• 04.05.2012

Versuche zur Biogas-Produktion

Vermaisung könnte ein Ende haben

Biogas aus Wildpflanzen ist wirtschaftlich genauso attraktiv wie Biogas aus Mais. Der Einsatz von naturnahen Kulturen hätte auch ökologische Vorteile.von Bernward Janzing

  • 26.10.2012 19:59 Uhr

    von ABC:

    a)wo läge das problem denn alle felder die nebeneinander liegen sind ja eh genmais.
    b)düngen kann man doch genauso!
    c)nach 5 jahren einmal chemiekeule ist wohl eher weniger schädlich als diese monokulturen für das ganze Tierleben. Bienen,Wild.....und somit uns auch

    Ich denke eher das, dass den Saatgutherstellern nicht passt!

  • 22.07.2012 23:47 Uhr

    von Progoellheim:

    Der Einsatz von "Lebensmitteln vom Acker“* zur Energiegewinnung in jeglicher Form gehört wie das Spekulieren mit Nahrungsmitteln verboten!

    Hierzu folgende kurzen Ausführungen:

    Der Raiffeisenverband kritisierte Ende Juni 2012 den zunehmenden Maisanbau für die „Bio“gasproduktion in Deutschland. Dies verringere das übrige Getreideangebot allein in diesem Jahr um rund 4 Millionen Tonnen, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), Henning Ehlers. Nach der aktuellen Schätzung erwartet der DRV eine Getreideernte ohne Mais von 41,5 Millionen Tonnen. Damit werde der durchschnittliche Bedarf von 41,8 Millionen Tonnen nicht gedeckt. Ehlers beklagte eine „politisch geförderte Verknappung des Getreideangebots”, die durch mehr Importe von Getreideersatz wie Soja kompensiert werden müsse. Die Folgen seien steigende Futterkosten und damit eine geringere Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Landwirtschaft, so der DRV-Geschäftsführer.
    Die entscheidenden Folgen, welche Herr Ehlers nicht anspricht sind steigende Kosten für Grundnahrungsmittel - nicht nur in Deutschland, sondern vor allem in den Entwicklungsländern (= weltweit steigender Hunger!)
    Nach unserer Auffassung ist ethisch nicht zu vertreten, Lebensmittel (sogenannte NawaRo = nachwachsende Rohstoffe) in “Bio“gasanlagen zur Energiegewinnung zu Vergären. Dabei ist nach Expertenmeinung hinlänglich bekannt, dass solche “Bio“gasanlagen keinen Beitrag zur Energiewende leisten (siehe Stellungnahme des wissenschaftlichen Beirats des Bundesministeriums für Landwirtschaft!!, WWF Studie: Bio Energie im großen Sti(e)l 2011, NABU Gutachten Schleswig-Holstein 2011 u.s.f) , diese Anlagen umweltschädlich sind und zudem lediglich eine Renditemaschinerie ist (auf Kosten des Steuerzahlers), welche zur Verteuerung von Lebensmitteln beiträgt und somit dem Hunger in den Entwicklungsländern weltweit Vorschub leistet!
    Progoellheim protestiert gegen eine solche Energiepolitik! www.progoellheim.eu




  • 09.05.2012 11:34 Uhr

    von einfach mal gegoogelt:

    Habe aus Neugier mal ein wenig gesucht und unter anderem das hier gefunden

    http://www.landschafft.info/wp-content/uploads/2011/12/Zwischenergebnisse-Wildpflanzenprojekt-Biogasanlagen-08.12.2011.2011.pdf

  • 05.05.2012 21:54 Uhr

    von SchnurzelPu:

    Der Wirkungsgrad von Pflanzen ist doch eher gering. 1,5% sind es beim Mais als C4-Pflanze, bei anderen noch weniger. Wollte man den Energiebedarf Deutschlands durch den Anbau von Pflanzen decken, so müssten wir wieder einen Krieg um Anbauraum führen. Oder wir lassen, wie es jetzt für uns geschieht, den Regenwald abholzen - also auch Krieg.
    Da erscheinen doch andere Technologien vielversprechender - nur - der Markt kann das nicht richten. Denn solange Bodenschätze wie Erdöl/Erdgas/Kohle praktisch umsonst sind, kann sich keine oberflächlich betrachtet teurere Technologie durchsetzen. Also wie wäre es mal mit Technologien abseits von schwäbischen Solaranlagen und Heu?

  • 05.05.2012 09:37 Uhr

    von Matthias Roeingh:

    Das ist ja mal eine Erkenntnis. Dann wird auch kein Transgener Mais mehr gepflanzt. Hoffentlich. Deutschland sollte Gentechnikfrei sein! Die EU sollte Natürlichen Flächen die nicht wirtschaftlich betrieben werden Fördern. Das gab es ja mal. Zurück zur Natürlichkeit.

  • 05.05.2012 08:15 Uhr

    von jopi:

    Wo findet man die Berichte im Original? Auf den Seiten der LWG konnte ich leider nichts finden.

    Wäre schön, wenn die taz die Originale in Zukunft verlinken würde.

  • 05.05.2012 02:01 Uhr

    von B. Wunram:

    Um es nochmal auf den Punkt zu bringen:

    Wenn Ihr Nachbar Energie sparen würde, weil Schimmelpilzkolonien in der angrenzenden Wand im Winter oder vibrierende Insekten, die Wärme erzeugen, angeblich die Heizkosten senken, werden Sie sicher nicht erfreut sein, wenn die in Ihrer Wohnung plötzlich sich unaufhaltsam, mit jedem Jahr mehr breit machen und Ihre teure Dämmmatte als Nest aushölen oder giftige Sporen verteilen (Vergleich in dem Fall,dass Giftpflanzen und Schädlinge für Menschen ebenfalls ungestört sind).

    Aber es gibt zahlreiche Beispiele, warum das nicht so geht.

  • 05.05.2012 01:27 Uhr

    von B. Wunram:

    Sehr geehrte Redaktion,

    vielleicht wäre das ja ein interessanter Anreiz. Jeder Landwirt wird sich über derartige Optionen schon lange Gedanken gemacht haben. Nix tun und nur abernten...

    Diese Studie kommt meines Wissens von ziemlich praxisfernen StudentInnen mit einer reichen Phantasie. Das ist sie auch.

    a) Wird sich jeder Landwirt neben solchen Feldern bedanken, dass er mit extremen zusätzlichen Einsatz für die Unkrautvernichtung Aussaaten von solchen Feldern und deren "Unkräutern" beseitigen muss. - Siehe Gen-Felder, wo die Aussaat/Befruchtung Schadensersatzpflichten bringt - und es geht hier um JAHRE Unkrautzucht.

    b)Was dem Boden an Nährstoffen entzogen wird, kommt nicht von allein nach. Auch nicht bei Unkraut. Im Gegenteil gedeiht Unkraut prächtig auf gedüngtem Boden.

    c)Wenn der Landwirt nach diesen fünf Jahren wieder das Land BESTELLEN will, hat er ein gewaltiges Unkraut-Problem, was sich nur mit chemischer Keule lösen lässt. Auch ein Bio-Bauer muss seine Felder sauber von Unkraut halten, damit das Problem im nächsten Jahr sich nicht potenziert. Das heißt Unkraut vermeiden oder riesige Verluste.

    Ich hoffe, ich konnte helfen.

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