Atelier verliert Prozess: Tacheles wird endgültig kunstfrei
Auch das letzte Atelier des früheren Kunsthauses verliert vorm Landgericht und muss nun gehen. Die Zukunft des Tacheles bleibt weiter offen.
Es war die einzige, letzte Kunstbastion in der Tacheles-Ruine, ein kleiner Galerie-Laden links des – bereits seit Monaten zugemauerten – Torbogens. Nun muss auch er schließen. Am Mittwoch verloren die Betreiber ihren Räumungsprozess vor dem Berliner Landgericht. Die Galerie muss nun unverzüglich ausziehen.
Die Nutzer hätten auf einen Vertrag mit dem früheren Tacheles-Verein verwiesen, sagte Gerichtssprecher Ulrich Wimmer der taz. Dies hätten die Richter nicht für ausreichend erachtet. Der Zwangsvollstrecker habe mit seiner Räumungsklage Recht bekommen.
Mit dem Auszug des Kunst-Laden wäre das Tacheles-Gebäude komplett in der Hand des Zwangsverwalters, der HSH Nordbank. Einzig auf dem Hinterhof befinden sich noch eine Handvoll Künstler. Die restlichen mussten bereits Anfang September bei einer großen Räumung das Haus verlassen.
Die Zukunft des Tacheles-Geländes ist offen. Ein Zwangsversteigerungstermin steht weiter aus. Ob es direkte Verhandlungen mit interessierten Investoren gibt, ließ die HSH Nordbank offen. Der Zwangsverwalter will bis Jahresende auch den Hinterhof räumen.
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