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Neue Spähsoftware-Variante entdecktStaatstrojaner kann auch 64 Bit

Mitarbeiter einer IT-Sicherheitsfirma entdeckten eine Trojanerversion, die auch das 64-Bit-System von Windows unterstützt – und noch mehr Programme überwachen kann.

BERLIN dpa | Experten der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky haben nach eigenen Angaben eine weitere Komponente der staatlichen Spähsoftware analysiert, die vom Chaos Computer Club (CCC) an die Öffentlichkeit gebracht wurde. Dabei stießen sie auf eine neue Version des Trojaners, wie der Kaspersky-Experte Tillmann Werner in einem Blogbeitrag mitteilte.

Diese Form des Staatstrojaners unterstützt demnach nicht nur die gängige 32-Bit-Ausführung von Windows, sondern auch das neuere 64-Bit-System. Außerdem sei die Liste der Programme, die Ermittler auf dem Rechner von verdächtigen Personen überwachen wollen, mit 15 Anwendungen länger als bisher.

Überwacht werden demnach neben dem Datei-Manager von Windows und dem Browser Firefox auch Chat-Programme sowie weitere Anwendungen fürs Telefonieren im Internet (Voice over IP) wie beispielsweise Skype. Die Spähsoftware besteht aus fünf Dateien, die in einem Installationsprogramm enthalten sind, das eine weitere Sicherheitssoftwarefirma, F-Secure, gefunden hat.

Das Bundesverfassungsgericht hat der Überwachung von Computern enge rechtliche Grenzen gesetzt. Die Online-Durchsuchung eines Rechners ist nach einem Urteil aus dem Jahr 2008 nur bei konkreter Gefahr für hochrangige Rechtsgüter zulässig. Für das Abhören von Internet-Telefonaten gelten aber die weniger strengen Regeln der tausendfach praktizierten Telefonüberwachung – solange es allein dabei bleibt.

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4 Kommentare

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  • T
    tageslicht

    Möchte nicht den Klugscheisser spielen, aber dass der Trojaner 64 Bit unterstützt ist beim Stand der Technik völlig normal. 32 Bit sind nicht "gängig". Bereits Stand Juli 2010 nutzten 50% der Windows7-User die 64-Bit-Version, inzwischen dürfte sowohl der Marktanteil von diesen sowie der von Windows 7 insgesamt gestiegen sein.

     

    Just my 2 cents

  • W
    Webmarxist

    Die Gesetze zur Quellen Telekommunikationsüberwachung müssen verschärft werden, so es nicht nochmal passiert.

  • J
    jps-mm

    Der "Staatstrojaner" ist Merkels Werk

     

    Im Jahr 2005 stellte die Merkel das Programm für die Legislaturperiode unter das Motto "Mehr Freiheit wagen". Tatsächlich aber hat der Schäuble - mit Billigung der Merkel - die gesetzlichen Befugnisse für den Einsatz von "Staatstrojanern" geschaffen. Merkel hat damit dafür gesorgt,dass:

     

    - die Befugnisse des BKA zu Lauschangriffen auf Wohnungen nochmals deutlich ausgeweitet wurden,

    - das BKA auch die Befugnis für Video-Überwachungen von Wohnungen erhalten hat,

    - die Durchsuchung und Überwachung von Computern im Wege der sogenannten Online-Durchsuchung zulässig ist.

     

    Die Merkel hat die Bürgerrechte vollständig ausgehöhlt und die letzten Restbestände der Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt.

     

    Die Merkel hat den Begriff "Freiheit" damit vollständig entkernt. Deutschland ist schon längst ein asozialer Unrechtsstaat. Und das muss man direkt ansprechen.

  • JK
    Juergen K.

    Hoffentlich läuft der auch auf den PCs der Bundesrepublik Deutschland.

     

    Jetzt gehört das Machwerk den Chinesen, den Russen, den AMIS und allen anderen auch - ob staatlich oder "privatwirtschaftlich".

     

    Friedrichs Kopf sollte jetzt "rollen".