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Perspektiven der Anti-Atom-ProtesteDas gespaltene Herz

In Berlin diskutieren taz-LeserInnen und -GenossInnen über die Perspektiven neuer Anti-Atom-Kämpfe. Längst nicht mehr jeder vertraut noch den Grünen.

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3 Kommentare

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  • V
    vic

    Regenerative Energie wartet nur darauf eingespeist zu werden. Das kann sie aber erst, wenn die atomstromverstopften Netze endlich frei sind.

    Und wenn wir eine Regierung haben, die nicht länger Kohle und Atom finanziell am Leben erhält, sondern Wind, Wasser, Biomasse und Solar massiv ausbauen hilft.

    Das gerne propagierte Speicherproblem lässt sich kurzfristig lösen durch viele kleine, dezentrale ZuhauseKraftwerke, auch unter Schwarmstrom-Prinzip bekannt.

    Das alles ist letztlich auch ein Friedensdienst. So müssen wir keine Länder mehr bekriegen, die unglücklicherweise über Ressourcen verfügen die wir haben wollen.

  • JB
    joe burger

    angeblich sollen es ja 100 Mrd € sein, die durch die verlängerung der akw-laufzeiten zusätzlich erwirtschaftet werden. von diesen wird ein nicht unwesentlicher teil vom staat abgeschöpft. dies sind pro bundesbürger 1250 €. ich würde jede wette eingehen, dass die überwiegende mehrheit der bevölkerung lieber die kernkraftwerke weiterlaufen ließe, als einen solchen betrag, über welche steuerkanäle auch immer, an den staat zu überweisen. solch eine frage wird aber in umfragen von euch ökos leider nie gestellt.

  • W
    Waage

    Getrennt marschieren und nicht gegeneinander, sondern für das gemeinsame Ziel einer kernenergiefreien und dezentralen (demokratischen!) Stromversorgung kämpfen!

    .

    Dabei muss ein ganz weiter Bogen von (Wert-) Konservativen in der CDU, AtomkraftgegnerInnen in der SPD über Grüne und meinetwegen auch Linken und selbstverständlich parteifernen AktivistInnen geschlagen werden.

    Kritik innerhalb der Bewegung ist wichtig (z.B. "Blauäugigkeit" beim ersten parlamentarischen Anlauf zum Atomausstieg). Bei Rückschlägen hilft es aber nichts wenn man sich gegenseitig die richtige Einstellung abspricht.

    .

    Vergessen werden sollte aber nicht, dass der Gegner nicht von Pappe ist, auch argumentieren kann und sich so einfach nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Hier ist viel Ausdauer gefragt: der Hebel für einen endgültigen Erfolg muss an vielen Stellen angesetzt werden.

    (Wobei ich Nötigung und Sachbeschädigung ablehne - mit großen Demonstrationen kann in der Öffentlichkeit mehr bewegt werden als mit zerstörten Gleisbetten und womöglich verletzten Polizistinnen)

    .

    Von grundlegender Bedeutung ist aber, dass man sich ernsthafte Gedanken darüber machen muss, wie der Anteil regenerativer Energien im Strommix massiv erhöht werden kann ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden oder die Stromrechnungen der VerbraucherInnen explodieren zu lassen.

    Wenn das gelingt, ist der Atomstrom (letztlich weltweit) ein Auslaufmodell!