Kommentar von Sven-Michael Veit
Der Endspurt beginnt im Gerangel um Bundestagsmandate, noch in diesem Jahr wollen Hamburgs Parteien ihre KandidatInnen küren. Klar ist schon jetzt, dass Frauen unterrepräsentiert sein werden. Mit drei von 13 sind es zurzeit 23,1 Prozent, und wenig deutet darauf hin, dass es nach der nächsten Wahl mehr sein werden.
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Bei der CDU ohnehin nicht. Die schickt nur Männer ins Rennen, von denen sich die ersten vier auf der Liste Hoffnungen auf ein Ticket nach Berlin machen dürfen. Bei der Linken dürfte mit Jan van Aken erneut ein Mann reüssieren, bei der FDP rangeln ein Mann und eine Frau mit noch offenem Ausgang um das höchstens eine blaugelbe Mandat.
Sicher im nächsten Bundestag sind nur die grünen und roten Spitzenkandidatinnen Krista Sager und Aydan Özoguz. Hinter ihnen aber sieht es auch in der SPD kaum frauenbewegter aus als in der Altherren-Partei CDU. Unter den 14 GenossInnen in den aktuellen parteiinternen Castings sind nur drei Frauen, reelle Chancen hat außer Özoguz nur Inka Damerau in Nord.
Je nach Wahlausgang werden zwei von zwölf (16,7 Prozent) oder vier von 14 Hamburger Abgeordneten (28,6 Prozent) im nächsten Bundestag weiblich sein. Den Aufsichtsräten von Unternehmen jedoch will Hamburg eine Frauenquote von 40 Prozent vorschreiben. So macht Mann sich lächerlich.
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