Laut Human Rights Watch hat die CIA Islamisten mit Waterboarding gefoltert. Anschließend seien sie dem Regime Gaddafi übergeben worden.von Bernd Pickert
Die Amis sind halt verlogene Barbaren. Das war schon immer so. Für ein freies Amerika. Amis raus aus USA, Winnietou ist wieder da.
07.09.2012 05:48 Uhr
von Rechtsbeugung:
Die USA hielten mißliebige Menschen nackt in dunkler Einzelhaft, an Händen oder Füßen aufgehängt, geschlagen, in Eiswasser gesteckt, mit Schlafentzug und Waterboarding gefoltert - jahrelang.
Libyen hat sie aufgenommen als Muammar El-Gaddafi erkannte, daß die USA ein größerer Feind sind als diese traumatisierten Männer. Khalid al-Sharif kam am 20.4.2005 in Libyen an und wurde kurz danach freigelassen.
Trotz eindeutiger Beweise dafür, dass es in den Foltergefängnissen der USA systematische Misshandlung gab (und gibt), wurden alle verantwortlichen Regierungsvertreter unbehelligt gelassen. Lediglich ein paar einfache Soldaten sind bisher bestraft worden. Am 30. August 2012 teilte US-Generalbundesanwalt Eric Holder mit, dass die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt würden. Es gab keine Anklage.
Ursprünglich sollten CIA-Mißhandlungen an 101(!) Personen aufgeklärt werden. Holder hatte aber die Ermittlungen am 30.6.2011 auf 2 (!) Fälle beschränkt.
"Zufällig" waren diese beiden Gefangenen inzwischen an den Folgen der Folter verstorben. Deshalb kommen die Friedensengel der westlichen Werte (wieder einmal) ungeschoren davon.
06.09.2012 17:23 Uhr
von Bernd Pickert:
@ Kopfschütteln
Das wäre ein großer Unterschied, aber genau das ist der Vorwurf, den HRW erhebt und - wie beschrieben - mit Dokumenten belegt. Hier der Link zum Bericht:
"Dokumente von Gesuchten des libyschen Geheimdienstes unter Gaddafi..." - Nach diesen Worten handelt es sich um Dokumente von Gesuchten, die dem libyschen Geheimdienst unter Gaddafi angehört haben, während es tatsächlich um Dokumente von Leuten geht, die von diesem Geheimdienst gesucht wurden.
06.09.2012 15:16 Uhr
von Kopfschütteln:
Bitte etwas weniger Journalismus im Bild Stil, liebe taz. In der Überschrift der plakative Vorwurf, Amerikaner hätten in Lybien quasi Oppositionelle im Verbund mit dem Regime gefoltert. Später im Artikel die "kleingedruckte" Klarstellung: Die Verhöre der Amerikaner fanden in und wärend des Afghanistankriegs statt. Was die Amerikaner dort taten oder auch nicht ist jedoch keine neue Schlagzeile sondern ein alter Hut. Die Feststellung, dass die erhobenen Vorwürfe im Einzelfall noch nicht belegt, sondern lediglich bei Befragungen behauptet wurden,, wird wohl auch zu einem Aufschrei etlicher führen. Ich könnte mir weiterhin vorstellen, dass die aus der Haft entlassenen Söldner dann von den afghanischen Behörden in ihr Heimatland Lybien abgeschoben wurden, nicht von den Amerikanern. Aber wo ist da schon der Unterschied...
Leserkommentare
07.09.2012 17:44 Uhr
von manitou:
Die Amis sind halt verlogene Barbaren. Das war schon immer so. Für ein freies Amerika. Amis raus aus USA, Winnietou ist wieder da.
07.09.2012 05:48 Uhr
von Rechtsbeugung:
Die USA hielten mißliebige Menschen nackt in dunkler Einzelhaft, an Händen oder Füßen aufgehängt, geschlagen, in Eiswasser gesteckt, mit Schlafentzug und Waterboarding gefoltert - jahrelang.
Libyen hat sie aufgenommen als Muammar El-Gaddafi erkannte, daß die USA ein größerer Feind sind als diese traumatisierten Männer.
Khalid al-Sharif kam am 20.4.2005 in Libyen an und wurde kurz danach freigelassen.
Trotz eindeutiger Beweise dafür, dass es in den Foltergefängnissen der USA systematische Misshandlung gab (und gibt), wurden alle verantwortlichen Regierungsvertreter unbehelligt gelassen.
Lediglich ein paar einfache Soldaten sind bisher bestraft worden.
Am 30. August 2012 teilte US-Generalbundesanwalt Eric Holder mit, dass die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt würden.
Es gab keine Anklage.
Ursprünglich sollten CIA-Mißhandlungen an 101(!) Personen aufgeklärt werden.
Holder hatte aber die Ermittlungen am 30.6.2011 auf 2 (!) Fälle beschränkt.
"Zufällig" waren diese beiden Gefangenen inzwischen an den Folgen der Folter verstorben.
Deshalb kommen die Friedensengel der westlichen Werte (wieder einmal) ungeschoren davon.
06.09.2012 17:23 Uhr
von Bernd Pickert:
@ Kopfschütteln
Das wäre ein großer Unterschied, aber genau das ist der Vorwurf, den HRW erhebt und - wie beschrieben - mit Dokumenten belegt. Hier der Link zum Bericht:
http://www.hrw.org/reports/2012/09/05/delivered-enemy-hands
06.09.2012 16:14 Uhr
von reblek:
"Dokumente von Gesuchten des libyschen Geheimdienstes unter Gaddafi..." - Nach diesen Worten handelt es sich um Dokumente von Gesuchten, die dem libyschen Geheimdienst unter Gaddafi angehört haben, während es tatsächlich um Dokumente von Leuten geht, die von diesem Geheimdienst gesucht wurden.
06.09.2012 15:16 Uhr
von Kopfschütteln:
Bitte etwas weniger Journalismus im Bild Stil, liebe taz. In der Überschrift der plakative Vorwurf, Amerikaner hätten in Lybien quasi Oppositionelle im Verbund mit dem Regime gefoltert. Später im Artikel die "kleingedruckte" Klarstellung: Die Verhöre der Amerikaner fanden in und wärend des Afghanistankriegs statt. Was die Amerikaner dort taten oder auch nicht ist jedoch keine neue Schlagzeile sondern ein alter Hut. Die Feststellung, dass die erhobenen Vorwürfe im Einzelfall noch nicht belegt, sondern lediglich bei Befragungen behauptet wurden,, wird wohl auch zu einem Aufschrei etlicher führen. Ich könnte mir weiterhin vorstellen, dass die aus der Haft entlassenen Söldner dann von den afghanischen Behörden in ihr Heimatland Lybien abgeschoben wurden, nicht von den Amerikanern. Aber wo ist da schon der Unterschied...