Egal, wie hoffnungsvoll die Rot-Grünen in ihre Regierungsphase in NRW eintreten: Eine Vorlage für einen rot-grünen Wahlkampf im Bund 2013 sollte man darin nicht sehen.
Wenn die SPD 2013 eine große Koalition anvisiert, muss sie mit harter Bestrafung und stark nachlassender Attraktivität rechnen.
Eine große Koalition ist eine legale Diktatur, das Ende des Parlaments als Ort der Debatte. Solche Koalitionen sind per se schlecht und erzeugen immer hohe Folgekosten, weil nichts entschieden, aber alles aufgeschoben wird. Wenn die SPD diesen Weg sucht, dann entblöst sie sich. Selbst eine windelweiche und schlechte Koalition mit den Grünen wäre politisch verkraftbarer als diese Konstellation, zumal alleine das Klima der großen Koalition im Vorwahlkampf ein Frustklima schaffen könnte, bei dem am Ende 10 Prozent für die Piraten möglich werden. Es ist genau diese Atmosphäre, die für die Piraten ideal ist. Ihre Inhalte und Personen werden sowieso nicht hinterfragt und diskutiert.
Der SPD ist jeder M..t zuzutrauen, insofern sollte jeder damit rechnen, dass die Partei diese Option still und heimlich ins Werk setzt.
Immerhin könnten die Agenda-2010-Akteure sich damit aus der Schusslinie und sogar in Ministersessel flätzen, sie müssten sich nicht selber auf Parteitagen bis aufs Blut bekämpfen und sie müssten nicht offen austragen, wer nun das Alpha-Tierchen ist und wer nicht.
Leserkommentare
13.06.2012 10:23 Uhr
von Detlev:
Wenn die SPD 2013 eine große Koalition anvisiert, muss sie mit harter Bestrafung und stark nachlassender Attraktivität rechnen.
Eine große Koalition ist eine legale Diktatur, das Ende des Parlaments als Ort der Debatte. Solche Koalitionen sind per se schlecht und erzeugen immer hohe Folgekosten, weil nichts entschieden, aber alles aufgeschoben wird. Wenn die SPD diesen Weg sucht, dann entblöst sie sich. Selbst eine windelweiche und schlechte Koalition mit den Grünen wäre politisch verkraftbarer als diese Konstellation, zumal alleine das Klima der großen Koalition im Vorwahlkampf ein Frustklima schaffen könnte, bei dem am Ende 10 Prozent für die Piraten möglich werden. Es ist genau diese Atmosphäre, die für die Piraten ideal ist. Ihre Inhalte und Personen werden sowieso nicht hinterfragt und diskutiert.
Der SPD ist jeder M..t zuzutrauen, insofern sollte jeder damit rechnen, dass die Partei diese Option still und heimlich ins Werk setzt.
Immerhin könnten die Agenda-2010-Akteure sich damit aus der Schusslinie und sogar in Ministersessel flätzen, sie müssten sich nicht selber auf Parteitagen bis aufs Blut bekämpfen und sie müssten nicht offen austragen, wer nun das Alpha-Tierchen ist und wer nicht.