• 17.05.2012

Das Blutvergießen in Syrien zu stoppen ist sehr schwer. Dem UN-Sondergesandten Kofi Annan fehlt dazu die notwendige internationale Unterstützung.

Verhandelt mit Assad!

KOMMENTARvon Reinhard Mutz

  • 21.05.2012 14:54 Uhr

    von Ant-iPod:

    Ein guter Artikel, der die Situation sachlicher darstellt, als so mancher Beitrag in den sonstigen Medien.

    Ich finde es sehr gut, wenn man die Frage aufwirft, warum die "Freunde Syriens" einerseits nur mit der Opposition reden und man nicht ganz zu unrecht vermutet, dass die Opposition aufgerüstet wird - wohingegen man mit dem Assad-Regime nicht ernsthaft verhandelt.

    Das Ergebnis ist ja nun die Eskalation der Gewalt - was sicher nicht im Interesse der Syrer und auch nicht im Interesse europäischer Bürger sein kann.

    Warum ist das so?
    Warum arbeiten wir nicht darauf hin, dass Assad Reformen im Land einleitet, die substantiell etwas verändern?
    Wir können drastischere Sanktionen beschließen und im Gegenzug wirtschaftliche und finanzielle Angebote unterbreiten. Die EU macht so etwas quasi jeden Tag, wenn es um Fischereifragen bei Marokko geht, oder Gemüse aus Tunesien/Ägypten etc. etc.

    Warum entschließt sich unsere Regierung dazu, im Falle Syriens keine konstruktive Rolle zu spielen, Assad nicht bei seinen Reformen beim Wort zu nehmen und diese zu fördern, bzw. bei Täuschungsmanövern wirksame Sanktionen zu erlassen?
    Warum diese peinlichen "Einreiseverbote" und "Kontosperren" und zeitgleich das Wegsehen/Fördern, wenn Saudi-Arabien und Katar, die beide keine Vorzeigedemokratien sind, beginnen, die syrische Opposition aufzurüsten?

    Es hätte ruhig noch provokanter sein können, aber diese Frage wirft Herr Mutz zu Recht auf...

    Es wäre schön, wenn bsw. Zeitungen wie die TAZ unsere Regierung dazu befragen und über die Antwort berichten würde.

  • 18.05.2012 18:55 Uhr

    von gruppegutzeit:

    @Wallnerfred:
    Meine Omi & Opi haben die NSDAP wahrhaftig nicht gewählt, die Nazis haben sich bekanntlich 1933 mit einem Putsch an die Macht gehievt. Übrigens haben die Bombenangriffe überhaupt nichts genützt - nur Tod und Elend unter der Zivielbevölkerung.

    @Dirk:

    Dann ist mindestens die Hälfte der amerik. Bevölkerung antiamerikanisch.Als Lektüre empfehle ich:
    "Der Moloch" von Karlheinz Descher.

  • 18.05.2012 09:49 Uhr

    von Jojo:

    "Verhandelt mit Assad"?
    Soll Assad wirklich mit Terroristen die Autobomben zünden, den UNO Konvoi und Reporter angreifen und ihr eigenes Volk in Angst und Schrecken versetzten, verhandeln? Die selbst so verstritten sind, das sie sich nicht auf Ziele einigen können?
    Söldner und Logistik, Unmengen von Waffen bezahlt von feindlichen Nachbarn, viel Geld und durchweg einseitige Nachrichten der westlichen Welt - das ist die Unterstützung für die Islamisten die den säkulären Staat abschaffen wollen.
    Das ist eine Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Landes.
    Die Syrer werden Ihre Probleme selber lösen und al-Assad hat gestern erst gesagt: die Reformen stehen erst am Anfang.http://rt.com/news/syria-media-battle-assad-429/

  • 18.05.2012 09:35 Uhr

    von Wallnerfred:

    Wenn Omi und Opi nicht so viel NSDAP gewählt hätten, hätte Bomber Harris nicht so viele Bomben draufschmeißen müssen.

    Jetzt im ernst: dieser Kommentar sollte keiner Antwort gewürdigt werden, alleine schon die Idee vom "amerikanischen Wesen" und die Gleichsetzung von IndianerInnenkriegen, dem Weltkrieg und Vietnam spricht Bände.

    Der Konflikt wird weitergehen, solange man die Kriegsparteien mit Waffen beliefert. Assad will sein Gesicht nicht verlieren und die RebellInnen dürfen sich auch nicht vor ihren westlichen GeldgeberInnen blamieren. Verlieren wird ganz Syrien und besonders sein Volk, gewinnen werden wir einen weiteren failed-state auf der Erde.

  • 18.05.2012 09:07 Uhr

    von Dirk:

    Ein Lichtblick unter all den inkompetenten Absonderungen in der deutschen Presselandschaft. Dank an die taz!
    @gruppegutzeit,
    immer wieder schön - ob passend oder nicht - eine Gelegenheit für antiamerikanischen Trash zu finden, ne?

  • 17.05.2012 23:34 Uhr

    von Faulpelz:

    Anscheinend haben die schrecklichen Terroraktionen der vergangenen Woche bewirkt, dass endlich auch bei der taz begriffen wird, welches perfide Spiel mit den Menschen in Syrien gespielt wird. Es geht schon lange nicht mehr um ein geknechtetes Volk, das einen Diktator los werden will, sondern um knallharte Machtinteressen.

  • 17.05.2012 23:15 Uhr

    von Rami:

    Sorry, aber die Golanhöhen wurden 1967 erobert und annektiert und nicht 1973.

  • 17.05.2012 09:57 Uhr

    von gruppegutzeit:

    "Keine der Konfliktparteien kann das ernsthaft wollen"?
    Wieso denn nicht, die Amis haben doch schon immer eine Politik der verbrannten Erde gemacht. Angefangen bei der Vernichtung der Indianer, über unzählige Terrorkriege (Bombenkriege in Deutschland,Korea, Vietnam, Südamerika etc.) bis hin zu den unzähligen Opfer in Irak und Libyen in neuerer Zeit.
    Gott & Gewalt gehören einfach zum amerikanischen Wesen. Leider.

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder