Flughafen Berlin-Brandenburg
Schalldichte Fenster vergessen
Nach einem Urteil müssen die Flughafenplaner beim Schallschutz nachbessern. Das kann mehr als 500 Millionen Euro kosten. Der Flughafen wird 1,2 Milliarden Euro teurer als geplant.von Richard Rother
Leserkommentare
03.07.2012 11:07 Uhr
von Guido Stepken:
Laut Auskunft eines Zulieferers ist die Flughafengesellschaft pleite. Die Schilder an der Autobahn sind bereits abmontiert, das Sicherheitspersonal abgezogen. Erst vorletzte Woche wurden noch Abwasserrohre geliefert, die eigentlich schon längst hätten eingebaut werden sollen. Die eigentliche Versorgungsinfrastruktur, das *Unsichtbare* unter der Fassade, den Decken ist noch gar nicht installiert. Die für diese potemkin'schen Dörfer verantwortlichen Bauleiter, Projektmanager sind alle entlassen, *alle* Arbeiten ruhen im Moment.
27.06.2012 08:06 Uhr
von Fam.Wegner Mahloe:
Man sieht einmal mehr das der Staat der größte Betrüger ist.
26.06.2012 16:46 Uhr
von Anti-GutmenschIn:
@Hanna
Vielleicht könnten sie dann die illegal eingeschleusten Migranten bei sich aufnehmen und umsorgen, wo doch ihr Wohnung so viel mehr Gemütlichkeit hat als der Abschiebegewahrsam?
Euch Gutmenschen muss man solange mit der eigenen Medizin behandeln, bis ihr geheilt seit.
26.06.2012 10:23 Uhr
von Martin Rasch:
Warum keine Lärmschutzabgabe auf die Tickets?
Eine auf die Tickets umgelegte Lärmschutzabgabe würde einerseits die Verursacher belasten, andererseits kann sie, klug gerechnet, den Lärmschutz vor Ort für die Flughafengesellschaft wieder 'wirtschaftlich' machen.
25.06.2012 18:32 Uhr
von Hanna:
Es gibt noch mehr Gründe den BER ätzend zu finden, z.B. den Bau eines Asylknasts für Flüchtlinge, wo sie kein ordentliches Verfahren bekommen und im Eilverfahren abgefertigt werden.
Wer sich dagegen aussprechen möchte, sollte diese Petition unterzeichnen:
http://openpetition.de/petition/online/keine-internierung-von-asylsuchenden-am-flughafen-willy-brandt
25.06.2012 18:29 Uhr
von Stefan K.:
Das grundsätzliche Problem ist aber die Anpassung bzw. Neuberechnung des Dauerschallpegels für die Innenräume.
Werden die passiven Schallschutzmaßnahmen nach Willen des Flughafenbetreibers umgesetzt, dann erhöht sich dieser und überschreitet die Grenze von 55dB, die den Übergang zur Gesundheitsschädigung makiert.
Das heißt, es geht hierbei nicht nur um ein juristisches Tauziehen, sondern konkret um die von der Verfassung garantierte körperliche Unversehrtheit (Artikel 2, Abs.2), weshalb die Aussichten, den Planfeststellungsbeschluss ändern zu können, gegen Null tendieren müssten.
25.06.2012 17:30 Uhr
von Da hat keiner was vergessen:
Es gibt keine gesetzliche Pflicht 55 db einzuhalten.Der gesetzlich max. zulässige Schallpegel ist weit höher. Die 55 db sind aber Teil des Planfestellungsverfahrens, aufgrund dessen der Flughafenbau in Schönefeld politisch durchsetzbar war, den jeden Akustiker ist klar, dass eine Schallbelastung wie gesetzlich zulässig zur Entvölkerung weiter Teile der Flugschneisen führen wird. Somit war da kein Vergessen im Spiel, sondern purer Vorsatz, deshalb hat man das geld auch erst gar nicht eingeplant. Im übrigen, das Gericht hat aktuell nur festgestellt, dass im Sinne des aktuell gültigen Planfestellungsverfahrens nachgerüstet werden muss.Vermutlich war von Anfang an geplant, die 55 db Schwelle sowieso wieder nach oben zu setzen, wenn durch den Vorgang des Baus erstmal unabrückbare tatsachen geschaffen worden sind.Denn nun kann man wunderbar Kindergärten, Bibliotheken , Straßenbau etc. etc. gegen die Interessen einiger "weniger" betroffenen setzen, und somit ordentlich öffentlichen Druck auf die eigentlichen Leitragenden ausüben.ZUdem ist die Chance, das Plangestellungsverfahren im Sinne höhrer Grenzwerte zu ändern, extrem hoch und wahrscheinlich, das wurde vermutlich exakt so geplant. Liebe TAZ, das ist der eigentliche Skandal, kein Vergessen, kein Versehen , sondern purer Vorsatz
25.06.2012 14:21 Uhr
von Mischka:
Tempelhof-Enjoy-Yourself könnte doch vorübergehend um eine Landebahn verkleinert werden, die dann für den Flugverkehr wieder geöffnet wäre. Barbecues müßten dann etwas weiter nördlich stattfinden. Die Flugsicherung kann mühelos von den sehr praktischen Pavillons "The World Is Not Fair" erfolgen, da die Welt von dort "wie wir sie wahrnehmen, verstehen, interpretieren" gezeigt wird. Das sind ideale Voraussetzungen für einen funktionierenden Flughafen in Berlin, glaube ich. Auf Segelflugplätzen sehen Tower genauso aus. Die Passagierabfertigung könnte kostengünstig durch freiwillige Helfer erfolgen. Schwere Koffer würden vorerst zwischengelagert werden, und das Catering unkompliziert und gesund durch den lokalen Obst-und Gemüseanbau realisiert. Ich könnte mir vorstellen, dass dies keinen größeren Planungsaufwand erfordert als die bisherigen Leistungen, die ich absurd und entwürdigend finde, für alle Betroffenen, für Berlin. Das wirkt auf mich genauso verplant wie eine russische Rakete, die den Aufstieg nicht geschafft hat, und über die wir uns dann hier lustigmachen dürfen.
25.06.2012 11:16 Uhr
von antares56:
Die Bevölkerung ist doch von Anfang an mit dem Lärmschutz belogen und beschissen worden! Jetzt sollten alle darum kämpfen, die ihnen zustehenden Schallschutzmassnahmen zu erhalten. Egal wie teuer das dem Betreiber kommt!
Und wenn jetzt immer behauptet wird, die Verzögerungen bei der Eröffnung liegen an Brandschutzmassnahmen, merkt man auch hier, dass die Bevölkerung belogen wird! Der ganze Flughafen ist doch noch gar nicht fertig! Und ob er das nächstes Jahr ist, darf auch noch bezweifelt werden.
25.06.2012 10:15 Uhr
von BVBBler:
"Dadurch werden Zehntausende Berliner von Fluglärm entlastet."
Aber durch BER werden 100.000 Menschen (neu) belastet!!!
Sagt mal, wie doof sind die Schreiber der taz wie eigentlich? Klar ihr wohnt ja in Kreuzberg, Prenzlauer Berg und Mitte, da wirds mit Fluglärm nicht doll werden. Aber nur nach dem Motto "solange es mich nicht betrifft, ist alles in Ordnung" ist für einen investigativen Journalisten echt zu schwach.
Schönefeld war und ist der falsche Standort, Speerenberg ist es (sogar laut Gutachten!). Alle Probleme mit Lärmschutz, Größe und Finanzierung resultieren aus dieser falschen Entscheidung.
Mehr dazu unter: www.bvbb-ev.de