Rudi Assauer redet Tacheles: Schwule sollen nicht Fußballer werden
Er habe ja nichts gegen Homosexuelle, aber... - Ex-Schalke-Manager Assauer findet klare Worte gegen Schwule. In einem Interview ließ er verlauten: "Im Fußball funktioniert das nicht."
DÜSSELDORF apn | Schwule Fußballspieler sollten sich nach Ansicht des ehemaligen Schalke-Managers Rudi Assauer einen anderen Job suchen. Diejenigen, die sich outen, würden plattgemacht - "von ihren Mitspielern und von den Leuten im Stadion", sagte Assauer dem Express.
"Diese Hetzjagd sollte man ihnen ersparen." Er riet dazu, das Thema nicht offensiv anzugehen. "Man sieht ja an dem jetzigen Skandal, was passiert: Herr Amerell kann sich nicht mehr auf die Straße trauen, Herr Kempter wird wohl nie mehr ein Spiel pfeifen, und der vormals exzellente Ruf des DFB ist schwer beschädigt", meinte Assauer.
Er selbst habe nichts gegen Homosexuelle, betonte der 65-Jährige. "In anderen Sportarten mag das vielleicht gehen, aber im Fußball funktioniert das nicht." In seiner Karriere als Spieler und Manager habe er nie einen schwulen Fußballer kennengelernt, zitiert das Blatt Assauer.
"Als ich noch in Bremen war, hörte ich, dass unser Masseur schwul ist." Auf die Frage, was er gemacht habe, antwortete Assauer: "Ich bin zu ihm gegangen und habe ihm gesagt: Junge, tu mir einen Gefallen: Such Dir einen neuen Job."
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert