Kommentar: Über Hamburgs Hafenpolitik: Kooperation tut not
Die OECD bestätigt Hamburgs Hafenpolitik, fordert aber die Kooperation mit Bremen. Denn in der globalisierten Welt gewinnt der Wettbewerb der Regionen immer mehr an Bedeutung
D as kommt ja wie bestellt. Die Studie der OECD über die Sinnhaftigkeit des Hamburger Hafens bestätigt im Grundsatz die Standortpolitik, die seit Jahrzehnten im Stadtstaat an der Elbe umgesetzt wird. Alles andere wäre auch verwunderlich bei einer Organisation zur Förderung des Welthandels. Zwei Umstände fallen allerdings schon ins Gewicht: Es handelt sich nicht um eines der üblichen Positionspapiere der ortsansässigen Handelskammer, und es verdeutlicht den internationalen Blick auf Hamburg.
Dennoch handelt es sich bei dieser Studie um eine rein volkswirtschaftliche Betrachtungsweise, in der Begriffe wie Ökologie oder Umweltverträglichkeit gänzlich fehlen. Das ist entweder borniert – oder geradezu aufreizend aufrichtig.
Doch selbst ohne angemessene Würdigung ökologischer Implikationen stellt die OECD Hamburg und dem Bund keinen Freifahrtschein für ein kompromissloses „Weiter so“ aus. Die Mahnung zur Zusammenarbeit zwischen Hamburg, Bremen und den kleineren Häfen ist eine deutliche Aufforderung.
In der globalisierten Welt gewinnt der Wettbewerb der Regionen immer mehr an Bedeutung. Das gilt auch für Norddeutschland, das gilt ganz besonders für die Hafenwirtschaft an Nord- und auch Ostsee.
Alleingänge haben keine Zukunft mehr. Kooperation tut not.
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