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Kommentar Methadon-Eltern Pflegefamilien ohne Drogen

Eiken Bruhn

Kommentar von

Eiken Bruhn

Kinder dürfen nicht in drogenabhängigen Pflegefamilien untergebracht werden. Sie brauchen ein stabileres Umfeld als das, aus dem sie kommen.

Z urecht müssen sich Hamburger Behörden scharfe Nachfragen darüber gefallen lassen, warum ein Kind bei drogenabhängigen Pflegeeltern untergebracht wurde. Wenn Kinder aus ihren Familien genommen werden, ist dies immer eine Krise. Sie wird nur deshalb in Kauf genommen, um den Kindern anschließend ein stabileres Umfeld bieten zu können als zuvor. Das war in Hamburg offenbar nicht der Fall. Pflegeeltern dürfen nicht süchtig sein - auch nicht nach Methadon.

Für leibliche Eltern gelten andere Maßstäbe. So wünschenswert es ist, dass Kinder in Familien aufwachsen, in denen die Eltern weder von illegalen noch legalen Drogen abhängig sind - die Realität sieht anders aus. Ein Kinderverbot für Süchtige hilft niemanden weiter und raubt denen, die es mit Unterstützung schaffen können, die Chance auf ein Leben mit ihren Kindern.

In Bremen stellt man sich diesem Problem unter anderem, indem man Haartests für Kinder anordnet. Davor mag manch eine Kommune zurück schrecken, bekommt sie doch wie Bremen mit den Testergebnissen neue Probleme ins Haus. Zum einen haben die Bremer Behörden jetzt schwarz auf weiß, dass viele Substituierte weiter Drogen missbrauchen. Zum anderen wissen sie in vielen Fällen nicht, wie die Substanzen ins Kinderhaar gelangt sind, ob es "natürliche Erklärungen" - wie die Aufnahme über Schweiß - gibt. Insofern waren die Tests ein mutiger Schritt.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Eiken Bruhn

Eiken Bruhn Redakteurin

Seit 2003 bei der taz als Redakteurin. Themenschwerpunkte: Soziales, Gender, Gesundheit. M.A. Kulturwissenschaft (Univ. Bremen), MSc Women's Studies (Univ. of Bristol); Alumna Heinrich-Böll-Stiftung; Ausbildung an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin; Lehrbeauftragte an der Univ. Bremen; SG-zertifizierte Systemische Beraterin; in Weiterbildung zur systemischen Therapeutin.
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2 Kommentare

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  • H
    Hans

    Äähm, entschuldigen Sie bitte, aber was war bitte Ihrem Kommentar zu entnehmen, außer dass Sie die bekannten Tatsachen noch einmal wiedergekäut haben? Dass ein Haartest mutig sei? Etwa das? Na wenn es so wäre, können Sie dann auch argumentieren, warum dies mutig sei?

    Um keinen Deut schlauer

    Hans

  • H
    Hans

    Äähm, entschuldigen Sie bitte, aber was war bitte Ihrem Kommentar zu entnehmen, außer dass Sie die bekannten Tatsachen noch einmal wiedergekäut haben? Dass ein Haartest mutig sei? Etwa das? Na wenn es so wäre, können Sie dann auch argumentieren, warum dies mutig sei?

    Um keinen Deut schlauer

    Hans