Tod von RJ Mitte: „Breaking Bad“-Schauspieler mit 34 Jahren gestorben
In der Kultserie spielte RJ Mitte den Sohn des Chemielehrers und späteren Drogenhändlers Walter White. Wie seine Serienfigur lebte er mit Zerebralparese.
ap | Der aus der Serie „Breaking Bad“ bekannte Schauspieler und Aktivist für Behindertenrechte RJ Mitte ist im Alter von 34 Jahren gestorben. Sein Management bestätigte am Montag den Tod Mittes. Cyndi Hinojosa, eine Justizbeamtin im texanischen Cameron County, sagte der Nachrichtenagentur AP, sie habe Mitte gegen 13.30 Uhr in Brownsville für tot erklärt. Zur Todesursache machte sie keine Angaben. Eine Autopsie soll Aufschluss geben.
Mitte lebte mit Zerebralparese und brachte diese Erfahrung nach Angaben seines Managements in seine Rolle in der Serie „Breaking Bad“ ein. Zugleich setzte er sich für mehr Bewusstsein für Behinderungen und für Inklusion ein. Er habe seine Bekanntheit genutzt, um Vorurteile abzubauen und Menschen mit Behinderungen in Film und Fernsehen mehr Sichtbarkeit zu verschaffen, hieß es in der Mitteilung zu seinem Tod.
Serienvater Cranston zutiefst betrübt
In der fünf Staffeln umfassenden Serie spielte Mitte in nahezu allen Folgen Walter White Jr., den Sohn des von Bryan Cranston verkörperten Chemielehrers und späteren Drogenhändlers Walter White. Auch die Serienfigur lebt mit Zerebralparese. Die Serie des Senders AMC war in einer Umfrage der New York Times kürzlich zur besten Fernsehserie des 21. Jahrhunderts gewählt worden.
Cranston schrieb auf Facebook, er sei „zutiefst betrübt“ über den Verlust seines „lieben Sohnes“. „Ich lernte ihn kennen, als er gerade einmal 14 Jahre alt war und für die Rolle des Walter White Jr. besetzt wurde – eine Rolle, die er mit so viel Freude und Begeisterung spielte“, schrieb Cranston. „Obwohl er mit Zerebralparese geboren wurde, ließ er diese Herausforderung niemals – absolut niemals – als Ausrede für irgendetwas gelten. Er stellte sich dem anspruchsvollen Drehplan mit großer Entschlossenheit.“
Eigene Erfahrung für Rolle genutzt
Mitte sagte 2014 der AP, seine Behinderung und die damit verbundenen Herausforderungen – darunter Physiotherapie, familiäre Probleme und exorbitante Arztkosten – hätten ihn in seinem Beruf besser gemacht. All dies seien zentrale Themen der Serie gewesen. „Man entwickelt eine andere Mentalität und einen anderen Blick darauf, wie die Welt einen sieht und wie man selbst die Welt wahrnimmt“, sagte er. „Man kann das nutzen. Und ich denke, es ist eher ein Vorteil als ein Hindernis.“
Mitte wurde in Jackson, Mississippi, geboren und wuchs dort auf. Nachdem er 2006 für seine Schauspielkarriere nach Los Angeles gezogen war, ergatterte er zunächst kleine Gastrollen in Sitcoms, bevor er 2007 die Rolle in „Breaking Bad“ erhielt. Die Serie lief von 2008 bis 2013.
Rollen auch in anderen Serien
„Der Junge war noch ziemlich unerfahren, als wir mit dem Dreh der Pilotfolge begannen“, schrieb Cranston auf Facebook. „Aber nach und nach erlebten wir, wie er sich zu einem wirklich guten Schauspieler entwickelte.“
Cranston fügte hinzu: „Ich habe ihn sehr gemocht und die gemeinsame Zeit während der Serie sowie auch nach dem Ende des 'Breaking Bad-Rummels sehr genossen.“
Zu Mittes späteren Rollen zählten Auftritte in den Serien „Switched at Birth“ und „Guardians of Justice“. Zudem war er als Produzent an mehreren Independent-Filmen beteiligt. Er engagierte sich für die Organisationen United Cerebral Palsy und Shriners Children’s. Zudem war er Präsident seiner eigenen Stiftung, die gemeinnützige und gesellschaftliche Initiativen für Menschen mit Behinderungen unterstützt.
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