Frage der Woche: Wer profitierte vom 11. September?
Zum zehnten Mal jährt sich 9/11: Die Anschläge dienten als Begründung für zwei Kriege und strenge Gesetze. Nicht nur Politiker profitierten von der Angst vor dem Terror.
Zehn Jahre sind seit den verheerenden Anschlägen auf New York und Washington DC vergangen. Die Politik der damaligen US-Regierung vollzog einen Schwenk - plötzlich wurde außen- wie innenpolitisch möglich, was die konservativen Strategen ohne die Angriffe kaum hätten durchsetzen können.
Der 11. September diente als direkte Begründung für den Afghanistankrieg und machte das Einschwören der US-Öffentlichkeit auf den Irakkrieg erst möglich. Präsident George W. Bush und sein Vize Richard Cheney preschten voran, setzten die "Checks and Balances" US-amerikanischen Regierens außer Kraft, ohne dafür im Kongress oder in der Öffentlichkeit auf nennenswerten Widerstand zu stoßen. Neue Gesetze entstanden, die Sicherheitsbranche boomt, wesentliche Grundrechte wurden im "Krieg gegen den Terror" außer Kraft gesetzt, der Verteidigungshaushalt verdoppelt.
Die "Politik mit der Angst" charakterisierte die Bush-Regierung, und auch sein Nachfolger Barack Obama hat trotz großer Ankündigungen den Weg zurück zum Rechtsstaat nicht überzeugend einschlagen können oder wollen.
Islamophobie und erbitterte Feindschafte zu Migrantencommunities sind starke innenpolitische Faktoren in den USA und Europa geworden, rechtspopulistische Parteien feiern Wahlerfolge, und Deutschland streitet über die Thesen eines Thilo Sarrazin, die vor dem 11. September zweifellos als der haltlose rassistische Blödsinn rezipiert worden wären, der sie sind.
Wir fragen: Wer sind die großen Profiteure von 9/11?
Welche interessanten Statements wir aus den Kommentaren ausgesucht haben, lesen Sie im sonntaz-Spezial zu den "Profiteuren von 9/11" am 10./11. September 2011 – ab Sonnabend zusammen mit der taz am Kiosk oder am eKiosk auf taz.de. Die sonntaz kommt auch zu Ihnen nach Hause: per Wochenendabo. Und für Fans und Freunde: facebook.com/sonntaz.
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