• 17.05.2012

Krise der Linken

Von der Zweckehe in die Paartherapie

Oskar Lafontaine will wieder Parteichef werden. Doch so allmächtig wie noch vor zwei Jahren ist er heute nicht mehr. Viele Ostlandesverbände leisten Widerstand. von Stefan Reinecke

  • 18.05.2012 10:38 Uhr

    von Detlev:

    "Ihm ist die Mentalität und historische Prägung der Ost-Linken fremd geblieben."

    Wie erfolgreich war denn die PDS mit dieser historischen Prägung? Das war doch im Westen nicht mal eine echte Partei, sondern ein verquaster Aufguss der DKP - allerdings ohne revolutionären Appeal. Wenn's mit Bartsch und Brie weitergeht, dann haben wir bald flächenddeckend Piraten und keine linke Partei mehr. Mag sein, dass dann in der Uckermark und irgendwo in Pankow die Linke immer noch gute Ergebnisse hat ...

  • 18.05.2012 10:20 Uhr

    von manfred (60):

    Ich denke, Oskar Lafontaine, aber auch große Teile der Presse, sollten ihr Demokratieverständnis überdenken. Wahl heißt für mich, aus mehreren Kandidaten wählen zu können. Im Sprachgebrauch der Meinungsmacher ist das aber schon eine "Kampfkandidatur", eine Wahl ist nach deren und offensichtlich auch Lafontaines Verständnis Kungelei im Hinterzimmer mit anschließendem Abnicken durch die Basis. Vielleicht sollte sich Lafontaine darüber klar werden, daß er nicht mehr in der SPD ist, wo diese Art "Wahlen" Gang und Gäbe sind. Als besserer Demokrat erweist sich hier Dietmar Bartsch. Hoffentlich kann er sich durchsetzen.

  • 18.05.2012 09:44 Uhr

    von viccy:

    Ist doch klar, dass Lafo ein Mannschaftsspiel will und kein Erlebnis SPD 2.0. Mit dem blassen Bartsch fliegt die Linke noch aus mehr Parlamenten raus. Mit Lafo hingegen wäre jemand an der Spitze, der schon 1998/99 für die Regulierung der Finanzmärkte eingetreten ist und dem Gas-Gerd dazwischengegrätscht ist. Einen fähigeren Kopf und einen besseren Rhetoriker hat die Linke einfach nicht.

  • 18.05.2012 06:53 Uhr

    von Thomas Sch.:

    Es gibt eine köstliche Bemerkung des Kabarettisten Pispers, der sagt, daß Lafontaine ein Amt annimmt, um sich dann trationell zwei Monate später daraus wieder zurückzuziehen.

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