssteuerung. Doch blindes Vertrauen in die Datenerhebung ist naiv. Sicher, wir gehen heute lässiger mit privaten Informationen um. Wer macht sich schon Gedanken über die Speicherung seiner Daten, wenn er mit Kreditkarte bezahlt?
Unsere Adressen, Jobs, Texte sind online abrufbar. Für die "Generation Facebook" ist es selbstverständlich, möglichst viel von sich im Internet preiszugeben. In E-Books und Navis sind Funkmodems eingebaut. Wir sind längst gläsern geworden.
Das allein spricht nicht gegen den Zensus, doch wo Daten gespeichert werden, entstehen Begehrlichkeiten. Das genau ist der Punkt. Die Datenschranken erodieren, sowohl die Datenpannen als auch die -skandale haben in den letzten Jahren zugenommen. Nicht nur bei Lidl und der Bahn AG, auch in den Behörden Berlins wurden Daten missbraucht.
Wenn parallel zum Zensus auf die Forderung des obersten Datenschützers Peter Schaar, endlich klare "Rote-Linie"-Schutzgesetze zu erlassen, reagiert worden wäre - ich würde vielleicht gern gezählt. So nicht.
Im Jahr 2008 behauptete Klaus Wowereit: Für sein Hoffest fließt kein Steuergeld. Nun steht fest: Er nahm es mit der Wahrheit nicht so genau. von Sebastian Heiser

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Ausgerechnet Bildungsministerin Annette Schavan? Auch sie soll bei ihrer Doktorarbeit mit dem bezeichnenden Titel „Person und Gewissen“ gemogelt und abgekupfert haben. Sehen Sie hier: Einige Vorbilder und Nachahmer ...

Leserkommentare
10.05.2011 10:48 | Klaus
@Berndl: ...
10.05.2011 06:48 | Bernd Marnet
Das nur 10 Prozent der Bürger ausgewählt wurden, ist ein ziemlich guter Trick, diese Volkszählung nicht zu einem Aufschrei ...
09.05.2011 20:42 | berndl
@Klaus: Na wenn es im Gesetz steht, bin ich ja beruhigt und kann heute nacht wieder selig schlummern...