Ein Anime-Girl mit grünen Haaren läuft durch einen echten Park, dazu läuft zuckersüßer Japanpop. Was soll das? Wie funktioniert das? Und wer ist die Frau?von Michael Brake
@Felix: Eine sehr begrenzte Vorstellung, wie sie allenfalls auf die Menschen, nicht aber auf all die "älteren Zivilisationen", von denen sie da reden, zutreffen dürfte, es sind allerhand Zivilisationen atechnischer, bzw. anartifizieller Natur denkbar, in denen derlei "Technik" nicht als fremdes, künstliches Material appliziert wird, sondern biogenetisch-evolutionär oder in Form biologischer Implantate - die Fantasy ist voll von solchen Ideen (vielleicht aufbauend auf dem Konzept von Ameisenkolonien oder Bienenstöcken), ganz zu schweigen von der "Magie", die auch als eine Form biologischer Technik verstanden werden kann, Technik, aber mit einem anderen Fundament als unseren Naturwissenschaften.
Was zum Beispiel, wenn die Raptoren, die sich vor 65 Millionen Jahren zur kulturschaffenden, hochintelligenten Spezies auf Erden entwickelten, insbesondere leicht verrottende biologische Materialien verwendeten, statt Stein oder Metall (selbst diese wären aber heute zur Unkenntlichkeit verrottet), dieses aber ebenso innerhalb kürzester Zeit zum globalen Kollaps führte, wie die Technik der Menschen? (die Analogie zur menschlichen Entwicklung ist so frappierend, dass es fast wahrscheinlicher ist, als der Meteorit, der die Erde getroffen hat - was, wenn die Entwicklung einer extrem dominanten Spezies immer den Kollaps der natürlichen Ordnung nach sich zieht?). Sie könnten eine der "älteren Zivilisationen" sein, ohne Spuren zu hinterlassen, und ohne, dass je eine Verschmelzung von künstlicher Intelligenz/Technik und Körper/biologischer Intelligenz stattgefunden hätte - extreme Langlebigkeit lässt sich leicht "züchten", ist aber in jeder Form problematisch, weil Entwicklung damit immer verlangsamt wird. Sowohl biologische Anpassung, als auch zivilisatorische: Selbst wenn die technischen Körper erneuert würden, der Verstand bliebe der alte.
15.07.2012 09:56 Uhr
von felix:
Zukunftsforscher haben schon vor Jahrzehnten vorausgesagt, dass bei einer sich weiterentwickelnden Zivilisation die Form des organischen Lebens nur eine kurze Episode ist. Aus jeder sich technologisch weiterentwickelnden Zivilisation wird früher oder später eine Maschinengesellschaft. Zunächst sind organisches Leben und Maschinen noch getrennt. Dann wachsen sie langsam zusammen. Als erstes gibt es technische Geräte und einfache Maschinen, die dauerhaft in organischen Körpern verbleiben: Z.B. Brillen, Kontaktlinsen, Herzschrittmacher, Prothesen. Dann schreitet die Entwicklung voran: Sensorimplantate, um elektronische Computer mit Gehirnen zu verbinden. Künstliche Intelligenz entsteht, irgendwann entstehen entweder künstliche Bewußtsein oder menschliches Bewußtsein und Maschinen verschmelzen. Am Ende der Entwicklung steht eine Maschinenzivilisation, die sich völlig frei im Weltraum bewegen kann und nicht mehr auf einen Planeten wie die Erde als Wohnort angewiesen ist. Eine solche Maschinenzivilisation wird sich dann auf den Weg ins Zentrum der Galaxie machen, wo es Materie und Energie im Überfluss gibt. Dort wird sie vielleicht auf ältere Zivilisationen treffen.
Es ist eine unweigerliche Entwicklung: Jedes organische Leben entwickelt sich zu einer Maschinenziviliation, sofern ein kontinuierlicher technischer Fortschritt stattfindet.
14.07.2012 17:04 Uhr
von julia:
Na, das ist doch keine "konsequente Abwehr" ;)
14.07.2012 02:24 Uhr
von anonym:
Also die Richtung, die diese technische Entwicklung einschlägt will mir ganz und gar nicht behagen. Konsequent weitergedacht wird die "augmented reality" zu sozialer Vereinsamung führen. Mangelnde gesellschaftliche Partizipation wird ein weiterer Effekt sein. Und eine zukünftige Jugend, die sich in diese Parallel-Realität flüchten kann, wird sich wohl kaum mehr die Mühe machen gegen herrschende Umstände zu rebellieren. Bald laufen die Leute nicht nur noch mit Stecker im Ohr sondern diesen Brillen durch die Gegend und haben ihre digitalen Gespielinnen o.Ä. immer dabei.
13.07.2012 20:08 Uhr
von deviant:
Wirklich interessantes Video, erinnert mich an erste Gehversuche ambitionierter Linuxentwickler, die die Kinect-cam zur gestenbasierten Steuerung ihres OS benutzen wollten...noch interessanter aber, dass sich die großen Zeitungen scheinbar langsam der Internetgemeinde öffnen. In der FAZ heute ein Kommentar zum Internetphänomen "My little Ponies", der laut Kommentaren recht zutreffend ist (bisher nahezu völlig an mir vorbei gegangen), jetzt weiß sogar die taz, wer denn das ähnlich penetrante Phänomen Hatsune Miku ist - und das in Deutschland, wo derlei Kunstformen noch ein Randphänomen sind - ganz anders als zum Beispiel bei den francophonen Nachbarn.
Leserkommentare
15.07.2012 23:37 Uhr
von deviant:
@Felix:
Eine sehr begrenzte Vorstellung, wie sie allenfalls auf die Menschen, nicht aber auf all die "älteren Zivilisationen", von denen sie da reden, zutreffen dürfte, es sind allerhand Zivilisationen atechnischer, bzw. anartifizieller Natur denkbar, in denen derlei "Technik" nicht als fremdes, künstliches Material appliziert wird, sondern biogenetisch-evolutionär oder in Form biologischer Implantate - die Fantasy ist voll von solchen Ideen (vielleicht aufbauend auf dem Konzept von Ameisenkolonien oder Bienenstöcken), ganz zu schweigen von der "Magie", die auch als eine Form biologischer Technik verstanden werden kann, Technik, aber mit einem anderen Fundament als unseren Naturwissenschaften.
Was zum Beispiel, wenn die Raptoren, die sich vor 65 Millionen Jahren zur kulturschaffenden, hochintelligenten Spezies auf Erden entwickelten, insbesondere leicht verrottende biologische Materialien verwendeten, statt Stein oder Metall (selbst diese wären aber heute zur Unkenntlichkeit verrottet), dieses aber ebenso innerhalb kürzester Zeit zum globalen Kollaps führte, wie die Technik der Menschen? (die Analogie zur menschlichen Entwicklung ist so frappierend, dass es fast wahrscheinlicher ist, als der Meteorit, der die Erde getroffen hat - was, wenn die Entwicklung einer extrem dominanten Spezies immer den Kollaps der natürlichen Ordnung nach sich zieht?). Sie könnten eine der "älteren Zivilisationen" sein, ohne Spuren zu hinterlassen, und ohne, dass je eine Verschmelzung von künstlicher Intelligenz/Technik und Körper/biologischer Intelligenz stattgefunden hätte - extreme Langlebigkeit lässt sich leicht "züchten", ist aber in jeder Form problematisch, weil Entwicklung damit immer verlangsamt wird. Sowohl biologische Anpassung, als auch zivilisatorische: Selbst wenn die technischen Körper erneuert würden, der Verstand bliebe der alte.
15.07.2012 09:56 Uhr
von felix:
Zukunftsforscher haben schon vor Jahrzehnten vorausgesagt, dass bei einer sich weiterentwickelnden Zivilisation die Form des organischen Lebens nur eine kurze Episode ist. Aus jeder sich technologisch weiterentwickelnden Zivilisation wird früher oder später eine Maschinengesellschaft. Zunächst sind organisches Leben und Maschinen noch getrennt. Dann wachsen sie langsam zusammen. Als erstes gibt es technische Geräte und einfache Maschinen, die dauerhaft in organischen Körpern verbleiben: Z.B. Brillen, Kontaktlinsen, Herzschrittmacher, Prothesen. Dann schreitet die Entwicklung voran: Sensorimplantate, um elektronische Computer mit Gehirnen zu verbinden. Künstliche Intelligenz entsteht, irgendwann entstehen entweder künstliche Bewußtsein oder menschliches Bewußtsein und Maschinen verschmelzen. Am Ende der Entwicklung steht eine Maschinenzivilisation, die sich völlig frei im Weltraum bewegen kann und nicht mehr auf einen Planeten wie die Erde als Wohnort angewiesen ist. Eine solche Maschinenzivilisation wird sich dann auf den Weg ins Zentrum der Galaxie machen, wo es Materie und Energie im Überfluss gibt. Dort wird sie vielleicht auf ältere Zivilisationen treffen.
Es ist eine unweigerliche Entwicklung: Jedes organische Leben entwickelt sich zu einer Maschinenziviliation, sofern ein kontinuierlicher technischer Fortschritt stattfindet.
14.07.2012 17:04 Uhr
von julia:
Na, das ist doch keine "konsequente Abwehr" ;)
14.07.2012 02:24 Uhr
von anonym:
Also die Richtung, die diese technische Entwicklung einschlägt will mir ganz und gar nicht behagen.
Konsequent weitergedacht wird die "augmented reality" zu sozialer Vereinsamung führen. Mangelnde gesellschaftliche Partizipation wird ein weiterer Effekt sein. Und eine zukünftige Jugend, die sich in diese Parallel-Realität flüchten kann, wird sich wohl kaum mehr die Mühe machen gegen herrschende Umstände zu rebellieren. Bald laufen die Leute nicht nur noch mit Stecker im Ohr sondern diesen Brillen durch die Gegend und haben ihre digitalen Gespielinnen o.Ä. immer dabei.
13.07.2012 20:08 Uhr
von deviant:
Wirklich interessantes Video, erinnert mich an erste Gehversuche ambitionierter Linuxentwickler, die die Kinect-cam zur gestenbasierten Steuerung ihres OS benutzen wollten...noch interessanter aber, dass sich die großen Zeitungen scheinbar langsam der Internetgemeinde öffnen. In der FAZ heute ein Kommentar zum Internetphänomen "My little Ponies", der laut Kommentaren recht zutreffend ist (bisher nahezu völlig an mir vorbei gegangen), jetzt weiß sogar die taz, wer denn das ähnlich penetrante Phänomen Hatsune Miku ist - und das in Deutschland, wo derlei Kunstformen noch ein Randphänomen sind - ganz anders als zum Beispiel bei den francophonen Nachbarn.