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FDP-Chef Kubicki über seine Partei„Wie Sie sehen, lebe ich“

Wolfgang Kubicki gibt sich überzeugt, dass der Aufstieg der FDP nochmal gelingen kann. Mit ihm an der Spitze sei in der Partei wieder Ruhe eingekehrt.

Rainer Rutz
Cem-Odos Güler

Interview von

Rainer Rutz und Cem-Odos Güler

taz: Herr Kubicki, in der CDU geht es drunter und drüber. Sind die Tage von Bundeskanzler Friedrich Merz gezählt?

Wolfgang Kubicki: Ich höre aus der Union, dass die Leute kurz vor der Revolution sind. Auch ich habe mich in der Person Merz getäuscht. Wenn man sich seine ersten Reden anhört, hätte man denken können: Die deutsche Wirtschaft klatscht, wir von der FDP klatschen. Doch dann macht er eine Politik, die das genaue Gegenteil ist. Das ist etwas, womit die Union schwer fertig werden wird.

taz: Merz wird nach den jüngsten Personalrochaden von den eigenen Parteileuten vorgeworfen, er führe die CDU wie eine Firma. Hire and fire: Das müsste doch nach dem Geschmack der wirtschaftsfreundlichen FDP sein.

Kubicki: Aber Parteien sind nun mal keine Firmen und Deutschland ist keine Aktiengesellschaft. Solche Ideen haben sich schon in der Vergangenheit nicht bewährt. Für mich war aber vor allem die Tatsache spektakulär, dass so ein verhältnismäßig kleines Licht aus Bremen sich traut …

Im Interview: Wolfgang Kubicki

74 Jahre alt, Rechtsanwalt und seit Ende Mai Nachfolger des glücklosen Christian Dürr als Bundesvorsitzender der FDP. Kubicki ist seit 1971 Mitglied der Partei. Erstmals wurde er 1990 in den Bundestag gewählt. Von 2017 bis 2025 war er Vize-Präsident des Bundestags. Gut 25 Jahre war er zudem Abgeordneter in Schleswig-Holstein, davon die längste Zeit Vorsitzender der FDP-Fraktion. Die FDP scheiterte bei der Bundestagswahl 2025 an der 5-Prozent-Hürde und ist inzwischen nur noch in 6 Landtagen vertreten.

taz: … der Firma-Vorwurf stammt vom Bremer CDU-Landeschef Heiko Strohmann.

Kubicki: Ja, dass sich so ein politischer Zwerg – aus Sicht eines Kanzlers – das überhaupt traut, das im Bundesvorstand zu sagen. Wenn mir das passieren würde und keiner würde mich verteidigen, müsste ich nachdenken, ob ich noch die Führungskraft bin, als die ich gewählt wurde.

So schlecht waren wir doch nicht, schreiben mir Grüne und SPD-Kollegen manchmal

taz: Rückblickend: Waren die Ampel-Zeiten gegenüber der jetzigen Regierung erfolgreicher?

Kubicki: Sagen wir mal so: Ich bekomme gelegentlich von Kolleginnen und Kollegen von den Grünen, aber auch von Sozialdemokraten Nachrichten, in denen es heißt, so schlecht waren wir doch nicht. Aber meine Sehnsucht ist begrenzt nach einer Wiederholung der Ampel-Zeit.

taz: Sie bereuen es also nicht, dass Sie damals so lange gegen die Grünen und auch die SPD geschossen haben, bis der Laden auseinandergeflogen ist?

Kubicki: So zu tun, als hätten die Sozialdemokraten oder die Grünen nicht auch gegen uns geschossen, finde ich ein bisschen komisch.

taz: Aber die anderen Parteien hatten keine explizite D-Day-Strategie, um die Ampel-Koalition zu beenden.

Kubicki: Doch, hatten sie auch. Sie haben es nur nicht so genannt. Es gab ein separates Treffen von Sozialdemokraten und Grünen im Juli 2024 im Kanzleramt, wo über das Ende der Koalition gesprochen wurde. Uns war allen klar, dass es so nicht weitergehen kann, weil die finanziellen Grundlagen für diese Koalition fehlten. Und dann ging es immer um die Frage: Wer ist im Zweifel schuld? Wir haben uns dann freiwillig gemeldet.

taz: Merz hat gesagt: Kein Kanzler vor mir hat so etwas ertragen müssen. Muss er mehr einstecken als Olaf Scholz oder Angela Merkel?

Kubicki: Es gibt den Satz: Wer in die Küche kommt, muss mit Hitze umgehen können. Und wer in die Politik geht, muss damit umgehen können, dass er unter Beobachtung steht und kritisiert wird. Das erleben wir alle, ich auch. Ich wurde bereits als „Knallfrosch“ und „Quartalsirrer aus dem Norden“ etikettiert. Das muss man wegstecken. Wer das nicht kann, ist falsch in der Politik.

taz: Merz, der Jammerlappen?

Kucicki: Friedrich Merz hat sich jedenfalls als ziemlich dünnhäutig erwiesen.

taz: Ihre Partei profitiert trotzdem nicht von der Schwäche der Union. Ist die FDP dann doch tot, wie Merz nach der Wahl in Baden-Württemberg erklärt hat?

Kubicki: Wie Sie sehen, lebe ich.

taz: Sie sind der wandelnde Liberalismus in Deutschland?

Kubicki: Ich bin zumindest schon lange dabei und deutlich älter als die meisten Mitglieder meiner eigenen Partei. Aber zu Ihrer Frage: Der Liberalismus geht ja weit über die FDP hinaus. Die Sehnsucht nach einer freien Gesellschaft findet sich in Deutschland, aber auch weltweit.

taz: Das dauerhafte Umfragehoch für die AfD spricht eher für die Lust am Autoritären.

Kubicki: Das ist doch zu einfach gedacht, wenn Sie die alle in die rechtsradikale Nazi-Ecke schieben. Viele Menschen wählen AfD, weil die Politik ihre Problemlösungskompetenz verloren hat. Da gibt es eine Menge schlimme Typen, definitiv. Aber bei vielen Wählern ist es pure Verzweiflung. Eine bessere Politik würde dazu führen, diese Menschen zurückzugewinnen. Nur sehe ich die momentan bedauerlicherweise nicht.

taz: Die AfD ist schon bei der Bundestagswahl 2025 auf über 20 Prozent gekommen. Die Jahre davor hätte die FDP in der Regierung demnach auch keine bessere Politik gemacht. War es ein Fehler, dass Ihr Vorvorgänger Christian Lindner die Partei thematisch auf das Thema Wirtschaft verengt hat?

Kubicki: Auch das ist von Ihnen zu einfach in dieser Anmutung, die Freien Demokraten auf solide Staatsfinanzen zu reduzieren. Wir haben einen sehr starken gesellschaftspolitischen Ansatz. Gerade die Verteidigung des Rechtsstaates während der Coronazeit ist ein Beleg dafür. Darum haben uns 2021 ja auch so viele Menschen gewählt.

taz: 2025 wurden Sie dann aber nicht mehr gewählt. Teile der Grünen umwerben bereits heimatlose Ex-FDPler mit dem Argument, Ihre Partei betrachte sozialliberale Themen als Schnee von gestern. Ist dem so?

Kubicki: Das wird nicht verfangen. Das ist ja auch erbärmlich, wenn die wie ein Staubsauger Stimmen abgreifen wollen, um stärker zu werden. Mit 13 bis 16 Prozent stehen die Grünen natürlich immer noch besser da als die Freien Demokraten. Aus Sicht der Grünen ist das trotzdem bescheiden, weil das keine Machtoption eröffnet. Gucken Sie sich Deutschlands Osten an. In Sachsen-Anhalt versuchen die Grünen jetzt mit taktischen Manövern zu erklären, sie müssten in den Landtag, damit eine AfD-Mehrheit verhindert wird. Erbärmlicher geht es ja nicht.

taz: Was, bitte, ist erbärmlich daran, Rechtsextreme zu verhindern?

Kubicki: Erbärmlich sind all diese Erklärungen, dass man auf jeden Fall Union wählen muss oder die Grünen oder die FDP oder die SPD, um die AfD zu verhindern. Das ist eine gefährliche Strategie. Wenn das das einzige Argument ist, warum Menschen eine Partei unterstützen sollen, dann werden sie sich von dieser Partei abwenden.

taz: Ihre Gegenkandidatin bei der Wahl für den Parteivorsitz, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, bezeichnete Sie nach dem Parteitag Ende Mai als „Rechtsausschläger“. Wie läuft’s denn aktuell so zwischen Ihnen beiden?

Kubicki: Wir sitzen gemeinsam im Präsidium unserer Partei und Marie-Agnes Strack-Zimmermann ist wie ich sehr sprachgewaltig. Ich bin auch der Letzte, der sie zur Mäßigung anleiten kann, weil ich ja selbst nicht derjenige bin, der sich mäßigt bei seinen Äußerungen. Aber inzwischen konzentrieren sich ihre Äußerungen ja auch wieder auf die Verteidigungspolitik und vor allen Dingen die Politik auf europäischer Ebene. Da ist sehr viel zu tun. Und ich habe gesagt: Marie-Agnes, wenn du es schaffst, dafür zu sorgen, dass wir weniger Bürokratie von Brüssel erhalten, dann hast du wirklich sehr viel erreicht.

taz: Und der „Rechtsausschläger“?

Kubicki: Jeder der mich wirklich kennt, findet den Vorwurf absurd. Aber mir ist das relativ egal, denn ich bin noch da. Im Gegensatz zu denjenigen, die mir diese Etikettierungen verpasst haben. Das deutet doch auf eine gewisse Durchsetzungsfähigkeit, eine gewisse Beständigkeit, ein gewisses Vertrauen, das mir mittlerweile nicht nur in der Partei entgegengebracht wird, sondern auch von den Menschen in Deutschland. Ich gehöre zu den Top Ten der beliebtesten Politiker. Und das ohne Regierungsmandat, ohne Bundestagsmandat. Das hat doch was.

taz: Sie haben gerade verklausuliert gesagt, dass Strack-Zimmermann – anders als Sie – weg vom Fenster ist?

Kubicki: Nein, das habe ich nicht gesagt und das wäre auch falsch.

taz: Für eine gemeinsame Doppelspitze mit ihr waren Sie nicht zu haben. Dabei hätte das Ihre Partei möglicherweise befrieden können. Warum haben Sie sich hier quer gestellt?

Kubicki: Weil ich diese Doppelspitze für wenig zielführend halte. Denn wir würden regelmäßig das erleben, was Sie hier auch probieren. Man würde Kubicki fragen, man würde Strack-Zimmermann fragen, und dann versuchen, daraus einen Widerspruch herzustellen, um zu erklären: Die FDP zerfällt in zwei Lager. Das ist nicht der Fall. Sie sehen doch, dass nach meiner Wahl wieder Ruhe eingetreten ist, auch was das Verhältnis von Kubicki und Strack-Zimmermann angeht.

taz: Apropos Ruhe. Sie sind Ende Mai mit großem Medienrummel ins Amt gekommen. Uns scheint, genutzt hat es nicht viel. In den Umfragen rangiert die FDP in der Regel weiter unter 5 Prozent. Sind Sie doch nicht der große FDP-Heilsbringer, als der Sie gefeiert wurden?

Kubicki: Erstens hängt nicht alles an Wolfgang Kubicki. Und zweitens werden wir mittlerweile bei allen Instituten wieder ausgewiesen, mit mindestens 4, bei einigen sogar mit 5 oder 5,5 Prozent. Ich bin seit acht Wochen Bundesvorsitzender der FDP. Wenn ich Ihnen im April gesagt hätte, dass die jetzt wieder bei 5 Prozent stehen würde, hätten Sie gesagt: Der Kubicki hat was geraucht. Ich bin da ausgeruht, brauche aber ein bisschen mehr als acht Wochen, um ans Ziel zu kommen.

taz: Bei den anstehenden Landtagswahlen im Osten sieht es erst mal düster aus.

Kubicki: Ich gebe den Osten nicht verloren. Wir werden ihn auch nicht verlieren, keine Sorge.

taz: In Berlin liegt die FDP bei 4 Prozent, ebenso in manchen Umfragen für Sachsen-Anhalt, in der jüngsten Sachsen-Anhalt-Erhebung verschwindet Ihre Partei aber wieder unter den „Sonstigen“. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird sie nicht ausgewiesen.

Kubicki: Noch mal: Nichts ist verloren. Vor allem nicht in Sachsen-Anhalt. Hier haben wir eine realistische Chance, wieder in den Landtag zu kommen. Auch in Berlin mache ich mir keine großen Sorgen bei der Art und Weise der Landes-CDU, die viele Bürgerliche abstößt. Mecklenburg-Vorpommern ist herausfordernder. Wir haben dort 600 Mitglieder und weniger Strukturen. Ich kann da 50 Kilometer übers Land fahren und treffe keinen einzigen Liberalen.

taz: Sie haben die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern für die FDP also abgeschrieben?

Kubicki: Nein, aber es ist eben in Mecklenburg-Vorpommern nicht ganz so einfach. Aber mit einem allgemeinen Trend, der uns deutlich über die 5 Prozent hebt, sähe es schon wieder anders aus. Und glauben Sie mir: Der Wiederaufstieg der FDP ist mittelfristig nicht aufzuhalten. Ob Sie das freut oder ärgert, dürfen Sie sich selbst aussuchen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

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48 Kommentare

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  • Meiner Meinung nach würde eine echte FDP Deutschland durchaus gut zu Gesicht stehen - beispielsweise als Regulativ zwischen Union und Grünen in einer Jamaika-Koalition 🇯🇲



    Vom Konzept her immer noch meine Lieblingslösung auf Bundesebene - wenn alle drei Parteien tatsächlich ihrer jeweils historischen Agenda folgen würden und nicht den aktuellen Abwegen...



    Dementsprechend ist für mich eine FDP wie sie Kubicki vorschwebt komplett obsolet.



    Ich sehe Kubicki Wessiabklatsch von Wagenknecht🤷



    Die eine stänkert im Osten und setzt dementsprechend auf Russlandliebe, der andere stänkert im Westen und setzt dementsprechend auf Untertnehmer und Großverdiener.



    Braucht beides kein Mensch - allerdings kosten BSW und FDP möglicherweise entscheidende Prozente SPD und Union an deren Rändern.



    Insofern sind BSW und FDP Steigbügelhalter der AfD - die FDP indirekt, das BSW ganz offen.

    • @Astrid Sehnefeld:

      In Ihrer Einschätzung der FDP stimme ich mit Ihnen voll überein. Besonders Ihre Bezeichnung Kubickis als Wessiabklatsch von Wagenknecht hat mir gut gefallen.



      Die Ossis verhelfen in Wahlen möglicherweise dem BSW über die 5%-Hürde, im Westen hieven die Wähler am Ende noch die FDP mit Ach und Krach darüber.



      Und kein Mensch braucht diese beiden Parteien.

  • Starkes Interview. Wäre schön, wenn die TAZ häufiger Interviews mit Politikern von außerhalb der eigenen Community führen würde. Da gibt es eine lange Liste interessanter Personen.

    • @Nachtsonne:

      Dann aber bitte Politiker, die es draufhaben und es schaffen, mich als Linken gleichzeitig zu provozieren und zu animieren, mich selbstkritisch mit den eigenen Positionen auseinandersetzen. Letzteres kann Kubicki nicht, dazu fehlt es an intellektueller Schärfe (dann schon eher Agnes Strack-Zimmermann).



      Ich meine, ein Interview etwa mit Markus Söder in der taz wäre reine Zeitverschwendung ohne irgendeinen Erkenntnisgewinn. Kann man sich also sparen.

  • Ein Typ der viele Korruptionsaktionen hinter sich hat. Siehe Wikipediaseite über ihn.



    Der sich nicht an Corona-Eindämmungsmaßnahmen hielt, aus Egoismus



    ein Typ der mit den Rechten opportunistisch koaliert.



    Die Steigerung von Lindner heißt Hubraum-Kubicki.

  • "...Vor allem nicht in Sachsen-Anhalt. Hier haben wir eine realistische Chance, wieder in den Landtag zu kommen..."



    Das wollen wir doch wirklich nicht hoffen. - Glaubt er vielleicht doch von den "taktischen Manövern", die z.B. von Herrn Hallervorden angeraten werden, zu profitieren? Mit denen freundliche Menschen kleine Parteien stärken sollen, in Wirklichkeit aber riskieren könnten, dass ihre "Parteistimmspende" niemandem nützt - dafür der relevantere Teil des politischen Spektrums Schaden nimmt?



    Mag sein, dass Kubicki nichts geraucht hat - aber er kommt meistens so rüber als sei das imaginäre Zeug verdammt stark gewesen. Ich hoffe mal, dass Christian Lindner wenigstens einmal ganze Arbeit geleistet hat...

  • „Ein Sonntagskind stellt sich der Polizei -



    man weiß oft nicht wohin mit solchen Spinnern -



    und ruft erleichtert aus dem Knast: Ich bin so frei!"



    (aus „Allerhand Arger" v. Hans-Magnus Enzensberger)

  • Kubicki hat Entertainerqualitäten, definitiv. Aber ein politischer Fips Asmussen allein bringt noch keine 5 Prozent. Eigentlich wäre liberale, ebenso wie sozialdemokratische Politik nötig, gerade in der inneren Sicherheit oder bei den Bürgerrechten.



    Rechsliberalismus oder Neoliberalismus sind entweder bei der AfD oder der CDU, vor allem die CDU wird damit kaum glücklich. Auf die lange Sicht wäre auch eine Ampel denkbar, das geht aber dann frühestens mit der nächsten Politikergeneration und mit einer FDP, die kooperativer und verlässlicher ist.

    • @FtznFrtz:

      „Aber ein politischer Fios Asmusssn allein bringt noch keine 5 Prozent.“



      Ich fürchte, doch. Aber Ihr Vergleich ist zutreffend: wie Fios Asmussen wirkt auch ein Kubicki etwas aus der Zeit gefallen, nicht nur bezüglich seiner Vorstellungen von Humor, sondern auch programmatisch.



      Naja, für 5% mag es reichen.

  • FDP ist nach meinem Dafürhalten die einzige Partei, die wenig bis nichts hält von der gefühlt permanenten Bevormundung durch die Politik. Starker Gegensatz zu den Oberlehrern, den fanatisch Woken oder auch den väterlichen Kümmerern.







    Ok, keine Ahnung, wie die AfD dazu steht.

    • @uwe:

      Das wäre Ihr Eindruck. Ein anderer möglicher Blick wäre, dass auf die sehr Wenigen reduziert wird, die keinen funktionierenden Staat zu brauchen glauben, die das Konzept von gemeinsamen Regeln der Zusammenarbeit nicht verstehen und die Zukunft und Chancen für Dritte auch nicht.

      Siehe das ideologisch-zeigefingrig abgewiesene Tempolimit bei gleichzeitigem Scheitern bei den Verkehrssektorzielen.



      Siehe das teure Bemuttern der Verbrennerindustrie.

      Schade, die FDP war vor über 50 Jahren schon mal weiter.

    • @uwe:

      So ist es und im Rahmen von Corona hat sie davon ja auch profitiert. Jetzt müsste sie eigentlich auch profitieren, dass Merz andere Politik macht, als angekündigt war. Mal sehen.

    • @uwe:

      Hola - mal wieder einer - dem es mühelos gelingt - nem nackten Seemann in die Tasche zu greifen! Newahr



      Staatsmümmelmann 🪂 Guido 18 %



      Im Februar 2010 nahm Westerwelle das Hartz-IV-Urteil[50] des Bundesverfassungsgerichts zum Anlass für Kritik an dem – seiner Meinung nach – ausufernden deutschen Sozialstaat, die er insbesondere in der Springer-Presse anschob. Wegen der Äußerung „Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, der lädt zu spätrömischer Dekadenz ein“[51] warfen ihm Opposition und Teile der Union soziale Kälte und Klientelpolitik vor.[52] Allgemein wurden diese und andere Formulierungen als unangemessen kritisiert.“



      Reicht ehna wohl nicht - wa.



      Bitte Im Jahr 2005 erklärte Westerwelle, nicht die von Franz Müntefering genannten „angeblichen Heuschrecken-Unternehmer, sondern die Bsirskes und die Engelen-Kefers“ seien das Problem Deutschlands. „Die Gewerkschaftsfunktionäre sind die wahre Plage in Deutschland.“ Die Politik der Gewerkschaften „kostet mehr Jobs, als die Deutsche Bank je abbauen könnte“.[

      kurz: Nach oben buckeln 🚴 nach unten treten!



      Normal

      Na Mahlzeit

  • Finde ich gut, dass die taz Kubicki interviewt, der mit seiner Selbstironie und kein Blatt vor dem Mund durchaus Punkten kann. Dank seiner Intelligenz müsst ihm doch klar sein, dass es gut wäre, den neoliberalen Kurs der FDP zu überdenken und nicht immer gegen die Grünen zu polemisieren. Als ob weitere Verbrenner, die deutsche Automobilindustrie retten würden.



    Musterbeispiel die Bahn, die am Aktienmarkt reüssieren sollte, aber in den Ruin getrieben wurde, weil über Jahrzehnte nicht vom Staat investiert wurde. Würde die FDP hiier solide Antworten liefern. wären 5 Prozent locker driin!



    Spannend wäre gewesen, Kubicki nach der neuen Liebe der Grünen zum Liberalismus und dem Begriff Freiheit zu fragen, den Brantner in den Blättern für nationale und internationale Politik als Vordenkerin propagierte. "Frei sind wir nur im wir", fordert sie.

    • @Lindenberg:

      "Dank seiner Intelligenz müsst ihm doch klar sein, dass es gut wäre, ..."

      Nee, is klar: Der Mann kann denken, also müsste der doch einsehen, dass MEINE Lieblingspartei Recht hat. Werden Sie jetzt als nächstes noch meinen, dass es nach dem überfälligen Einschwenken auf den grün getünchten Pfad der Weisheit dann auch mit den Wählern klappt (die der FDP zuletzt vor allem deshalb weggelaufen sind, weil sie Rot-Grün nach deren Ansicht zu viele Zugeständnisse gemacht hat)??

      Unterschiedliche Meinungen sind nicht zwangsläufig das Resultat von unterschiedlich ausgeprägter Intelligenz. Die FDPler meinen halt, dass man Umdenken nicht hoheitlich forcieren kann, so sehr das auch zu wünschen wäre. Und die Grünen finden immer wieder neue Verklärungswege, genau das zu propagieren, und den Ansatz "liberal ist, wenn Alle - natürlich aus freien Stücken - genau das tun, was ICH für richtig halte" zu verkaufen. Sie unterschlagen halt gern, wie in ihrer Idealwelt die Entscheidungsfreiheit Jener, die NiCHT die grüne Weisheit mit Löffeln gefuttert haben, in einem Wölkchen ideologischer Irrelevanz verpufft... ;-)

      • @Normalo:

        "Wähler... ...die der FDP zuletzt vor allem deshalb weggelaufen sind, weil sie Rot-Grün nach deren Ansicht zu viele Zugeständnisse gemacht hat)?"



        Nö. Sehe ich nicht so. Bei der Wahl vorm Zustandekommen der Ampel konnten selbst ewige FDP-Anhänger ihr Glück nicht fassen woher plötzlich das unerwartete enorme Stimmenplus kam. Das waren - so wurde damals berichtet - vor allem junge Leute, teils Neuwähler. Die hatten den schicken Christian auf den Wahlplakaten irgendwie als modern, gar ein wenig Grün, verortet. Der sah ja so jung, toll und nachdenklich aus... Ganz bestimmt einer, der was voranbringen würde...



        Die Realität sah völlig anders aus. Und genau diese Wähler waren dann bei der nächsten Wahl erwachsen geworden. Und stellten fest: Wer nicht zur sehr engen "Zielgruppe" der FDP-Granden gehört, sollte sein Kreuz besser woanders machen. - Muss ja nicht gerade die AfD sein...

        • @Der olle Onn:

          Ist das Ihre subjektive Empfindung, oder haben Sie dafür Zahlen? Ich fürchte, Sie sehen das ein wenig aus der eigenen politischen Perspektive und unterstellen den FDP-Wählern von damals, sie tickten dann doch irgendwie ähnlich wie Sie. Fragen Sie sich mal, warum jemand, der von einer Partei einen charismatischen Frontmann und eher grün-liberale Politik erhofft, 2021 nicht gleich die Grünen gewählt hat!



          Die Umfragen sagten jedenfalls 2025 über den Hauptgrund des Wählerschwundes etwas anderes: Zu viele rot-grüne Kröten geschluckt. Ich "wollte" das auch nicht glauben, aber ich schätze Lindner auch nicht so anti-opportunistisch ein, dass er aus Freck die Reißleine zieht, wenn Alles, was er laut Umfragen für die kommende Wahl hätte tun müssen, mitschwimmen gewesen wäre. Also ist mein Gedanke, dass da schon was drangewesen sein wird.



          Es war übrigens auch schon beim erst Rausflug der FDP aus dem BT so, dass die Wähler in der schwarz-gelben Regierung zuvor den gelben Einschlag vermisst hatten.

    • @Lindenberg:

      Zu Brantners Zitat wurde er nicht befragt, weil ihm niemand eine Steilvorlage liefern wollte, "dagegen mit der nötigen Schärfe" (S. Jacobsohn) vorzugehen.

      Fragen Sie einmal eine Suchmaschine Ihrer Wahl, von wem das adäquate:

      "Die höchste Form der Freiheit ist die Gemeinschaft" stammt.

      Oder auch (vom gleichen Typen):



      "Der höchste Grad von Freiheit ist es, freiwillig in einer intakten Gemeinschaft aufzugehen".

      Müssen Sie allerdings ein wenig suchen, daher zwei Tipps:



      Für das erste Zitat: Landesparteitag einer Partei in Thüringen im Jahr 2022.

      Für das zweite:



      Ben "Ungeskripted", Mai 2026.

      Herzlichste Grüße!

  • In dieser Zeit, in der Links- und Rechtsextreme Verfassungsfeinde überall gegen die republikanische Demokratie mobil machen, braucht es eine wehrhafte liberale Partei mehr als jemals zuvor!

    Ich wünsche mir, dass die FDP diese Rolle endlich wieder einnimmt.

    • @Thomas O´Connolly:

      Das ist kein Testbild - das ist eine BILD-Störung...

    • @Thomas O´Connolly:

      Jo, is' denn heit scho' Weihnachten??

    • @Thomas O´Connolly:

      Im Prinzip stimme ich zu. Ich bin mir nur nicht sicher, ob die heutige FDP überhaupt in der Lage ist, liberale Politik zu machen, die nicht nur Freiheit für Wirtschaft und Besserverdienende meint. Eine progressive, liberale Partei mit sozialem Gewissen würde ich sofort wählen.

      • @Deep South:

        Freiheit gilt dann für jeden, für Reiche und Arme. Das ist das Prinzip der Freiheit.

        • @Dr. McSchreck:

          Natürlich. Aber Freiheit für die Wirtschaft darf eben nicht zu Lasten der Armen gehen und nur für das berühmte "Mövenpick" Klientel da sein. "Wirtschaft" sind eben nicht nur Großkonzerne und Banken. Es gab in der FDP immer Leute, die einen sozialverträglichen Liberalismus vertreten haben, sich um Dinge wie Datenschutz, Persönlichkeitsreche, etc. bemüht und sich gleichzeitig gegen überbordenden Bürokratismus gestellt haben. Aber spätestens seit Westerwelle, Rößler, Lindner ist die FDP unwählbar. Für mich als Selbständigen müsste eine liberale Partei zumindest im Ansatz so etwas natürlicher Verbündeter sein.

    • @Thomas O´Connolly:

      Gerne hätte ich mal ein Beispiel für "linke" Verfassungsfeindlichkeit und/oder Mobilmachung gegen die Demokratie.

  • Kubicki & Merz erinnern fatal an Statler & Waldorf aus der Muppet-Show. Gibt es in diesen Parteien denn keine zukunftsgewandten jüngeren Personen mehr? Nicole Büttner ist ja scheinbar leider in der Versenkung verschwunden, obwohl sie Glaubwürdigkeit sehr gut kann wie mir scheint...

    • @Grenzgänger:

      "Im liberalen Sinne heißt liberal nicht nur liberal", Loriot steht aber leider nicht mehr zur Verfügung.



      Und Frauen waren v. a. zu den Unzeiten von Brüderle, Lindner & Co. sowieso eher möglichst blonde Beiware fürs Plakat, so klug sie auch waren. Auch da war die FDP schon mal weiter.

  • Hirnzellen Kubickis hätten auf das Direktmandat der FDP einst in Halle verweisen können, um die letzte Hoffnung in Sachsen-Anhalt zu wahren. Das war aber der eher sozialliberal geprägte Genscher.



    Freiheit als Freiheit der sehr Reichen zu verstehen und nicht mit gleichen Chancen und Rechten für wirklich alle zu koppeln, das hingegen ist der Verrat am modernen Liberalismus.

    PS: Sein Vorwurf, "jetzt mit taktischen Manövern [müssten die Grünen] erklären, sie müssten in den Landtag, damit eine AfD-Mehrheit verhindert wird. Erbärmlicher geht es ja nicht." erinnert mich doch an eine gewisse Funktions-Partei, wie hieß die noch mal ... naja, auch nicht so wichtig.

    • @Janix:

      Immer die Ideologie-Keule, die FDP sei eine Partei der Reichen und bediene nur das Thema Wirtschaft. Alle Menschen die das beides behaupten, sind wirklich total uninformiert und haben sachlich keine Kenntnisse über die FDP .

      • @Peter Stolz:

        Sie kennen das Steuerkonzept der FDP? Null Gegenfinanzierung, um den Staat auszumergeln, und die wirklich großen Geschenke gehen nach ganz reich.







        Eine FDP, die Bürgerrechte, -freiheiten, gleiche Chancen wieder offensiv zu ihrem Kern machen würden, die das Freiburger Programm läse, wäre ernstzunehmen. Die neoliberale Karikatur von Liberal seit Westerwelle/Brüderle/Lindner - wie wollen Sie die noch verteidigen?

      • @Peter Stolz:

        Wieso Ideologie-Keule? Ich zitiere hier mal (wenn auch ungern) aus dem Wahlprogramm der FDP 2025:

        "Fünf Gründe für die FDP:

        Leistung muss sich lohnen. Wir sorgen für mehr Netto vom Brutto.



        Wachstum nützt allen. Denn nur eine starke Wirtschaft schafft gute Jobs.



        Freiheit in Sicherheit. Wir stärken unsere Sicherheitsbehörden. Die Migration begrenzen und ordnen wir.



        Aufstieg durch Bildung. Damit jeder die Chance auf Erfolg hat.



        Ein schlanker Staat. Erledigt seine Aufgaben schnell und bürgerorientiert."

        Von Bürgerrechten oder Schutz vor Datenkraken der großen Tech-Konzerne, eigentlich ur-liberalen Themen, finde ich da nichts, ganz im Gegenteil.



        FDP als wirklich liberale Partei ist spätestens mit der Generation Gerhart Baums gestorben.

  • Keiner braucht diese Partei ich hoffe sie bleibt wo sie ist unter 5 %

  • Ich drücke ihm die Daumen. Wir brauchen dringend eine Partei für mehr Freiheit und viel weniger Staat. Unsere Wirtschaft wird weg transformiert. Wenn weiter die gut bezahlten Industrie-Jobs wegbrechen, ist niemand mehr da, der den sich stetig ausdehnenden Sozialstaat bezahlt. Dann ist das Ende der Demokratie hier nahe.

    Allerdings solange MASZ in den Talkshows sitzt und für mehr Krieg und Rüstung Werbung macht, ist die FDP nicht zu retten. Das schreckt viele Wähler ab.

    • @Otto Mohl:

      Die fdP ist nicht die Partei der "Freiheit". Was die unter dem Begriff verstehen, das ist nur das Recht und nur die "Freiheit" des Stärkeren. Das was die Aufklärung an Freiheitsgedanken und Idealen formuliert hat, das ist Kubicki vielleicht bekannt, verstanden hat er und die meisten seiner Parteikolleg*innen nicht oder aber das wird ignoriert. Heute ist das ein rein populistisch agierender Lobbyverein im Auftrag der Wirtschaft und der Reichen/Starken in unserer Gesellschaft. No more.

      • @Perkele:

        Ich verstehe unter "Freiheit" zunächst mal, dass mir nicht Jemand vorformuliert, was ich richtig oder falsch zu finden habe und in der Folge auch möglichst wenig bestimmt, was ich zu tun und zu lassen habe. Für den Staat bedeutet das, dass er nicht überlegt, wo er noch was verbieten oder vorschreiben könnte, sondern ob es Verbote und Vorschriften im Einzelfall wirklich braucht.



        Das ist liberale Denke. Das Ergebnis kann immer noch ein tatkräftiger Sozialstaat mit einer relativ hohen Staatsquote sein. Aber mit der Abkehr vom Besserwissertum, das für Alles einen kategorischen Imperativ bereithält und den auch bis ins letzte Detail durchgesetzt sehen wll, und das jede Freiheit, die es selbst nicht unbedingt braucht, für insgesamt verzichtbar hält, wäre schon viel gewonnen.



        Man darf es halt nicht zu monokausal sehen. Freiheit ist genauso wenig NUR die Freiheit Andere auszubeuten, die das mit sich machen lassen, wie sie die Freiheit ist, möglichst unabhängig von der eigenen Produktivität konsumieren zu können. Legt man das Augenmerk NUR auf diese Aspekte - egal ob fördernd oder unterbindend -, produziert das immer unfreie Ergebnisse. Deshalb braucht es - auch - Parteien wie die FDP.

        • @Normalo:

          Ganz ihrer Meinung!

        • @Normalo:

          Einer der Gründe allen Übels ist die Vermögensakkumulation, die produziert fortwährend Ausbeutung (ja, auch ich profitiere...) direkt und indirekt. Falls es irgendwelche in staatstragend so wie Herr Kubicki auf seine alten Tage sein möchte. ma wissen wollen, könnense da anfangen und gibts den Kindern, sowohl hier als auch da wo wir von der Ausbeutung profitieren. Ham paar mehr die Chance, aus der Höhle wenigstens zum Eingang zu klettern*lol*.

          • @Hugo:

            Nette Idee. Nur gibt es für diese Zielsetzung schon eine Partei. Die hat auch eine deutlich weniger pensionsreife Spitze. Wer solche Politik "staatstragend" sehen möchte, kann also weiter ganz klar NICHT die FDP wählen (wie er das im Zweifel schon immer getan hat).



            Mein Punkt ist ja gerade, dass man sich Parteien insgesamt sparen könnte, wenn die alle uniform dieselbe "politische Vernunft" verträten. Die FDP sagt eben nicht "Weg mit der Vermögensakkumulation!" sondern "Lieber in Möglichkeiten für Alle investieren, Erfolg zu haben und Vermögen zu akkumulieren, statt erfolgreichen Menschen das Geld als "unverdient" abzunehmen und es Anderen zu geben, die es AUCH nicht verdient haben (und dabei nebenbei am Ende Alle vermögenslos zu machen, weil die Umverteilungsmaschine selbst so viel frisst, dass das, was sie ausspuckt, nur verkonsumiert wird)."



            Das MUSS man nicht so sehen, DARF man aber, und was man so sehen darf, darf auch eine Partei es so vertreten. Ob es so GEMACHT werden kann, wie die jeweilige Partei es gern machen würde, entscheidet die Wählermehrheit. Die ist - nüchtern betrachtet - gerade nicht so heiß auf Umverteilung, würde ich sagen, aber noch weniger auf die FDP...

        • @Normalo:

          Sie scheinen den Kategorischen Imperativ bei Ihrer Lektüre anders verstanden zu haben als zumindest ich.



          Kurz angedeutet: Wenn jeder diese paar Worte Kants verinnerlicht hätte, wären Gesetzbuchdrucker evtl. seit über 200 Jahren aus dem Geschäft.

          Freiheit ist ansonsten wohl die Freiheit aller Menschen, ist ein soziales Gut, frei nach Arendt. Das schließt ein, sich gemeinsam Regeln zu geben, dass Märkte, Freiheiten, Lebenschancen auch besser unterstützt werden.



          Unterschiedlich sind wir alle, doch einigen können wir uns halbwegs auf manches.

        • @Normalo:

          Das bestätigt meine These. Natürlich muss nicht alles haarklein geregelt und vorbestimmt sein, darum geht es auch nicht. Dass nur die fdP den Anspruch auf die "wahre" Freiheit hat, das ist eine Schimäre. Das können andere Parteien ebenso und bestätigen das auch in ihren Programmen und Handlungen. Die Aufklärung hat nicht stattgefunden um Tempolimits zu verhindern oder Waffennarren zu befriedigen. Es ging und geht darum, seine politischen und gesellschaftlichen Freiheiten zu erringen und zu erhalten. Freiheit steht JEDEM/R zu und zwar gleichermaßen, nicht nur Privilegierten - genau das hat diese fdP längst aus den Augen verloren. Sie ist in dieser Form unnötig.

          • @Perkele:

            "Die Aufklärung hat nicht stattgefunden um Tempolimits zu verhindern oder Waffennarren zu befriedigen."



            Genau das hat niemand mit absoluter Geltung zu bestimmen. Wofür er Freiheit haben möchte, darf jeder Mensch selbst entscheiden. Dieser Grundrespekt vor dem freien Willen ist überhaupt die BASIS von Freiheit. Wenn Sie die schon wegziehen, indem Sie einen (möglichst noch ideologisch determinierten) Strauß an "politischen und gesellschaftlichen Freiheiten" vorgeben - apropos: Was genau meinen Sie damit eigentlich? - und allem Anderen die Schutzwürdigkeit pauschal absprechen, brauchen sie gar nicht weiterzumachen. Dann sind Sie mit großem Hallo an der Freiheit vorbeigeritten.



            In einer Demokratie gibt es Wahlen zu dem Zweck, dass Menschen entscheiden können, welche Freiheiten sie auf gesellschaftlicher Ebene verteidigt sehen wollen und welche nicht. Das entscheiden nicht Sie, nicht der Papst und auch nicht die Philosophen der Aufklärung sondern jeder Einzelne nach seinem beliebig motivierten Gutdünken. Wer das nicht respektieren kann, mag VORGEBEN, für "Freiheit" zu streiten, aber er meint eigentlich ein Korsett, das die Menschen im besten Fall(!) zu zu einer Form von Glück zwingt.

  • Warum nur Kubicki? Von ihm will ich nichts lesen. Nicht beachten, ganz einfach.

    • @ABG76:

      Hat Sie jemand gezwungen, den Artikel zu lesen? Dann sollten Sie die Polizei rufen.

    • @ABG76:

      Finden Sie es nicht langweilig immer nur die eigene Meinung bestätigt zu bekommen?

  • Bei der FDP ist Ruhe eingekehrt. Totenstille ...

    Das, was die FDP für die "freie Gesellschaft" hält, sind immer nur die obersten 10% der Einkommens- und Vermögensverteilung, die Ärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Inhaber mittelständischer Firmen. Dort entscheidet der Kontostand über die persönliche Freiheit. Nur mit denen ist es schwer, Wahlen zu gewinnen, denn wer ausreichend wohlhabend ist, hat auch mit Grünen oder Linken an der Regierung keine Probleme zu befürchten, nicht einmal, wenn die Vermögensteuer wieder erhoben wird.

  • Wer so dumm ist wegen Kubicki die fdp anstatt afd zu wählen, hat zumindest der Demokratie, der EU und unserer Verfassung genützt. So traurig ist es mittlerweile in Deutschen Landen....

  • Ich gebe der FDP tatsächlich eine Chance als anarchokapitalistische Partei. Deutsche Ökonomen jubeln schließlich bei Milei, trotz der vielen Nachteile, da ist dieser Weg, den die FDP einschlagen wird, nur naheliegend.

    Schmeißt die Kettensäge an.

    • @Troll Eulenspiegel:

      Die FDP hatte ihre Chance als liberale, konstruktive Fortschrittspartei. Die hat man im Namen des schlanken Staats versemmelt. Ob mehr davon die Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Wirtschaftsprofessoren sind dann doch ein numerisch eher geringes Wählerpotential.