Als ich die Route sah, lag ich vor Lachen fast auf dem Boden.
23.05.2012 08:21 Uhr
von Jakobus:
Liebe Frau Fehrs, damit das mal gleich klar ist: ein Kreuz ist ein Kreuz. Auch das eiserne Kreuz z.B. hat keine Haken, aber eine blutige deutsche Tradition.
Um aus Millionen Christen überzeugte Nazis zu machen, bedurfte es nur ein wenig Propaganda. Die zweitausendjährige Christianisierung war damit einfach weggewischt. Geschlossene SA-Einheiten in Uniform während des Gottesdienstes waren damals keine Seltenheit, ebensowenig wie die deutschnationale politische Ausrichtung vieler Pastoren, die sich den "neuen" Verhältnissen überraschend geschmeidig und ohne jeden Gedanken an Widerstand anpassten. Auch in Hamburg übrigens.
Dass die Evangelen nun offiziell mit zur aktuellen NeoNazi-Blockade mobilisieren, ist sicher nützlich.
Wichtiger wäre, das in der ev. Kirche endlich mal offene Worte darüber gesprochen werden, welche falschen Grundhaltungen das massenhafte braune Überfärben der vermeintlich tiefgläubigen Christen überhaupt ermöglichten. Das dummerhaftige Hirten-/Schäfchengehabe z.B. hat den Nazis die Faschisierung der Kirche sehr erleichtert, denn man brauchte nur die Hirten zu impfen und schon liefen Millionen menschliche Schäfchen brav hinterher.
Wenn Sie also in Zukunft den Anspruch erheben wollen, die Religion tauge überhaupt dazu, Christen gegen faschistische Einflüsse zu immunisieren, dann müssen erstmal Schlüsse aus den Erfahrungen gezogen und grundlegende Veränderungen eingeleitet werden. Mit strukturkonservativem dauerhaften Beschweigen des staatskirchlichen Gesamtversagens - bei gleichzeitigem Jubel über zahlenmässig geringe Ausnahmen Einzelner - ist es eben nicht getan. Daher rührt auch der jahrzehntelange moralische Autoritätsverlust der Kirchenfunktionäre. Wenn Sie sich den Abgründen Ihrer Geschichte nicht wirklich öffnen, werden Sie in Zukunft nicht bestehen.
Kommen Sie zwischen zwei Stoßgebeten endlich mal vom Glauben zum Wissen !
Leserkommentare
25.05.2012 22:54 Uhr
von Sue:
Als ich die Route sah, lag ich vor Lachen fast auf dem Boden.
23.05.2012 08:21 Uhr
von Jakobus:
Liebe Frau Fehrs, damit das mal gleich klar ist:
ein Kreuz ist ein Kreuz. Auch das eiserne Kreuz z.B. hat keine Haken, aber eine blutige deutsche Tradition.
Um aus Millionen Christen überzeugte Nazis zu machen, bedurfte es nur ein wenig Propaganda. Die zweitausendjährige Christianisierung war damit einfach weggewischt. Geschlossene SA-Einheiten in Uniform während des Gottesdienstes waren damals keine Seltenheit, ebensowenig wie die deutschnationale politische Ausrichtung vieler Pastoren, die sich den "neuen" Verhältnissen überraschend geschmeidig und ohne jeden Gedanken an Widerstand anpassten. Auch in Hamburg übrigens.
Dass die Evangelen nun offiziell mit zur aktuellen NeoNazi-Blockade mobilisieren, ist sicher nützlich.
Wichtiger wäre, das in der ev. Kirche endlich mal offene Worte darüber gesprochen werden, welche falschen Grundhaltungen das massenhafte braune Überfärben der vermeintlich tiefgläubigen Christen überhaupt ermöglichten.
Das dummerhaftige Hirten-/Schäfchengehabe z.B. hat den Nazis die Faschisierung der Kirche sehr erleichtert, denn man brauchte nur die Hirten zu impfen und schon liefen Millionen menschliche Schäfchen brav hinterher.
Wenn Sie also in Zukunft den Anspruch erheben wollen, die Religion tauge überhaupt dazu, Christen gegen faschistische Einflüsse zu immunisieren, dann müssen erstmal Schlüsse aus den Erfahrungen gezogen und grundlegende Veränderungen eingeleitet werden.
Mit strukturkonservativem dauerhaften Beschweigen des staatskirchlichen Gesamtversagens - bei gleichzeitigem Jubel über zahlenmässig geringe Ausnahmen Einzelner - ist es eben nicht getan.
Daher rührt auch der jahrzehntelange moralische Autoritätsverlust der Kirchenfunktionäre. Wenn Sie sich den Abgründen Ihrer Geschichte nicht wirklich öffnen, werden Sie in Zukunft nicht bestehen.
Kommen Sie zwischen zwei Stoßgebeten endlich mal vom Glauben zum Wissen !