Kolumne von Thomas Winkler
Die DDR hatte das Ampelmännchen und den grünen Pfeil. Die DFB-Auswahl hatte Melanie Behringer, die Standardmaschine aus Frankfurt, und Bianca Schmidt, die Leichtathletin aus Potsdam. Es war nicht alles schlecht. Der Spruch ist offensichtlich immer wahr, egal ob es um untergegangene Diktaturen geht oder gescheiterte WM-Topfavoriten.
Ist Ihnen dieser Artikel etwas wert?
Jedenfalls muss man nach dem aberwitzig überlegenen Halbfinal-Auftritt der Japanerinnen gegen Schweden mal Abbitte leisten: So schlecht, wie sie hinterher von Kommentatoren und Analysten gemacht wurde, war die deutsche Mannschaft bei weitem nicht. Immerhin hat sie gegen diese Zaubermannschaft aus Fernost bis zur 108. Minute ein 0:0 gehalten.
Ja, sie hatte sich bis zu diesem Zeitpunkt sogar ein deutliches Plus an Tormöglichkeiten erspielt. Und zudem das mittlerweile weltweit gefürchtete Kurzpassspiel der Japanerinnen kaum zur Entfaltung kommen lassen.

THOMAS WINKLER ist Redakteur im WM-Team der taz und fühlt sich gezwungen, Abbitte zu leisten.
Foto: privatNein, das war nicht schlecht. Retrospektiv muss man feststellen: Die DFB-Auswahl war von Silvia Nedi und Co-Trainerin Ulrike Ballweg gut eingestellt in das Viertelfinalspiel gegangen. Die deutsche Mannschaft hatte, trotz offensichtlicher technischer Unterlegenheit, eine gute Siegchance gegen ein mit spanischer Akuratesse operierendes Japan.
Man mag die Auswechseltaktik der Bundestrainerin hinterfragen, ihr Krisenmanagement und ihre Menschenführung. Aber angesichts dessen, was Japan an diesem Abend gespielt hat: Mehr war wohl nicht drin für die Deutschen als ein würdevoller Abschied gegen den späteren Weltmeister, der den Frauenfußball in eine neue Dimension kombiniert. Es war eben nicht alles schlecht.
Es läuft gut für Turntalent Andreas Toba: Nach der deutschen Vizemeisterschaft im Mehrkampf kämpft er am Mittwoch beim Reckfinale um eine Medaille. von Sandra Schmidt

taz.de begleitete die Frauen-WM 2011 in den Schwerpunkten "aufm Platz" mit allen Spielberichten und Analysen, "Mixed Zone" mit allem, was in Sachen Fußball eben nicht auf dem Spielfeld passiert und "Tribüne", auf der die Perspektive von außen aufs Geschehen eingenommen wurde.
Dazu bot taz.de die Kolumne Trikottausch und eine WM-Kolumne mit wechselnden Autoren.
taz.de begleitete die Frauen-WM 2011 in den Schwerpunkten "aufm Platz" mit allen Spielberichten und Analysen, "Mixed Zone" mit allem, was in Sachen Fußball eben nicht auf dem Spielfeld passiert und "Tribüne", auf der die Perspektive von außen aufs Geschehen eingenommen wurde.
Dazu bot taz.de die Kolumne Trikottausch und eine WM-Kolumne mit wechselnden Autoren.
Bond-Schurkin, Stil-Ikone, Musikerin: Das Gesamtkunstwerk Grace Jones hat Geburtstag.

David Beckham beendet seine Fußballer-Karriere. Wird er jetzt etwa Vollzeitpapa, Model oder Frührentner? Ach, uns fallen da noch ein paar andere Sachen ein...

Ein echt fieser Augapfel, ein Harley-Davidson-Skelett, Buddha hat Geburtstag und jede Menge Quallen. Unsere Bilder der Woche.

14 Jahre war Thomas Schaaf Trainer bei Werder Bremen – genug Zeit, seinen trockenen Humor in vielen Interviewantworten unter Beweis zu stellen.


Leserkommentare